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Grevesmühlen 17 Hektar in Grevesmühlen sollen zum Wohngebiet werden
Mecklenburg Grevesmühlen 17 Hektar in Grevesmühlen sollen zum Wohngebiet werden
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08:36 03.07.2019
Der Westen von Grevesmühlen aus der Vogelperspektive, hier sollen auf 17 Hektar Baugrundstücke für Eigenheime und Wohnprojekte entstehen. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

 17 Hektar groß ist das Areal nördlich des Börzower Weges im Westen von Grevesmühlen. Pläne, aus diesem Gelände ein Wohngebiet zu machen, gibt es seit mehr als zehn Jahren. Nun allerdings wird es konkret. Im Bereich zwischen der Einfahrt zum Wohngebiet West II und den Kleingärten gegenüber der Malzfabrik wollen die Wobag und die Diakonie Wohnungen für ältere Menschen schaffen. Die beiden Gebäudekomplexe, nach Angaben der Stadtverwaltung planen beide Unternehmen separate Häuser, sollen allerdings nur der Anfang sein. Baugrundstücke für junge Familien sollen für eine gesunde Mischung in diesem neuen Wohngebiet sorgen. Doch angesichts der ausufernden Grundstückspreise, die mittlerweile selbst in Grevesmühlen an der 100-Euro-pro-Quadratmeter-Grenze kratzen, stellt sich die Frage: Wer kann sich das überhaupt leisten? Für eine junge Familie mit Kindern wird es schwierig, denn auch die Baupreise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Das Industriegebiet im Westen von Grevesmühlen soll zum Wohngebiet werden. Der Westen von Grevesmühlen aus der Vogelperspektive Quelle: Michael Prochnow

„Und genau deshalb brauchen wir Konzepte und Ideen, die es eben auch Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen ermöglichen, hier bei uns in Grevesmühlen zu bauen“, sagt Bürgermeister Lars Prahler (47, parteilos). Vor zwei Jahren hat die Stadt das gesamte Gebiet zwischen Börzower Weg und Lübecker Straße gekauft. Eine konkrete Planung gibt es noch nicht, aber immerhin Pläne der Diakonie und der Wobag im Bereich nahe der Malzfabrik. „Die Diakonie hat erklärt, dort betreutes Wohnen anzubieten und ein mehrgeschossiges Gebäude zu errichten“, so der Bürgermeister. „Die Wobag hat Interesse angezeigt, altersgerechtes Wohnen anzubieten. Das heißt, dass Wohnungen gebaut werden sollen, die vor allem auf Senioren zugeschnitten sind.“ Ähnlich der Alten Schäferei am Tannenberg, wo die Wobag seit den 1990er Jahren solch ein Wohnprojekt erfolgreich betreibt. Doch nun sollen die neuen Projekte eben nicht mehr am äußeren Stadtrand, sondern möglichst nah am Zentrum errichtet werden.

Lars Prahler, 47, Bürgermeister von Grevesmühlen: „Und deshalb müssen wir uns etwas einfallen lassen, dass der Handwerker und die Verkäuferin eben auch ein Haus und ein Grundstück erwerben können.“ Quelle: Michael Prochnow

„Zwischen den beiden Komplexen der Wobag und der Diakonie wollen wir eine Straße bauen bis zur Lübecker Straße, und entlang dieses Weges sollen dann Einfamilienhäuser entstehen“, erklärt Lars Prahler, der bereits als Bauamtsleiter vor mehr als zehn Jahren mit den Ideen für dieses Gebiet beschäftigt war. Damals hatten Schüler des Tannenberg-Gymnasiums ein Konzept entwickelt, das eine Mischung aus Wohngebäuden für Senioren und Häusern für junge Familien mit Parks und Spielplätzen vorsieht – ähnlich den Ideen, die derzeit diskutiert werden. „Es sei denn, die Interessenten rennen uns die Bude ein, was das altersgerechte Wohnen betrifft, dass die Wobag noch weitere Gebäude errichtet.“

Blick über die Trocknung und die Lagerfläche der Getreidebetriebe, im Hintergrund das Wohngebiet West II. Quelle: Michael Prochnow

Zurück zu den Grundstückspreisen, denn die Erschließungskosten seien laut Prahler so drastisch gestiegen, dass 100 Euro pro Quadratmeter Bauland mindestens fällig werden, damit die Stadt oder eines der kommunalen Unternehmen auf eine schwarze Null kommt bei der Umsetzung. „Und deshalb müssen wir uns etwas einfallen lassen, dass der Handwerker und die Verkäuferin eben auch ein Haus und ein Grundstück erwerben können.“ Eine mögliche Lösung wäre es, wenn die Käufer nur einen Teil des Grundstücks erwerben würden, einen Teil pachten oder mit einer gemeinsamen Carportanlage Geld sparen können und vieles andere mehr. Das müsse bei der Planung der Grundstücke und der Gesamtfläche bedacht werden. Auch das Konzept eines Eigenheimes, das in verschiedenen Varianten errichtet werden könne und dennoch standardisiert sei, sei denkbar. „Auf jeden Fall werden wir uns Gedanken machen, und wir werden, da bin ich mir sicher, eine Lösung finden“, betont der Bürgermeister. Wann das alles umgesetzt werden wird, das steht derzeit noch in den Sternen. Denn parallel dazu läuft auch die Planung zum zehn Hektar großen Gebiet des ehemaligen Sägewerks.

Michael Prochnow

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