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Grevesmühlen 14-Jährige völlig betrunken in Grevesmühlen gefunden – Notarzt!
Mecklenburg Grevesmühlen 14-Jährige völlig betrunken in Grevesmühlen gefunden – Notarzt!
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15:45 25.04.2019
Die Skaterbahn am Ploggensee in Grevesmühlen. Hier hat sich eine 14-Jährige so betrunken, dass der Notarzt gerufen werden musste. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Rettungseinsatz für ein minderjähriges Mädchen am Mittwoch in Grevesmühlen: Die 14-Jährige musste ärztlich behandelt werden, weil sie offenbar Alkohol getrunken hatte. Jugendliche hatten den Notruf gewählt, weil das Mädchen dringend ärztliche Hilfe benötigte.

Auch die Polizei war vor Ort. Nach OZ-Informationen war das 14-jährige Mädchen nicht die einzige Minderjährige, die am Mittwoch an der Skaterbahn Alkohol getrunken hat. Die Schülerin wurde mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme des Wismarer Klinikums gebracht. Zeugenaussagen zufolge soll das Mädchen unter anderem Wodka getrunken haben, als die Rettungskräfte eintrafen, übergab sie sich ständig. Unklar ist, ob sie auch Drogen konsumiert hat.

Polizei findet immer wieder jugendliche „Komasäufer“

Für die Rettungskräfte und Polizisten sind solche Einsätze in Grevesmühlen zwar keine Routine, die Ausnahme allerdings seien sie auch nicht, wie eine Nachfrage der OZ ergab. So müssten immer wieder Jugendliche, die beim sogenannten „Komasaufen“ die Kontrolle verloren haben, in die Notaufnahme gebracht werden.

Bekannte Treffpunkte der Jugendlichen in der Stadt sind der Rastplatz am Westufer des Vielbecker Sees am Pelzerhain und die Bürgerwiese. Dass der Rettungswagen an einem Nachmittag zur Skaterbahn gerufen werde, sei eher ungewöhnlich, hieß es dazu.

Jugendzentrum seit Wochen geschlossen – kein Personal

Auch im Grevesmühlener Rathaus ist das Problem durchaus bekannt. Wie Grevesmühlens Pressesprecherin Regina Hacker auf Nachfrage mitteilte, bestehe das Problem im Moment darin, dass die offene Jugendarbeit in der Stadt nicht geleistet werden können. 2018 war das Jugendzentrum und damit die Betreuung der Jugendlichen an einen Träger übertragen worden, die Diakonie hatte sich am Ende gegen den DRK-Kreisverband durchgesetzt. Doch schon nach wenigen Monaten musste die Diakonie den Betrieb des Jugendzentrums, das sich im Bürgerbahnhof befindet, einstellen. Der Grund: Beide Sozialarbeiterinnen hatten gekündigt. Seit Jahresbeginn ist das Jugendzentrum dicht.

Und noch ist unklar, wann sich dieser Zustand ändert. Regina Hacker: „Seitdem bemühen wir uns gemeinsam mit dem Träger sehr intensiv um eine Neubesetzung der freien Stellen. Das Problem ist, dass die von der EU geförderten Stellen besondere Anforderungen besitzen und die bishwerigen Bewerber ausnahmslos diese Voraussetzungen nicht erfüllten.“

Eltern sind in der Pflicht zur Prävention

Dabei werden Sozialarbeiter auf den Straßen dringend gebraucht. Der Fall der betrunkenen 14-Jährigen von Mittwoch ist zwar die Ausnahme, die Regel hingegen sind Probleme vor allem auf der Bürgerwiese. Seit einigen Tagen räumt der Bauhof dort regelmäßig den Müll weg, den offenbar feiernde Jugendliche hinterlassen haben. „Das Ordnungsamt der Stadt hat seine Kontrollgänge in den uns bekannten Schwerpunkten jüngst intensiviert und steht hierzu auch im regen Kontakt mit der hiesigen Polizei“, so die Stadtsprecherin.

Allerdings weist Regina Hacker in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Prävention in erster Linie Sache des Elternhauses sei. „Wir sehen aber ausdrücklich vor allem die Eltern der Kinder und Jugendlichen in der Pflicht, sie über die Gefahren von Alkohol aufzuklären, Regeln aufzustellen und auch zu kontrollieren. Wenn das Ordnungsamt der Stadt oder gar die Polizei einschreiten muss, ist es viel zu spät.“

Michael Prochnow

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