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Grevesmühlen 9600 Euro für Freibad und Kirche in Grevesmühlen
Mecklenburg Grevesmühlen

9600 Euro für Freibad und Kirche in Grevesmühlen

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09:20 08.01.2020
Sie haben 1100 Euro für die OZ-Spendenaktion gesammelt, die Grevesmühlener Apotheker. Von links: Stephan Holm-Bertelsen, Horst Nitsch, Waldemar Gerull und Stefan Bloch. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Diese Summe ist Rekord: 1100 Euro haben die vier Grevesmühlener Apotheker für die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ gesammelt. Jedes Jahr verkaufen Stephan Holm-Bertelsen von der Stadtapotheke, Horst Nitsch von der See-Apotheke, Waldemar Gerull von der Reuter-Apotheke und Stefan Bloch von der Markt-Apotheke Kalender an ihre Kunden verbunden mit der Bitte um eine Spende für den guten Zweck.

Rekord ist aber nicht nur diese vierstellige Summe, die noch einmal als kräftiger „Nachschlag“ für die seit 1992 laufende Weihnachtsaktion angesehen werden kann. Seit 2017 ist es die größte Summe, die OZ-Leser und Freunde der Aktion spendeten. 9600 Euro sind es insgesamt, die auf den Freibadverein und die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde aufgeteilt werden. Zum Vergleich: 2017/18 lag die Spendensumme bei 7000 Euro, 2018/19 bei 6891 Euro. Vielen Dank an alle Spender!

Der Freibadverein will damit Schwimmkurse finanzieren, die Kirchgemeinde möchte spezielle Heizkissen für die Sitzbänke in der Nikolaikirche anschaffen.

„Der Kalender kam in diesem Jahr sehr gut an“, resümiert Waldemar Gerull, der hauptberuflich die Reuter-Apotheke leitet und sich ehrenamtlich als Schatzmeister im Grevesmühlener Freibadverein engagiert. „Das Thema Schwimmunterricht und die Heizung für die Kirche haben viele Leute angesprochen. Wir hatten sehr viel Resonanz auf die Aktion“, ergänzt er.

Das bestätigen auch Horst Nitsch und Stefan Bloch. „Wir brauchten keine Werbung zu machen. Die beiden Aktionen haben für sich gesprochen“, so Horst Nitsch, Inhaber der See-Apotheke. Bereits seit vielen Jahren engagieren sich die Apotheker für die Aktion und bilden traditionell gemeinsam mit Ossebo-Geschäftsführer Heiko Subat den Abschluss der OZ-Spendenaktion.

Letztgenannte gibt für jeden Teilnehmer des Neujahrsanbadens in Boltenhagen einen Euro in die Spendenbox. Auch hier ein Rekord: 408 Teilnehmer bedeuten 408 Euro. So viele Badelustige wie zuvor noch nie wagten sich am Neujahrstag in die kalten Fluten der Ostsee in Boltenhagen. Auch hier sagen wir: Vielen Dank für die langjährige Unterstützung!

Die Freude bei den Begünstigten ist groß. „Unser Ziel ist es, so vielen Kindern und Erwachsenen in Grevesmühlen das Schwimmen beizubringen, wie wir können, so dass wir nicht mehr in den Statistiken erscheinen“, erklärt Benny Andersson, Vorsitzender des Grevesmühlener Freibadvereins. 250 Menschen ließen im Jahr 2019 in Deutschland ihr Leben im Wasser – einer davon ertrank im Grevesmühlener Ploggensee.

Von dem Geld profitieren sollen nicht nur Eltern von Nichtschwimmern, sondern auch Erwachsene, die das Schwimmen nie erlernt haben. 60 Euro zahlen sie für eine Woche Unterricht und Schwimmprüfung. Durch die Spendenaktion soll der Betrag mit 25 Euro deutlich geringer ausfallen.

Geringer ausfallen sollen auch die Heizkosten für die Nikolaikirche. Für die will die Kirchgemeinde spezielle Heizkissen für die Sitzbänke anschaffen. Um 80 Prozent sollen die Kosten gesenkt werden. „Als Kirchengemeinde sind wir froh und dankbar, wie hoch die Spendenbereitschaft der Menschen war“, freut sich Pastorin Maria Harder.

Gabriele Wulff vom Geschäft „jolis cadeaux“ in Grevesmühlen überreicht Pastorin Maria Harder 150 Euro für die speziellen Sitzkissen. Quelle: Jana Franke

150 Euro für die Heizkissen

Auch über die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ hinaus finden sich immer mehr Menschen, die Geld für die speziellen Heizkissen für die Nikolaikirche in Grevesmühlen spenden – angefangen von Trauergesellschaften bis hin zu Unternehmern, wie Gabriele Wulff vom Grevesmühlener Geschäft „jolis cadeaux“.

Ihre Kunden bat sie im Weihnachtsgeschäft um eine Spende für die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde. „Es ist auch als Dank anzusehen, dass ich beim Kreihnsdörper Adventsmarkt als Unternehmerin immer so herzlich aufgenommen werde“, sagt Gabriele Wulff. Zusammengekommen war 145 Euro. Sie erhöhte um fünf Euro auf eine glatte Summe.

Pastorin Maria Harder freute sich ob der Geste. Am kommenden Wochenende berät sie gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat die weitere Vorgehensweise, wann die Heizkissen angeschafft werden. Die Investitionskosten beziffert sie auf etwa 40 000 Euro. Bezahlt werden müssen die Kissen an sich und die Arbeiten der Elektriker. Jede fest stehende Bank in der Mittelreihe soll beheizt werden. „Sofern sich der Gast auf das Kissen setzt, beginnt es zu heizen“, erklärt Maria Harder das Prozedere.

Lesen Sie auch: Nichtschwimmerin aus Grevesmühlen: Die Scham ist eigentlich das Schlimmste

Von Jana Franke und Michael Prochnow

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