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Grevesmühlen Zweiter Wahlgang für Bürgermeister im Ostseebad
Mecklenburg Grevesmühlen Zweiter Wahlgang für Bürgermeister im Ostseebad
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14:00 27.05.2019
In Boltenhagens Ortszentrum am Kurpark stehen alte Häuser. Quelle: Cosima Künzel
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Boltenhagen

 Die Bürgermeisterwahl im Ostseebad Boltenhagen ist noch nicht abgeschlossen. Am Sonntag, 16. Juni, kommt es dort zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Christian Schmiedeberg und Herausforderer Raphael Wardecki.

„Ich bin überhaupt nicht überrascht vom Ergebnis“, sagt Christian Schmiedeberg nach dem Wahlsonntag. Das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl besagt, dass er 44,93 Prozent der Stimmen erhalten hat, Raphael Wardecki (Grüne) mit 38,10 Prozent knapp dahinter liegt und Kay Grollmisch (FUB) mit 236 Stimmen 16,97 Prozent erhalten hat.

Wahlergebnisse in Boltenhagen

Bürgermeisterwahl Boltenhagen:

Christian Schmiedeberg (Einzelbewerber): 44,93 %

Raphael Wardecki (Bündnis90/Grüne): 38,10 %

Kay Grollmisch (FUB): 16,97 %

Die Stichwahl zwischen Christian Schmiedeberg und Raphael Wardecki findet am Sonntag, 16. Juni, statt.

Gemeindevertretung:

CDU: 35,87 %

Bündnis90/Grüne: 21,07 %

SPD: 14,43 %

FUB: 8,29 %

AfD: 7,62 %

Die Linke: 7,17 %

Boltenhagener Hanse: 3,99 %

FDP: 1,58 %

Wahlbeteiligung: 64,37 %

„In Boltenhagen hat es doch fast schon Tradition, dass es um das Amt des Bürgermeisters eine Stichwahl gibt“, sagt Schmiedeberg, der als Einzelkandidat für den Bürgermeisterposten, aber auf der Liste der CDU als Gemeindevertreter kandidiert hat. 2014 hatte er die Stichwahl gegen Olaf Claus für sich entschieden.

Christian Schmiedeberg ist gespannt auf die Stichwahl in Boltenhagen an. Quelle: Privat

Die Christdemokraten sind in Boltenhagen mit 1502 Stimmen (35,87 %) die stärkste Fraktion und werden voraussichtlich vier Sitze in der Gemeindevertretung haben. „Ich freue mich, dass die Bürger mir und der CDU das Vertrauen geschenkt haben“, sagt Schmiedeberg. „Ich freue mich auch, dass die Linke und die SPD wieder dabei sind. Die Bürger setzen offenbar doch auf das Bewährte“, sagt er. „Ich finde es aber auch schade, dass es wahrscheinlich für die jüngeren Kandidaten nicht so geklappt hat“, sagt er. Eventuell gebe es für sie aber in Ausschüssen Möglichkeiten der Mitarbeit.

Mit „dem Bewährten“ möchte Christian Schmiedeberg in den nächsten drei Wochen vor der Stichwahl für sich werben. „Wir werden mit den Leuten reden und ihnen auch erklären, welche Vorteile es hat, den bewährten Bürgermeister wiederzuwählen. Ich kenne mich zum Beispiel im Verwaltungsbereich gut aus und habe Erfahrung in den Gesprächen mit Ministerien. In diesen Bereichen hat mein junger Konkurrent nur ganz wenig Erfahrungen“, sagt Christian Schmiedeberg. Er hofft aber, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl wieder so hoch wird wie am Sonntag.

Raphael Wardecki (Bündnis90/Grüne) will in Boltenhagen Bürgermeister werden. Quelle: Malte Behnk

Raphael Wardecki ist mit 28 Jahren zwar jung, er ist erst im Januar nach Boltenhagen gezogen und er war noch nicht in der Politik aktiv – aber er hat von allen einzelnen Kandidaten für die Gemeindevertretung im Ostseebad die meisten Stimmen erhalten. Der Grünen-Politiker bekam 678 und Christian Schmiedeberg als zweitbester Kandidat erhielt 567 Stimmen.

„Ich sehe die Stimmen bei der Bürgermeisterwahl als einen Vertrauensvorschuss an“, sagt Wardecki nach der Wahl. „Ich bin auch froh über das sehr positive und überraschende Ergebnis für die Gemeindevertretung“, sagt Wardecki über die drei Sitze, welche die Grünen voraussichtlich haben werden. „Wir haben hier Pionierarbeit geleistet“, sagt er über die Mitglieder des neu gegründeten Ortsvereins. „Grüne Politik hat es bisher in Boltenhagen nicht gegeben“, sagt Wardecki, der das Ostseebad schon seit vielen Jahren kennt, weil er mit seiner Familie mehrfach im Jahr hier Urlaub machte und auch seine Eltern in Boltenhagen geheiratet haben.

Malte Behnk

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