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Grevesmühlen Dassower Jubiläumsschau der schönsten Vögel
Mecklenburg Grevesmühlen

Dassower Jubiläumsschau der schönsten Vögel

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13:40 08.01.2020
Rassegeflügelzüchter Peter Kröppelin (67) hält ein Sussex-Huhn in den Armen. Er züchtet seit über einem halben Jahrhundert. Quelle: Jürgen Lenz
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Dassow

Peter Kröppelin ist Züchter in dritter Generation. Sein Großvater Friedrich Kröppelin war einer von drei Männern, die den Rassegeflügelzuchtverein Dassow nach dem Ersten Weltkrieg wiedergründeten. Auch Peter Kröppelins Vater, der ebenfalls Friedrich hieß, gehörte der Gemeinschaft der Züchter an. Am Sonnabend und Sonntag lädt sie zu einer Jubiläumsschau ein. Der Anlass: 100 Jahre Rassegeflügelzuchtverein Dassow. Besucher sind herzlich willkommen. Geöffnet ist die Jubiläumsschau am 11. Januar von 9 bis 17 Uhr und am 12. Januar von 9 bis 16 Uhr in der Dornbuschhalle, Rudolf-Breitscheid-Straße 50.

Peter Kröppelin leitet die Ausstellung. Nach seiner Auskunft präsentieren Züchter aus Nordwestmecklenburg und Lübeck rund 300 Vögel. „Wir haben diesmal relativ viel Wassergeflügel“, erläutert Peter Kröppelin. Züchter zeigen aber auch zahlreiche Hühner und Tauben.

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Für die Mitglieder des traditionsreichsten Vereins in Dassow ist die Ausstellung der Höhepunkt des Jahres. Sie ist aber mit viel Arbeit verbunden. Am Mittwoch begannen die Geflügelfreunde, die Ausstellung in der Dornbuschhalle aufzubauen. Am Freitag begrüßen sie vier Preisrichter, die die Tiere bewerten. Zwei Fachleute kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, zwei aus Schleswig-Holstein. „Die ersten fangen Freitagfrüh um halb sieben an“, erklärt Peter Kröppelin. Ein Preisrichter macht sich auf einen besonders weiten Weg. Er fährt am Freitag von Demmin nach Dassow.

Die Höchstnote, die er und seine Kollegen zu vergeben haben, ist „vorzüglich“. Dafür muss ein Vogel nach der Sichtung von Form, Farbe und Größe mindestens 97 Punkte bekommen. Theoretisch möglich sind 100 Punkte. Für 96 Punkte gibt’s das Prädikat „hervorragend“, für 95 „sehr gut“, für 92 „gut“, für 90 „befriedigend“.

20 Rassegeflügelzüchter haben sich im Dassower Verein zusammengeschlossen. Die meisten wohnen nach Peter Kröppelins Auskunft in der Stadt und in den Ortsteilen, die zu ihr gehören. „Wir haben einen gut arbeitenden Vorstand“, sagt der Ausstellungsleiter.

Der 67-Jährige ist auch Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins in Dassow. 1990 übernahm er den Posten. 2015 gab er den Vorsitz an Andreas Moll ab. Seit vorigen Jahr leitet wieder Peter Kröppelin den Verein.

Die Mitglieder treffen sich regelmäßig zu Versammlungen. Alljährlich machen sie beim Heimat- und Vereinsfest in Dassow mit. Im Herbst steht für sie eine Tierbesprechung auf dem Programm. Dann schätzen Preisrichter ein, welche Vögel sich zur weiteren Zucht eignen und welche nicht.

Peter Kröppelin züchtet seit seinem zehnten Lebensjahr. Er bevorzugt Hühner und Tauben. „Es ist ein lebendiges Hobby“, sagt er über die Geflügelzucht. Was macht ihm Spaß? Er antwortet: „Die Arbeit mit Tieren auf jeden Fall, die Vielfalt der Rassen und Farben, das Aufwachsen der Jungtiere und natürlich der Wettbewerb.“

Dankbar sind die Mitglieder des Vereins den Sponsoren und der Stadt Dassow. Sie stellt die Dornbuschhalle zur Verfügung. In deren Kultursaal bietet der Verein Essen und Getränke an. Auch werden die Besucher die Möglichkeit haben, Vögel zu kaufen.

Wann Geflügelzüchter den Verein in Dassow zum ersten Mal gegründet haben, ist nicht bekannt. Vermutlich in den 90er-Jahren des 19. Jahrhundert. Nachgewiesen ist 1920 als Jahr der Wiedergründung. Weil alle anderen Zeitangaben nicht sicher sind, feiert der Verein jetzt sein hundertjähriges Bestehen.

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Von Jürgen Lenz