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Grevesmühlen Abschied von jahrgangsgemischten Klassen
Mecklenburg Grevesmühlen Abschied von jahrgangsgemischten Klassen
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08:38 31.07.2019
Schüler der Evangelischen Inklusiven Schule in Schönberg führen in einer jahrgangsgemischten Gruppe ein „Theater der Wortarten“ auf. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Kurskorrektur an der Evangelischen Inklusiven Schule „An der Maurine“ in Schönberg. Sie ändert ihr Konzept. „Zum neuen Schuljahr verabschieden wir uns von den jahrgangsgemischten Klassen“, sagt Tobias Jarzombek, der die Bildungsstätte in Trägerschaft des Diakoniewerks im nördlichen Mecklenburg leitet. Sie führte die jahrgangsgemischten Klassen vor einem Jahrzehnt ein.

Diese Unterrichtsform hat Vor- und Nachteile. Für sie spricht: Jüngere Mädchen und Jungen können in den Klassen von älteren Kindern lernen. Davon profitieren besonders Schüler, die begabt sind. Die älteren Kinder wiederum lernen ein gutes soziales Verhalten, indem sie den jüngeren helfen. Auf der anderen Seite finden Schüler in Klassen, die nicht jahrgangsübergreifend sind, ein festeres soziales Gefüge, in dem sie sich entwickeln können. Wechsel sind seltener. Auch bietet die Alternative, die die Evangelische Inklusive Schule in Schönberg jetzt wählt, ein langfristigeres Bezugssystem, das den Kindern hilft, ihre eigene Entwicklung realistisch einzuschätzen.

Tobias Jarzombek sagt: „Wir wollen es über längere Zeit konstant halten.“ Es sei in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass die Schüler einen deutlichen Hang zu Bindungen zu Klassenleitern und Freunden haben. Jetzt wissen Eltern: Wenn ich mein Kind einschule, bleibt es lange Zeit mit den Kindern aus seinem Jahrgang zusammen. Ein weiterer Vorteil: Jetzt haben Schüler bis zur Jahrgangsstufe vier dieselbe Klassenlehrerin. Nach Auskunft des Schulleiters war das mit dem Konzept der jahrgangsübergreifenden Klassen nicht möglich. Für die neue Regelung, die für die Klassen fünf und sechs bereits seit drei Jahren gilt, spricht auch: Kinder während des laufenden Unterrichtsjahres aufzunehmen, wird erleichtert.

Die Evangelische Inklusive Schule in Schönberg verfügt über die nötige Kapazität. 186 Mädchen und Jungen besuchten sie am Ende des Unterrichtsjahres 2018/2019. Tobias Jarzombek erklärt: „Angestrebt sind im neuen Schuljahr 200.“

Die Schule sieht ihren Abschied von jahrgangsübergreifenden Klassen als „inhaltliche Korrektur“. Vorteile des bisherigen Konzeptes will sie weiter nutzen. Tobias Jarzombek sagt: „Jahrgangsgemischte Gruppen betrachten wir als einen großen Wert und das wird es auch weiter geben.“ Die Umfänglichkeit nehme ab. Beispielsweise werde es weiter gemeinsame Projekte geben. Grundfundament für die Evangelische Schule in Schönberg sei ohnehin „die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen.“

Sehr gut angenommen haben Kinder und Eltern die Ganztagsangebote bis 14.15 Uhr, die die Schule im vergangenen Unterrichtsjahr für alle Klassen eingeführt hat. Tobias Jarzombek berichtet: „Das Ganztagsangebot ist freiwillig. Es machen aber fast alle davon Gebrauch.“

Jürgen Lenz

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