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Grevesmühlen Dassow baut auf: Zwei Tage Markt
Mecklenburg Grevesmühlen Dassow baut auf: Zwei Tage Markt
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00:00 26.11.2014
Günter Klasczinski (46), Peter Stuppy (58) und Dirk Zawadzinski (45) bauen Buden für den Weihnachtsmarkt in Dassow auf.
Günter Klasczinski (46), Peter Stuppy (58) und Dirk Zawadzinski (45) bauen Buden für den Weihnachtsmarkt in Dassow auf. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Dassow

Dassow, zwei Grad, die Bude hält. Kälte und Feuchtigkeit kroch gestern den Stadtarbeitern in die Klamotten. Warm wurde ihnen trotzdem. Günter Klasczinski (46), Peter Stuppy (58) und Dirk Zawadzinski (45) montierten zehn Hütten für den Weihnachtsmarkt, zu dem am kommenden Wochenende die Stadt und die Kirchengemeinde einladen. Schauplatz ist zum zweiten Mal das Gelände an der Sankt-Nikolai-Kirche. Dort öffnet der Weihnachtsmarkt am Sonnabend, 29. November, um 14 Uhr.

„Der Weihnachtsmarkt an der Kirche kam bei den Leuten gut an“, sagt Peter Stuppy. Bis 2012 fanden die Dassower ihren Weihnachtsmarkt auf dem Lindenkrugparkplatz. Pastor Ekkehard Maase sagte, der Wechsel an die Kirche sei „eine Rückbesinnung auf das, was Weihnachten wirklich ist.“ Der Markt passe hervorragend an das geschichtsträchtige Gotteshaus. Es wird während des Weihnachtsmarktes für Besucher geöffnet sein. Der Pastor lädt zu Führungen ein. Um 17 Uhr beginnt in der Kirche eine Andacht, bei der die erste Adventskerze entzündet wird.

Dann liegt die Eröffnung des Weihnachtsmarktes drei Stunden zurück. Für Unterhaltung sorgen Schützlinge der Kita „Deichspatzen“ und Schüler aus Dassow mit Liedern und Tänzen. An Ständen werden Essen, Getränke, Süßigkeiten, Bücher, Holzarbeiten und Gemälde zu haben sein. Der Verein „Spielplatz Rosengarten“ organisiert einen Auftritt des Weihnachtsmanns.

Am ersten Advent lädt die Kirchengemeinde Dassow um 10 Uhr zum Familiengottesdienst mit anschließendem „Kirchenkaffee“ ein. Der Weihnachtsmarkt öffnet am Sonntag um 14 Uhr.

Im vorigen Jahr fiel der Dassowerin Kerstin Weiss, mittlerweile Landrätin in Nordwestmecklenburg, auf, dass zwar der Weihnachtsbaum auf dem Lindenkrugparkplatz prächtig beleuchtet war, aber nicht der Baum an der Kirche. „Es sind schönes Plätze, deshalb wäre es schade, wenn man auf einen beleuchteten Baum verzichten müsste“, sagt Kerstin Weiss. Für beide Bäume hatte die Stadt nicht genügend Lichterketten. Bisher. Kerstin Weiss hat nun Lichterketten im Wert von 550 Euro gespendet. „Das mache ich als Privatperson“, erläuterte die Dassowerin während der Übergabe an Peter Stuppy. Er bedankte sich im Namen der Stadt. Über die geschenkten Lichterketten sagt er: „Sie sind variabel einsetzbar.“ Mit den Lichterketten könnten nicht nur die Weihnachtsbäume beleuchtet werden. Es sei mit ihnen auch möglich, die Spitze der Kirche zu erhellen.

Gebaut und ausgebrannt
800 Jahre alt ist der Backsteinchor der Sankt-Nikolai-Kirche in Dassow — und damit der älteste Teil des Gotteshauses. Das Kirchenschiff aus Granitquadern ist rund ein Jahrhundert jünger. Der Turm aus Backsteinen entstand im 16. Jahrhundert.

1632 brannte die Kirche aus. Adlige aus Dassow und Umgebung statteten sie neu aus. jl



Jürgen Lenz