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Bad Doberan Alexandrinenhof bekommt Zuwachs
Mecklenburg Bad Doberan Alexandrinenhof bekommt Zuwachs
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18:16 26.03.2019
Jeannine Rafoth malt auf Segeltuch. Katharina Sasse ist Holzgestalterin. Sie bilden mit Jörg Hauptmann (nicht im Bild) die neue Galerie „Meerart“ im Alexandrinenhof. Quelle: Sabine Hügelland
Bad Doberan

Der Alexandrinenhof im Herzen Doberans war schon immer Anziehungspunkt für Künstler. Dabei ist es kein einfaches Pflaster für die Zunft, müssen die Künstler doch von ihren Einnahmen leben könenn. In neuen Galerie „Meerart“ haben sich aus diesem Grund gleich mehrere Kreative zusammengetan. „Die Galerie führen wir zu gleichen Teilen. Wir sind ein Dreiergestirn“, sagt Jeannine Rafoth, die mit Katharina Sasse und Jörg Hauptmann neu durchstartet. Beinahe hätte Katharina Sasse aufgegeben. „Über zwei Jahre arbeitete ich allein“, erklärt die Satowerin. Aus ihrer Galerie „Holz-Hand-Werk“ wurde nun „Meerart“. Der Metallgestalter Bernd Kirchner war einige Zeit Mitaussteller bei ihr und ist nun in der Ateliergemeinschaft „feinart“ auf dem Hof zu finden.

Auf dem Areal befinden sich zudem das Café „Zicke“ und der „De Duvenschlag“. Vielleicht kommt Keramiker Rainer Finck in der wärmeren Jahreszeit ebenfalls wieder in den Speicher. „Wir drei in der Meerart ergänzen uns gut. Haben zwar mit dem Maritimen das gleiche Thema, aber unterschiedliche Ansätze und Ausführungen in der Interpretation“, sagt Jeannine Rafoth, die altes Segeltuch mit ihren Farben zu Kunstwerken macht. Der Doberaner Metallwerker Jörg Hauptmann bleibt der Öffentlichkeit lieber fern, dafür sind seine Arbeiten unter anderem in der Münsterstadt vertreten. „Er schafft es, das schwere Metall filigran und sehr fein zu arbeiten. Manchmal könnte man denken, der Wind steht wirklich in den Bootssegeln“, so Jeannine Rafoth. Sie besitzt in der Strandstraße von Kühlungsborn ein Atelier, denn die „gefühlten zehn Tonnen Segel“ benötigen viel Platz. „Dennoch brauche ich immer wieder neue, weil viel Verschnitt anfällt.“ Die 44-Jährige war schon einmal im Alexandrinenhof aktiv und kehrt jetzt an eine alte Wirkungsstätte zurück. 2018 waren ihre Arbeiten mit denen weiteren Künstlern in der Kühlungsborner Kunsthalle ausgestellt – auch in Ahrenshoop kann man ihre Werke bewundern.

Katharina Sasse ist Quereinsteigerin und arbeitete im Pharmaziebereich im Außendienst. Die 50-Jährige war als Kind gern im Wald unterwegs, sammelte Holz und probierte sich im Schnitzen. In der „Meerart“ zeigt sie Dekorationen, Kunstgegenstände, Lampen und anderes aus Holz, sogar Weihnachtspyramiden. „Ich kann nicht bestimmen, was ich in der nächsten Zeit anbieten werde. Der Werkstoff wird von mir so bearbeitet, wie er es vorgibt“, sagt sie. So entsteht Einzigartiges.

Die Künstler wollen sich im Alexandrinenhof etablieren, der so viel Potenzial habe. Ein Einweihungsfest soll es noch geben – wenn es etwas wärmer ist. Auch an den Stadtfesten, wie der Kulturnacht, wollen sie sich beteiligen. „Wir überlegen noch, wie wir die Öffnungszeiten gestalten“, sagt Jeannine Rafoth. Derzeit ist jeweils freitags von 13 bis 18 und sonnabends von 12 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Sabine Hügelland

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