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Grevesmühlen Albanienhilfe Wismar bittet um Spenden und Muskelkraft
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Albanienhilfe Wismar bittet um Spenden und Muskelkraft

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11:23 25.12.2019
12 Familien-Notunterkünfte sollen Erdbebenopfern zur Verfügung gestellt werden. Eine Unterkunft kostet 1500 Euro. Dafür werden Spenden benötigt.
12 Familien-Notunterkünfte sollen Erdbebenopfern zur Verfügung gestellt werden. Eine Unterkunft kostet 1500 Euro. Dafür werden Spenden benötigt. Quelle: privat
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Wismar/Dorf Mecklenburg/Durrës

Vor einem Monat bebte mitten in der Nacht die Erde. An der Küste Albaniens, rund um die Hafenstadt Durrës und in der Hauptstadt Tirana, wurden am 26. November die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Häuser stürzten ein, zahlreiche Menschen starben. Viele sind schwer verletzt oder haben fast alles verloren. Es war das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in dem kleinen Balkanland. Nach einem Weihnachtsfest ist vielen Menschen nicht zumute.

Not lindern

Der Christliche Hilfsverein Wismar (CHW) engagiert sich seit mehr als 25 Jahren in Albanien. „Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Diakonia Albania haben wir spontan unser Lager in Pogradec geräumt und Familienpakete, Lebensmittel, Betten und Matratzen zur Verfügung gestellt, um die erste Not zu lindern. Aber das ist erst ein Anfang“, so CHW-Chef Frieder Weinhold. Wismar und Pogradec verbindet seit diesem Jahr eine Städtepartnerschaft. Die Freundschaft besteht viel länger.

Frieder Weinhold hat sich Anfang Dezember vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Er hat festgestellt, dass den Menschen in den Städten staatlicherseits geholfen wird, dass aber die Dörfer von der Hilfe wenig oder nichts abbekommen. Weinhold: „Den Menschen dort wollen wir zur Seite stehen.“

Eine Familien-Notunterkunft kostet 1500 Euro

Frieder Weinhold, Vorsitzender des Christlichen Hilfsvereins Wismar (Bildmitte), hat sich in der Erdbebenregion ein Bild von der Notsituaton gemacht. Quelle: privat

Wie das geschehen soll, dazu hat der Gründer der Albanienhilfe Wismar klare Vorstellungen: „Da in den Dörfern viele Familien ihr Haus nicht mehr benutzen können, möchten wir in drei Dörfern je vier Familien Notunterkünfte zur Verfügung stellen. Je nach Spendeneingang könnten es eventuell mehr werden. Eine Unterkunft für eine Familie kostet 1500 Euro. Dazu kommen Transportkosten und Materialkosten für einen notwendigen Fußbodenunterbau.“

Ein junger Architekt hat bei der Suche nach Hilfsmöglichkeiten sehr geholfen. Der CHW hat bisher zwölf Notunterkünfte bestellt. Dazu kommen Materialien für den Unterbau und Heizgeräte sowie jeweils ein Vorzelt. Im Lager in Pogradec sind Doppelstockbetten und Matratzen vorrätig. Auch schon fertig gepackte Familienpakete werden mitgenommen. Als Mobiliar dienen Schultische und -stühle, die auch vorhanden sind.

Außerdem hilft der CHW bei der Lebensmittelversorgung der am schlimmsten betroffenen Familien. Der Transport wird von ehrenamtlichen Fachleuten begleitet und der Aufbau gemeinsam mit Mitarbeitern der Partnerorganisation des CHW, der Diakonia Albania, durchgeführt.

Spendenkonto

Weinhold: „Es werden noch weitere Spenden gebraucht.“ Möglich ist dies unter dem Kennwort „Erdbebenhilfe“ beim Spendenkonto bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest (IBAN: DE51 1405 1000 1200 0141 00, BIC: NOLADE21WIS).

Helfer am 7. und 8. Januar gesucht

Und der CHW benötigt dringend Helfer zum Beladen des Transportes am Lager in Dorf Mecklenburg am Abend des 7. Januar 20120 und am Vormittag des 8. Januar 2020 (info@chwev.de, Telefon 03841-2253-0.)

Über die aktuellen Entwicklungen gibt es Infos unter www.chwev.de/erdbebenhilfe und auf der Facebook-Seite www.facebook.com/CHWEV.

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Über den Autor

Von Heiko Hoffmann

24.12.2019
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