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Grevesmühlen Fachkräfteausbildung: DRK kooperiert mit der Hochschule Wismar
Mecklenburg Grevesmühlen

DRK kooperiert mit Wismarer Fernhochschule

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09:58 23.01.2020
Dagmar Hoffmann, Geschäftsführerin von Wings, mit Thilo Rau (rechts) und Bodo Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule. Quelle: privat
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Grevesmühlen/Wismar

Die DRK Soziale Betreuungsdienste M-V Dienste gGmbH, die unter anderem in Grevesmühlen und Mühlen Eichsen Einrichtungen für Menschen mit psychischen Problemen, die gleichzeitig suchtkrank sind, betreibt, geht bei der Suche nach Fachkräften neue Wege. In dieser Woche wurde eine Vereinbarung mit der Wings-Fernhochschule in Wismar unterzeichnet. Denn: Der regionale Fachkräftemarkt ist leergefegt, das bekommt auch das DRK zu spüren. Bereits seit Jahren bilden die Sozialen Betreuungsdienste M-V gGmbH ihre Mitarbeiter zu Fachkräften in der Sozialpsychiatrie weiter. Doch Akademiker in diesem Bereich zu finden, die sich auch längerfristig an einen Arbeitgeber der Region binden möchten, sei schwierig. „Eine Änderung der Situation ist eher unwahrscheinlich. Daher ist eine Initiative notwendig, um das vorhandene Personal entsprechend der künftigen Erfordernisse zu qualifizieren", sagt Thilo Rau, Geschäftsführer der DRK Soziale Betreuungsdienste M-V gGmbH.

Um das zu ändern haben Wings, der bundesweite Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar, die Hochschule und die DRK Soziale Betreuungsdienste M-V gGmbH einen Kooperationsvertrag vereinbart. Noch in diesem Jahr werden sechs DRK-Mitarbeiter berufsbegleitend ihr Bachelor-Fernstudium bei Wings beginnen. „Die Kooperation soll die Attraktivität des DRK steigern, sodass bereits vorhandene Fachkräfte nicht nur weiter befähigt werden, sondern uns auch erhalten bleiben“, so Rau. Der entscheidende Vorteil der Kooperation: Wings bietet auch Mitarbeitern ohne Abitur die Möglichkeit, mittels der sogenannten Hochschulzugangsprüfung (HZP), ihr Online- oder Fernstudium zeitnah zu beginnen. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft und die neuen Studierenden aus den Reihen des DRK“, sagt Dagmar Hoffmann, Geschäftsführerin von Wings.

Um welchen Abschluss geht es?

Jetzt geht es um die Abschlüsse B.A. (Management sozialer Dienstleistungen), später auch Berufsbetreuer. Nach Angaben des DRK sollen auch die weiteren akademischen Weiterbildungsangebote der Wings genutzt werden. Das Studium ist ein Online-Studium und findet berufsbegleitend statt.

Bezieht sich die Kooperation nur auf das gesamte DRK?

Nein, wie Thilo Rau erklärt, sei die Kooperation vorerst allein der DRK Soziale Betreuungsdienste M-V gGmbH vorbehalten. Es sei aber nicht auszuschließen, dass auch der Kreisverband sich dieser anschließt. Hier lohnt es sich, mit Herrn Ekkehard Giewald (Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes NWM, Anm. d. Red.) zu sprechen.

Wie wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter nach dem BA auch beim DRK verbleiben?

Laut Thilo Rau werde es keine „Knebelverträge“ geben. Diese seien arbeitsrechtlich auch eher ein Problem als eine Lösung. Stattdessen soll weiter an der Attraktivitätssteigerung der Einrichtungen gearbeitet werden. „Dann schaffen wir es auch, unsere dann akademisch geschulten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu halten. Beispielsweise sind die Gehälter in den letzten sieben Monaten um 11,44 Prozent gestiegen.“ Zudem gilt für alle Angestellten die Regelung von 30 Urlaubstagen pro Jahr hinzu kommen pro Halbjahr jeweils noch ein Familientag. Dazu kommen Angebote für Fort- und Weiterbildungen.

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