Herrnburg - Ein Stier am Tor zu Mecklenburg? – OZ - Ostsee-Zeitung
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Grevesmühlen Ein Stier am Tor zu Mecklenburg?
Mecklenburg Grevesmühlen Ein Stier am Tor zu Mecklenburg?
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02:24 14.02.2014
Der Künstler Claus Görtz (50) hat zwei Modelle für eine Metallskulptur gestaltet, die in lebensgroßer Ausführung am „Tor zu Mecklenburg“ zwischen Lübeck und Herrnburg stehen könnte. Seit dem Jahr 2000 arbeitet Görtz in einem Werkstattatelier in Schattin.
Der Künstler Claus Görtz (50) hat zwei Modelle für eine Metallskulptur gestaltet, die in lebensgroßer Ausführung am „Tor zu Mecklenburg“ zwischen Lübeck und Herrnburg stehen könnte. Seit dem Jahr 2000 arbeitet Görtz in einem Werkstattatelier in Schattin. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Herrnburg

Kraftvoll und selbstbewusst steht er da: der Mensch mit Stierkopf, den der Künstler Claus Görtz aus Metall geschaffen hat. „Der Minotaurus wird jetzt Mecklotaurus“, sagt der 50-jährige Bildhauer und lacht. Sein „Mecklotaurus“ ist eins von zwei Modellen für eine lebensgroße Skulptur. Sie könnte künftig im Zentrum des Kreisverkehrs stehen, den Arbeiter im vorigen Jahr auf dem früheren Grenzstreifen zwischen dem Lüdersdorfer Ortsteil Herrnburg und der östlichen Stadtgrenze von Lübeck gebaut haben. Die Reaktion der Lüdersdorfer Gemeindevertreter auf Görtz‘ Vorhaben ist einhellig: Sie befürworten es.

Öd und leer wirkt bisher der Kreisverkehr, den Autofahrer Tag für Tag auf dem Weg von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern und in umgekehrte Richtung passieren. Kunst könnte ihn verschönern und Zeichen setzen. Doch was wäre an diesem „Tor zu Mecklenburg“ das Passende? Dazu hat sich mit Claus Görtz ein Künstler Gedanken gemacht, von dem bereits zahlreiche Werke in der Öffentlichkeit zu sehen sind, darunter Skulpturen vor der „Passat“ in Travemünde, an der Musikhochschule in Lübeck und auf dem früheren Grenzstreifen unweit des Lüdersdorfer Ortsteils Schattin, wo der 1963 in Münster geborene Bildhauer seit dem Jahr 2000 lebt. Auch das Caspar-David-Friedrich-Denkmal in Greifswald ist ein Werk von Claus Görtz. Seine Entwürfe für den Herrnburger Kreisverkehr: der „Mecklotaurus“ und ein Stier, auf dem ein Mensch — natürlich ein Mecklenburger — sitzt. Der Stier könnte aber auch allein für sich stehen. Warum diese Motive? Claus Görtz antwortet: „Die Motive reißen den Stierkopf an, der bei uns auf dem Wappen steht. Eine Form ist eher stilisiert, die andere hat naturalistische Elemente.“

Den Vertretern der Mecklenburger Gemeinde gefällt‘s. Hans-Peter Schulz (SPD) sagt: „Ich finde das wichtig und gut.“ Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) lobt: „Der Ortsbezug ist natürlich schön.“

Sigrid Sandmann (Linke) sagt: „Ich finde die Idee gut.“ Und Ernst Vogler sagt über den „Mecklotaurus“: „Man sieht gleich: Das ist kein Weichei.“

Claus Görtz will die Skulptur aus Metall gestalten. Warum? „Das Material hat eine sehr kraftvolle Ausstrahlung und ist witterungsbeständig.“ Bis der „Mecklotaurus“ oder der Stier am „Tor zu Mecklenburg“ stehen können, sind zwei Hürden zu nehmen: Die Skulptur muss finanziert werden und das Straßenbauamt muss zustimmen. Um die Genehmigung will sich die Gemeinde Lüdersdorf bemühen.

• Video über das Skulptur-Projekt und den Künstler Claus Görtz unter www.ostsee-zeitung.de

Der Ortsbezug ist natürlich schön.“Erhard Huzel (CDU), Bürgermeister
der Gemeinde Lüdersdorf



Jürgen Lenz

14.02.2014
14.02.2014
14.02.2014