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Grevesmühlen Breitbandausbau: Im März 2019 geht’s los
Mecklenburg Grevesmühlen Breitbandausbau: Im März 2019 geht’s los
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00:00 07.09.2018
Kirchdorf

Lange wurde auf den Breitbandausbau für schnelles Internet in Nordwestmecklenburg gewartet, jetzt soll es Schlag auf Schlag gehen. Beispiel Insel Poel. Den Gemeindevertretern wurde das Vorhaben in dieser Woche vom Dienstleister Wemag vorgestellt, schon Ende des Monats oder im Oktober gibt es eine Einwohnerversammlung. Und: „Ende März/Anfang April 2019 soll es losgehen. Bis Ende 2020 wollen wir den Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg abschließen“, so Wemag-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

Ende März/Anfang April 2019 soll es losgehen. Bis Ende 2020 wollen wir den Breitbandausbau in Nordwestmecklen- burg abschließen. Michael Hillmann Vertriebsleiter Wemag Quelle: Foto: Wemag

Die Wemacom, ein Tochterunternehmen des Energieversorgers Wemag, hat den Zuschlag für den Ausbau in Nordwestmecklenburg erhalten. Insgesamt sollen in den 81 Gemeinden rund 2000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Von den rund 60000 Anschlüssen werden etwa 41000 gefördert. Auf Poel sind es 99 Prozent, hinter 17 Adressen stehe ein Fragezeichen.

Bis 2020 soll jeder Haushalt im Landkreis mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung haben. Ausgenommen Wismar und Gebäude, wo bereits mehr als 30 Mbit/s anliegen.

Wemag-Vertreter eilen in diesen Tagen von Sitzung zu Sitzung der Gemeindevertreter. Poel, Hohenkirchen, Blowatz und Zierow in dieser Woche, Klütz, Thandorf, Gägelow, Kalkhorst und Boiensdorf in der nächsten. Und so geht es weiter. Die Zeitschiene, so Hillmann, sei sportlich, aber machbar. Planer und Tiefbaufirmen seien für den Breitbandausbau gebunden worden. Der Vertriebsleiter hofft auf zügige Baugenehmigungen.

Die Nutzer können sich in den nächsten Wochen Gedanken machen, ob sie beim Breitbandausbau mitmachen und wenn ja, wann und wie. Die Preismodelle liegen auf dem Tisch. In der Planungsphase, also voraussichtlich bis Ende März 2019, ist der Hausanschluss kostenlos. Das schließt 15 Meter auf dem Grundstück ein. Jeder zusätzliche Meter kostet 50 Euro, bei Eigenleistung (Graben ausheben) zehn Euro.

Der Haken: Kostenlos ist das nur dann, wenn der Haushalt auch einen sogenannten Hausanschlussvertrag für Internat und/oder Telefon mit der Wemag abschließt. Während der Bauphase fallen für die Verlegung 199 Euro an, während der Betriebsphase sind es dann 1299 Euro. „Sofern kein Dienste-Vertrag abgeschlossen wird, liegen die Kosten für den Hausanschluss darüber“, so die Wemag. Diese optionale Variante kostet in der Planungsphase 599 Euro, später 2499 Euro.

Fest stehen auch die Konditionen für Privat- und Gewerbekunden. Private Haushalte zahlen für 50 Megabit pro Sekunde im ersten Jahr 29,99 Euro monatlich, danach 39,99 Euro im Monat (Tarif: Wemag Surf-Basis). Telefon und TV können optional dazu gebucht werden für monatlich 4,99 (Basistarif) beziehungsweise 17,99 Euro. Bei einem Glasfaser-Router kommen weitere Kosten hinzu. Standard ist eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 29,99 Euro. Die Wemag lockt mit einem monatlichen Rabatt von fünf Euro für Strom- oder Erdgaskunden.

Neben dem Basis-Tarif für das Internet gibt es noch die Tarife Komfort (100 Mbit/s, ab dem 13. Monat 44,99 Euro) und Premium (500 Mbit/s, ab dem 13. Monat 94,99 Euro).

Mit dem Breitbandausbau soll in den Bereichen Insel Poel, Neuburg, Boiensdorf, Blowatz sowie Klütz und Boltenhagen zuerst begonnen werden. Der Poeler Gemeindevertreter Falk Serbe (SPD) äußerte Bedenken, weil mit dem Ausbau viele Straßen und Wege aufgerissen und dann hoffentlich auch wieder ordnungsgemäß hinterlassen werden. Brigitte Schönfeldt (SPD) meinte in Richtung Wemag: „Sie zwingen uns im Prinzip, den Anbieter zu wechseln.“ Auch Doris Hildebrandt (Linke) sieht eine Monopolstellung.

Bund und Land fördern den Breitbandausbau in NWM mit 178 Millionen. Wemag bzw. Wemacom hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten. Das Unternehmen mit Sitz in Schwerin beteiligt sich an dem Ausbau mit 15 Millionen Euro. Unkonkret sind bisher Angaben, wie einem Mitbewerber der Zugang zum Netz gewährleistet wird.

Ohne Wismar

Wismar erhält keinen Cent aus dem

Fördertopf. Denn die Kreisstadt gehört nicht zum Fördergebiet. Der Grund ist

die Förderrichtlinie des Bundes, der den größten Teil der finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. Und dort heißt es, dass der Ausbau nur dort gefördert werde, wo weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Diese Grenze soll fallen, so Bürgermeister Thomas Beyer. Das sei längst überfällig. Der Landkreis hat angeboten, dann die

Koordination, wie jetzt für alle anderen

Gemeinden, zu übernehmen. Einen konkreten Termin, wann der Breitbandausbau Wismar erreicht, gibt es noch nicht. Zeitnah, heißt es.

Heiko Hoffmann

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