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Grevesmühlen Dassow kommt ins Fernsehen
Mecklenburg Grevesmühlen Dassow kommt ins Fernsehen
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08:00 30.08.2019
Drei Macher des Films „Fischer sucht Frau“: Sebastian Fräsdorf als Alex (l.), Cornelia Gröschel als Marie und Regisseur Sinan Akkus. Quelle: ARD Degeto/George Cifteli
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Dassow

Ein Hauch von Hollywood wehte im Herbst 2017 durch Dassow. Eine Filmcrew drehte in der Stadt Szenen für „Fischer sucht Frau“. Jetzt steht fest, wann die Komödie deutschlandweit zu sehen sein wird. Die ARD Degeto Film GmbH kündigte den Termin auf Anfrage an: „Fischer sucht Frau“ wird am 4. Oktober ab 20.15 Uhr im Ersten auf dem Sendeplatz der Fernsehreihe „Endlich Freitag im Ersten“ ausgestrahlt. Zahlreiche Dassower warten seit Langem auf die Ausstrahlung.

Die Reihe „Endlich Freitag im Ersten“ steht laut Christine Strobl, Geschäftsführerin ARD-Degeto, für „die Freude, die man mit diesem Tag verbindet.“ Der Freitag markiere für die meisten Zuschauer den Beginn des Wochenendes. Das gute Gefühl, das dabei entsteht, wolle die ARD mit ihrer Reihe vermitteln. Christine Strobl erläutert: „Jeder Freitagsfilm soll das Fernsehpublikum im besten Sinne unterhalten und gut gelaunt ins Wochenende begleiten.“

In diese Reihe passt „Fischer sucht Frau“ sehr gut. Der Film verspricht leichte Unterhaltung. Die ARD kündigt an: „Die Komödie bietet eine frische Brise norddeutschen Humors, pfiffige Dialoge und liebevoll gezeichnete Charaktere.“

Drehort Mecklenburg-Vorpommern

Weltbekannte Filme sind teilweise in Mecklenburg-Vorpommern entstanden. 1922 drehte Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau in Wismar einige Szenen für einen der ersten Horrorfilme: „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“. Zu Beginn ist der Wasserkunst-Brunnen auf dem Markt zu sehen. Der Innenhof der Heiligen-Geist-Kirche ist mehrmals Ort des gruseligen Geschehens.

2008 drehte der österreichische Regisseur Michael Hanecke den Film „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“ teilweise in Johannstorf bei Dassow. Ein Schauplatz für die Handlung, die vor dem Ersten Weltkrieg spielt: das ehemalige Gut Johannstorf. Der Film wurde 2009 mit der Goldenen Palme, dem Hauptpreis des Filmfestivals in Cannes, ausgezeichnet.

2009 drehte Regisseur Roman den Politthriller „Der Ghostwriter“ teilweise auf Usedom. In den Hauptrollen: Ewan McGregor, Pierce Brosnan und Kim Cattrall.

2015 nutzte Regisseur Matthew Vaughn das Schweriner Schloss für die Agentenkomödie „Kingsman: The Golden Circle“. Im Film ist es nicht das Schweriner Schloss, sondern der schwedische Königspalast. In der internationalen Produktion spielen Colin Firth, Julianne Moore, Halle Berry, Elton John, Channing Tatum und Jeff Bridges.

Ein kurzer Ausschnitt ist bereits im Trailer der Reihe „Endlich Freitag im Ersten“ zu sehen. Die Handlung: Alex, gespielt von Sebastian Fräsdorf steht kurz davor, in seiner Wahlheimat Hamburg sein eigenes Ding zu machen und ein IT-Unternehmen zu gründen. Ausgerechnet jetzt fordert ihn das Sozialamt auf, für die Pflege seines Vaters Fred, gespielt von Uwe Rohde, aufzukommen. Wenn Alex wirklich zahlen muss, fehlt ihm das Startkapital fürs eigene Geschäft. Sein Plan, mit dem Verkauf des Elternhauses die Pflege zu finanzieren, stößt beim Vater auf erbitterten Widerstand. Auch die Lage des Hauses ist ein Problem. Im Fischerort Stresund gehen die Lichter nach und nach aus, weil es an Frauen fehlt. Sie sind entweder vergeben, verstorben oder weggezogen. Nur Alex’ Jugendliebe Marie ist noch da. Zum Glück ist sie weder verlobt, noch verheiratet. Aber auch sie will sich auf keinen der Herren einlassen. Also muss Alex irgendwie Frauen herschaffen, um Stresund für Neubürger attraktiv zu machen und sein Elternhaus verkaufen zu können.

Was im Film Stresund sein soll, das ist neben anderen Drehorten auch Dassow. Während der Filmaufnahmen hing über dem Eingang eines Hauses in der Lübecker Straße ein Schild mit der Aufschrift „Bürgeramt Stresund“. Ein Nachbarhaus war ausgeschildert als „Die Möwin, Kneipe und Festsaal“. Die Lübecker Straße wurde für die Dreharbeiten von der B 105 bis zur Hausnummer 70 für mehrere Stunde voll gesperrt und auf beiden Straßenseiten ein Halteverbot eingerichtet. Andere Straßen im alten Stadtkern von Dassow waren kurzzeitig gesperrt.

Cornelia Gröschel, die 2017 in „Fischer sucht Frau“ mitspielte, ist inzwischen deutschlandweit als Dresdner „Tatort“-Kommissarin bekannt. Quelle: MDR/Daniela Incor

In „Fischer sucht Frau“ spielt Cornelia Gröschel die Jugendliebe von Alex. Die 31-jährige Darstellerin ist mittlerweile einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Sie übernahm 2018 im „Tatort“ aus Dresden die Nachfolge von Alwara Höfels als neue Ermittlerin.

Der Film „Fischer sucht Frau“ wird nach Auskunft der ARD-Degeto dreimal auf dem Fernsehsender One wiederholt: am 10. Oktober um 14.15 Uhr, am 11. Oktober um 7.30 Uhr und am 13. Oktober um 11 Uhr. One ist ein Zusatzangebot der ARD. Das Programm ist frei empfangbar.

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Von Jürgen Lenz

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