Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Mecklenburg Bad Doberaner SV kommt über seine starke Abwehr zum Erfolg
Mecklenburg Bad Doberaner SV kommt über seine starke Abwehr zum Erfolg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:02 24.02.2019
Rückraumspieler Sebastian Voigt (am Ball) war am Sonnabend mit elf Treffern der beste Torschütze für den Bad Doberaner SV. Quelle: FOTO: Anja Ott
Bad Doberan

„Wir haben das gemeinsam über die Abwehr gerissen“, traf Sebastian Voigt nach dem 30:24 (14:10)-Erfolg der Oberliga-Handballer des Bad Doberaner SV gegen den Grünheider SV den Nagel auf den Kopf. Mit einer starken Mannschaftsleistung entschieden die Münsterstädter am Sonnabend vor 350  Zuschauern in der heimischen Stadthalle das wichtige Kellerduell klar und verdient zu ihren Gunsten. Damit verließen sie erstmals seit vielen Monaten wieder die Abstiegsränge.

Trainer Andreas Köster, der seinen dritten Sieg im vierten Spiel mit dem DSV feierte, zeigte sich zufrieden. „Das war eine sehr ordentliche Leistung. Wir müssen solche Spiele genießen und die Stimmung mit unseren fantastischen Fans aufsaugen“, sagte der Coach, der an der Seitenlinie einmal mehr alles gab. Auch Regisseur Maximilian Lendner zog ein positives Fazit: „Wir haben das gespielt, was wir können. Man merkt, dass wir den Abstiegskampf angenommen haben.“

Obwohl die Hausherren den kurzfristigen Ausfall von Routinier Yan Vizhbovskyy (Wadenzerrung) verkraften mussten, geriet der Sieg nie in Gefahr. Nach einer schnellen 8:3-Führung baute der DSV seinen Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf acht Tore aus – 24:16 (46.). Großen Anteil daran hatte Torhüter Florian Voigt, der eine grandiose Vorstellung zwischen den Pfosten ablieferte und die gegnerischen Werfer an den Rand der Verzweiflung brachte. „Ich war diesmal nicht so nervös wie sonst“, erklärte der 20-Jährige und verriet sein Erfolgsrezept: klassische Musik vor dem Anpfiff.

So funktionierte die Abwehr „bis auf ein paar Minuten in der zweiten Halbzeit“, wie Kapitän Matthias Jahn analysierte. In Gefahr geriet der Erfolg dennoch nicht, weil Sebastian Voigt wie sein „kleiner“ Bruder einen Spitzentag erwischt hatte. Er versenkte nicht nur alle sieben Strafwürfe, sondern packte noch vier Treffer aus dem Spiel heraus drauf. „Wir haben im Training ein bissel mehr Athletik gemacht, das zahlt sich jetzt aus. Außerdem geben die verwandelten Siebenmeter zusätzliches Selbstvertrauen“, freute sich der 27-Jährige.

Sebastian Voigt hatte auch maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Gastgeber immer wieder im Eins-gegen-eins-Angriff durchsetzten und dadurch ihre körperlichen Nachteile im Rückraum (Lendner, Jan Eric Traub) und das Fehlen von Vizhbovskyy wettmachten. So hielt sich die Spannung in überschaubarem Rahmen. Die Grünheider kamen nur noch einmal auf drei Treffer heran, als sie in doppelter Überzahl auf 22:25 (55.) verkürzten. Eine echte Siegchance hatten die Gäste aus dem Landkreis Oder-Spree aber in keiner Phase, weshalb die Begeisterung der Doberaner Anhänger keine Grenzen kannte.

Mit 14:24 Punkten hat sich der DSV auf Nichtabstiegsplatz zwölf vorgeschoben, punktgleich mit dem VfV  Spandau auf Rang elf. Der Rückstand auf den achten Platz (Blau-Weiß Berlin) beträgt nur noch zwei Zähler. Allerdings wartet auf die Bad  Doberaner eine ganz schwere Aufgabe. Am kommenden Sonnabend müssen sie um 19 Uhr bei der SG Uni Greifswald/Loitz (18:20 Punkte/Platz 6) antreten. Die Loitzer verloren am Wochenende beim HSV Insel Usedom (31:7/2.) nach großem Kampf knapp mit 28:29.

Bad Doberaner SV: F. Voigt, Schröder – S. Voigt 11/7, Rasch 1, Traub 3, Jahn 2, Stöwsand, Fandrich, Glaser, Paul, Meyer 3, Schulz 4, Lendner 3, Lehwald 3.

Grünheider SV: Reisener, Alpers – Wacaszewski, Henow 3, Büttner 7/4, Hudewenz 4/2, Klünder, Buck, Otto 3, Ackermann 2, Hiesener 1, Wetzel 1, Griebsch 3.

Siebenmeter: DSV 7/7, GSV 7/6.

Strafminuten: DSV 14 inkl. Rot gegen Stöwsand nach der dritten Zeitstrafe (43.), GSV 4.

Burkhard Ehlers

Die Bad  Doberaner Handballer könnten mit einem Heimerfolg gegen den Grünheider SV die Abstiegszone verlassen. Die Verbandsliga-Frauen reisen zum Spitzenspiel nach Barth.

21.02.2019

Der 27-jährige Trainer steht dem Handball-MV-Ligisten ab sofort und nach weniger als einem Jahr aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Im April wird er erstmals Vater. Thilo Meyer und Stefan Stuht übernehmen interimsweise.

21.02.2019

Sommer, Sonne, Freizeit: Die ideale Kombination für Alkoholgenuss. Doch bitte nicht im Schiffsverkehr. Die Wasserschutzpolizei warnt vor den Folgen.

20.02.2019