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Grevesmühlen 16 neue Bauplätze für Grevesmühlen
Mecklenburg Grevesmühlen 16 neue Bauplätze für Grevesmühlen
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11:39 29.04.2019
Das Wohngebiet am Mühlenblick in Grevesmühlen, im Vordergrund rechts entstehen die neuen Baugrundstücke Quelle: Ronald Gross
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Grevesmühlen

Wer derzeit ein Grundstück für den Bau eines Eigenheims in Grevesmühlen sucht, der hat schlechte Karten. Die Auswahl ist nicht nur äußerst übersichtlich, sie geht derzeit gegen Null. „Im Wohngebiet Mühlenblick sind alle Grundstücke verkauft“, sagt Grevesmühlens Bauamtsleiter Holger Janke. „Und in Neu Degtow gibt es für alle neun Grundstücke Käufer beziehungsweise konkrete Interessenten.“ Auch wenn noch nicht alle Notarverträge unterzeichnet seien, an einer Tatsache sei nicht zu rütteln. „Das Angebot ist deutlich geringer als die Nachfrage in unserer Stadt.“

Deshalb will die Stadt ein neues Wohngebiet erschließen, ein entsprechender Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine Erweiterung des Wohngebietes am Mühlenblick hat jetzt den Bauausschuss passiert. Wie Planer Ronald Mahnel erläuterte, seien insgesamt 16 neue Baugrundstücke geplant zwischen dem bestehenden Wohngebiet und dem Landwirtschaftsbetrieb. Für die Erschließung soll die Zufahrt von der Klützer Straße verlängert werden, im östlichen Teil des Areals sei eine Bolzwiese geplant, hieß es von Seiten des Planers.

Mit der Erweiterung im Bereich der Klützer Straße reagiert die Stadt auf die seit einigen Jahren anhaltende hohe Nachfrage an Baugrundstücken. So hat sich Grevesmühlen als sogenannte Wohn-Stadt einen Namen gemacht, ein erheblicher Teil der Einwohner pendelt zu den Arbeitsorten im Umland wie Lübeck, Schwerin und Wismar. Doch die Situation der Schulen und Kitas in der Stadt machen die ehemalige Kreisstadt vor allem für junge Familien attraktiv.

Auch vor dem Hintergrund, das in den kommenden zehn Jahren ein Schulcampus zwischen der Regionalschule am Wasserturm, der Grundschule am Ploggensee und der Mosaikschule der Diakonie entstehen soll. Derzeit schiebt die Stadt Grevesmühlen das EU-weite Ausschreibungsverfahren für die Suche nach einem General-Planer für das Millionen-Projekt an. Bis Ende Sommer soll zumindest feststehen, wer die Planungen für den Schulstandort in der Hand hat.

Zumindest für die erste Bauphase stehe laut Bauamt bereits die Finanzierung. Wie Holger Janke betonte, sei die Fördermittelzusage in Höhe von sechs Millionen Euro bei der Stadt eingegangen. Zusammen mit dem Eigenanteil könne somit der erste Abschnitt mit einem Volumen von rund neun Millionen Euro in Angriff genommen werden – wenn denn feststeht, wer die Planungen übernimmt.

Wie kompliziert die Umsetzung des Projektes ist, das wissen die Verantwortlichen spätestens seit den Winterferien. Damals hatten Vertreter von Energie-, Bildungs- und Finanzministerium sowie Mitarbeiterinnen des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL) Grevesmühlen einen Besuch abgestattet und sich ein Bild von der Situation an der Regionalen Schule am Wasserturm sowie der Grundschule am Ploggensee gemacht. Mit dem Ergebnis, dass Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (parteilos) das Konzept nicht nur erneut ausführlich mündlich erläutern sondern auch schriftlich etliche Erklärungen nachreichen musste. „Das gehört einfach dazu“, so Prahler im Bauausschuss. „Wir sind in Kontakt mit den Behörden.“

Parallel dazu laufen zudem die Planungen für den Hortneubau an der Grundschule Fritz-Reuter, dort soll das ehemalige Jugendzentrum abgerissen werden. Wann mit dem Abriss beziehungsweise dem Bau begonnen wird, steht noch nicht fest.

Michael Prochnow

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