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Mecklenburg Bad Doberaner SV verspielt Halbzeitführung beim HSV Usedom und verliert 27:32
Mecklenburg Bad Doberaner SV verspielt Halbzeitführung beim HSV Usedom und verliert 27:32
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11:50 24.03.2019
Ben Meyer (hier in einer früheren Partie am Ball) war in Ahlbeck mit neun Treffern bester DSV-Torschütze Quelle: Anja Ott
Ahlbeck

55 Minuten lang konnten die Handballer des Bad  Doberaner SV im Auswärtsspiel beim HSV Insel Usedom von einer Überraschung träumen. Am Ende standen die abstiegsbedrohten Gäste jedoch trotz guter Vorstellung erneut ohne Punkte da. Die sicherten sich mit dem 32:27 (15:16)-Erfolg vor rund 600 Zuschauern in der Ahlbecker Pommernhalle letztlich die Hausherren, die damit den zweiten Rang im Abschlussklassement der Oberliga Ostsee-Spree vorzeitig sicher haben.

Für die Bad  Doberaner wird die Luft um Kampf um den Klassenerhalt dagegen immer dünner. Die DSV-Sieben geht als Vorletzter (14:30 Punkte) in die verbleibenden vier Saisonspiele und muss dabei einen Rückstand von zwei bzw. vier Zählern auf die beiden verbliebenen Konkurrenten VfV Spandau (12. Platz/16:28) und Blau-Weiß Berlin (11./18:26) aufholen.

„Solange rechnerisch noch alles möglich ist und wir uns nicht auf andere Ergebnisse verlassen müssen, gehe ich davon aus, dass wir die Klasse halten“, blickt Andreas Köster trotz der dritten Niederlage in Folge optimistisch in die nahe Zukunft. Das Potenzial in der Mannschaft sei definitiv vorhanden. „Wir konnten es hier auf Usedom und auch in Stralsund schon zeigen“, stellte Doberans Trainer fest.

In der Tat war das vorletzte Landesderby für die DSV-Sieben in der laufenden Serie ein Spiegelbild der Begegnung beim Tabellenführer Stralsunder HV, die Mitte Februar mit einer 24:29-Niederlage endete. In beiden Begegnungen hielten die Münsterstädter bei den Spitzenteams der Oberliga lange Zeit mit. Auf der Insel Usedom lagen die Doberaner zur Pause sogar knapp vorne und agierten auch bis zum 28:27-Anschlusstreffer durch Tim Lehwald (54.) auf Augenhöhe. In der Schlussphase rettete der Favorit den „erarbeiteten Sieg“, wie es HSV-Coach Nico Heidenreich auf der anschließenden Pressekonferenz treffend formulierte, ins Ziel.

DSV-Kapitän Sebastian Prothmann, der nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder das Doberaner Tor hütete, sah das naturgemäß etwas anders. „Ein Unentschieden wäre total verdient gewesen“, meinte der 33-Jährige. Bei seinem Comeback war Prothmann in den ersten vierzig Minuten ein guter Rückhalt für sein Team, was auch für den eingewechselten Florian Voigt galt. Allerdings zeigte sich die Doberaner Abwehr in der zweiten Halbzeit nicht mehr so sattelfest. Und vorne ließen die Gäste, die auf Routinier Yan Vizhbovskyy verzichten mussten, gegen den ebenfalls später ins HSV-Tor gerückten Lech Krynski mehrere klare Chancen ungenutzt.

So blieb die insgesamt gute Mannschaftsleistung und der treffsichere Auftritt des zuletzt etwas kriselnden Ben Meyer im Doberaner Rückraum unbelohnt. Das sollte oder vielmehr muss die DSV-Sieben am kommenden Sonnabend nachholen. Dann treten Prothmann, Meyer & Co. im zweiten Auswärtsspiel am Stück in Berlin-Spandau an. Eine Niederlage beim direkten Konkurrenten wäre angesichts der Gesamtkonstellation im Tabellenkeller schon nahezu gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Mecklenburg-Vorpommern-Liga. Dort spielten die Doberaner zuletzt im Jahr 2006 – und so soll es nach den eigenen Vorstellungen auch bleiben. Aber: „Es bleibt ein Abenteuer“, weiß Andreas Köster.

Doberan: Prothmann, F. VoigtS.Voigt 3/2, Rasch 2, Traub, Jahn 5, Stöwsand, Fandrich, Glaser, Paul, Meyer 9, Schulz 3, Lendner 2, Lehwald 2.

Usedom: Krynski, Küster – Glende 9/2, Loof 2, Nowomiejski 5, Zajac 3, Leow 5, Wicht 4, Deutsch 3, Gröne, Kellermann, Gürgens, Dübener 1.

Siebenmeter: HSV 4/2, DSV 3/2. Strafminuten: HSV 8, DSV 4.

Simone Seidel

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