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Grevesmühlen Alle Kitas, Hort und Schulen in NWM ab Montag zu – Busverkehr fährt noch zwei Tage planmäßig
Mecklenburg Grevesmühlen

Alle Kitas, Hort und Schulen in Nordwestmecklenburg ab Montag zu - das sagt die Landrätin

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13:06 14.03.2020
Auch das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar wird ab Montag geschlossen. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Nachdem der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Hansestadt Rostock die Schließung von Schulen und Kitas bereits beschlossen hatten, ziehen nur die anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns nach. Ab Montag, 16. März, bleiben bis zum 20. April alle Schulen, Kitas und Hortbetreuungen geschlossen – auch in Nordwestmecklenburg. Das betrifft sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen: Schulen, Berufsschulen, Kindertageseinrichtungen, Horte und Kindertagespflegestellen.

Montag ist Übergangstag

Der Montag wird als Übergangstag fungieren: Eltern sollten prüfen, ob Sie eine andere Betreuungsmöglichkeit finden. Um Eltern dafür Zeit zu geben, wird laut Landesbildungsministerin Bettina Martin am Montag „kein Kind an den Betreuungseinrichtungen abgewiesen.“ Die sollte aber nur in Notfällen genutzt werden.

Das in Nordwestmecklenburg zuständige Busunternehmen Nahbus führt am Montag und Dienstag den Busverkehr planmäßig inklusive aller Schülerverkehrsfahrten durch. Über weitere Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen will sich das Unternehmen zusammen mit dem Aufgabenträger, dem Landkreis, in der kommenden Woche verständigen.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sagt zur Verfügung des Landes: „Wir sind uns bewusst, dass so umfangreiche Schließungen einen schweren Eingriff in das öffentliche Leben darstellen. Aber die Landesregierung, die Landräte und die Oberbürgermeister sind gemeinsam in einer Sondersitzung zu dem Schluss gekommen, dass es notwendig ist. Nach dem Inkrafttreten der Landesverfügung wird meine Verwaltung weiter mit Hochdruck daran arbeiten, Lösungen für alle Problemlagen zu finden, die durch diese Einschränkungen entstehen.“

Notfall-Betreuung für einige Berufsgruppe

Es wird ein Notfall-Betreuungsangebot für Kinder von Beschäftigten aus folgenden Berufsgruppen sowie in begründeten Ausnahmefällen in den jeweiligen Einrichtungen geben geben: Feuerwehr (einschließlich freiwillige Feuerwehren), Polizei, Strafvollzugdienst, Rettungsdienst, medizinische Einrichtungen, inklusive Apotheken, ambulante und stationäre Pflegedienste, stationäre Betreuungseinrichtungen (z. B. für Hilfen zur Erziehung), Kommunale und Landesbehörden, Einrichtungen und kommunale und im Ausnahmefall auch private Unternehmen, soweit notwendig pflichtige Aufgaben und Aufgaben der Daseinsvorsorge (z.B. Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, ÖPNV, Energieversorgung, Telekommunikation, Lebensmitteleinzelhandel) zwingend wahrzunehmen sind.

Betreuung von Kindern mit Behinderungen sichergestellt

Die Notfallbetreuung gilt für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege sowie für Schulkinder der Jahrgangstufen 1 bis 6, deren Eltern oben genannten Berufsgruppen angehören und nur bei dringendem Bedarf. Können andere Möglichkeiten der Betreuung gefunden werden, sind diese vorrangig zu nutzen.

Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen soll unabhängig vom Alter und der Beschäftigungssituation der Eltern weiter sichergestellt werden.

Der Landkreis bittet auch Bürgerinnen und Bürger, die in diesen Berufen arbeiten, sorgfältig zu prüfen, ob sie das Notfallangebot in Anspruch nehmen müssen, oder anderweitige Betreuungsmöglichkeiten genutzt werden können.

Auf keinen Fall sollten Kinder jedoch zu älteren Menschen, wie zum Beispiel den Großeltern, gebracht werden. Ältere Menschen sind bei einer Ansteckung einem erhöhten Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt.

Sämtliche verfügten Schließungen gelten zunächst bis zum 20. April. Bedienstete des Landes und der Schulträger sowie aller weiteren Träger haben sich am Montag regulär in ihren Einrichtungen einzufinden, damit die Notfallbetreuung durch die Leitung umgesetzt werden kann. Die Leitung muss sicherstellen, dass die Einrichtung zu ihren bisher gültigen Zeiten erreichbar ist.

Appell an Unternehmer

An die Unternehmer und Arbeitgeber richtet Landrätin Kerstin Weiss folgende Bitte: „Ein normaler Geschäftsbetrieb wird in vielen Branchen für die Zeit der Pandemie-Bekämpfung nur schwer möglich sein. Ich bin mir sicher, dass die Unternehmen im Landkreis ruhig und mit Umsicht, aber doch sehr verantwortungsbewusst die anstehenden Probleme lösen werden. Es gibt bereits angekündigte Hilfen vom Land oder Lockerungen zum Thema Kurzarbeitergeld; weitere Unterstützung ist von Bundes- und Landesebene angekündigt. Niemand sollte durch die Bekämpfung einer Pandemie, die uns alle betrifft, seine Arbeit verlieren oder in eine wirtschaftliche Notlage geraten.“

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Von Kerstin Schröder

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