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Bad Doberan Stets eine volle Haushaltskasse!
Mecklenburg Bad Doberan Stets eine volle Haushaltskasse!
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11:08 21.10.2018
Bürgermeister Thorsten Semrau an seinem Arbeitsplatz. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

 „Es lohnt sich wirklich, sich für diese schöne Stadt Bad Doberan einzusetzen und an ihrer Entwicklung mitwirken zu dürfen“, leitete der Rathauschef der Münsterstadt, Thorsten Semrau, die Beantwortung der OZ-Frage ein, was er seinem Nachfolger mit auf den Weg geben würde: „Bürgermeister ist eines der schönsten Ämter, das man haben kann. Ich wünsche dem Neuen, dass er dieses Amt dann auch nach seinen Vorstellungen prägt, es mit eigenen Ideen ausstattet und dass ihm Impulse während seiner Tätigkeit gegeben werden“. Ganz wichtig sei, dass ein Bürgermeister auch immer „die kleineren Dinge“ im Auge behalte. „Zudem wünsche ich meinem Nachfolger eine stets volle Haushaltskasse“, unterstrich Thorsten Semrau, der am 21. März 2012 als Nachfolger des abgewählten Hartmut Polzin seinen Platz als Bad Doberaner Verwaltungschef eingenommen hatte. Der damalige Ordnungsamtsleiter von Neubukow hatte in der Stichwahl 61,8 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen erhalten.

„Als Verwaltungsleiter sollte man immer ein guter Partner und Dienstvorgesetzter sein sowie auf ein vertrauensvolles Miteinander mit allen Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere mit den Stadtvertretern – setzen. Das ist ganz wichtig“, sagte der Rathauschef. Auf die Frage, ob er dieses Miteinander selbst so erlebt habe, antwortete Thorsten Semrau: „Ja, aber ich hätte mir manchmal ein bisschen mehr gewünscht. Ich empfinde Vertrauen und kann dazu nichts Negatives sagen. Aber man kann da wahrscheinlich noch etwas mehr machen – gerade, was die Stadtvertretung betrifft“. Er würde sich freuen, wenn sein Nachfolger auch nach der Amtsübergabe noch einmal mit der einen oder anderen Frage an ihn herantreten, seine Meinung einholen würde, gestand der 62-Jährige und zitierte eine Weisheit vom Dalai Lama, die er sich immer vor Augen halte: „Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen.“

Eine Aussage aus dem Wahlkampf, dass die Stadt „mit angezogener Handbremse“ fahre, wies der Amtsinhaber zurück: „Das sehe ich überhaupt nicht so. Hier gibt es für die Firmen auf Jahre volle Auftragsbücher, die Bevölkerungszahl wächst stetig, wir haben jetzt schon 13 000 Einwohner. Ich habe da keine Bange, auch die nächsten Jahre werden erfolgreich sein. Und die Schulden habe ich in meiner Amtszeit drastisch reduziert. Mein Nachfolger wird mit einer schwarzen Null arbeiten können – schuldenfrei!“

Den Sieger der Wahl würde Thorsten Semrau bei seiner Arbeit über die Schulter schauen lassen, wenn der das wünsche: „Aber nur über die Schulter schauen, ich trage ja die Verantwortung bis zum 20. März 2019 – so würde ich mir nicht reinreden lassen“.

Thomas Hoppe

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