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Grevesmühlen Forstamt: Achtung, Waldbrandgefahr!
Mecklenburg Grevesmühlen Forstamt: Achtung, Waldbrandgefahr!
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16:39 29.05.2018
Die Waldbrandgefahr in Nordwestmecklenburg steigt. Quelle: David-Wolfgang Ebener/symbolbild
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Wismar/Grevesmühlen

Waldbrandstufe 2 in Nordwestmecklenburg: Trotz des örtlich starken Regens in der Nacht von Sonntag auf Montag hat sich das Risiko für die meisten Wälder im Kreis nicht verringert. Die anhaltende Trockenheit könnte gefährlich werden. „Der Regen hat zwar erstmal ein bisschen was gebracht, aber wir haben die Gefahrenstufe noch nicht abgesenkt“, bestätigt Forstamtsleiter Peter Rabe der OZ. Die Gefahr sei nicht gebannt. Im Gegenteil: In dieser Woche klettert das Quecksilber in den Thermometern an den meisten Orten der Region auf über 30 Grad Celsius. Das und die einhergehende Trockenheit könnten das Risiko noch vergrößern.

Bislang blieb der Kreis vor größeren Bränden verschont

Dennoch habe es in den vergangenen Jahren keinen nennenswerten Waldbrand in der Region gegeben. „Ich habe 2002 im Forstamt angefangen. In den Jahren danach gab es mal einen kleinen Brand im Raum Wahrsow. Das war aber nicht dramatisch“, erinnert sich Peter Rabe.

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Westlicher Landkreis ist stärker gefährdet

Inzwischen herrscht in ganz Nordwestmecklenburg die sogenannten mittlere Gefahrenstufe. Bis Dienstag waren es noch nur die Gebiete im westlichen Landkreis so wie Selmsdorf über Grevesmühlen bis nach Bad Kleinen. Östlich von Wismar in Richtung Neuburg und Neukloster herrschte bislang nur eine geringe Gefahrenstufe. Doch auch die wurde nun hochgesetzt. Seit Dienstag auch dort: mittlere Gefahr.

Der Nachbarkreis Ludwigslust-Parchim allerdings ist in einem warnenden Rot auf der Karte der Landesforstanstalt markiert, genauso wie Teile des Landkreises Rostock – hohe Gefahrenstufe. Nur die Gebiete im Land, die an der Küste liegen, sind noch in einem mäßigen gelb markiert.

Forstamtsleiter: „Ein Risiko bleibt dennoch.“

Dass es nur wenige Waldbrände im Bereich des Forstamtes mit Sitz in Grevesmühlen gab, liege laut Forstamtsleiter Peter Rabe auch an dem seit einigen Jahren bestehenden Rauchverbot bei der Bahn. Brennende Zigarettenkippen landeten so nicht mehr aus fahrenden Zügen im Wald. Auch Autofahrer seien in den vergangenen Jahren vernünftiger geworden. „Dennoch bleibt ein Risiko“, betont Rabe. Vor allem auf Feldern könnten sich zur Erntezeit schnell mal Strohballen entzünden. Benachbarte Wälder könnten dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Waldbesucher sind dennoch willkommen

Rabe appelliert dennoch: „Ab in den Wald!“ Denn wenn jeder, der dort Erholung suche, sich entsprechend rücksichtsvoll verhält, sei das kein Problem. Feuer zu machen sei im Wald sowieso verboten. Und auch Feuerwerke, deren Funken auf den Wald „regnen“ könnten, müssen immer vorher genehmigt werden.

80 Prozent der Wälder sind Laub- und Mischwälder

„In etwa 80 Prozent der Wälder in der Region dominieren die Laub- oder Laub-Mischwälder“, sagt Peter Rabe. Die gute Nachricht: Diese Wälder brennen nicht so leicht wie reine Nadelwälder. Zudem sei die erste schwierige Phase des Jahres geschafft. „Nach Ausgang des Winters ist die Gefahr während des Laubaustriebes oft am höchsten – und nach langanhaltender Trockenheit wie jetzt natürlich“, weiß Rabe.

Noch herrscht „nur“ mittlere Waldbrandgefahr für Nordwestmecklenburgs Wälder. Bleibt der große Regen weiter aus, könnte sich das schnell ändern und auch für den Kreis an der Ostseeküste eine höhere Gefahrenstufe ausgerufen werden.

Michaela Krohn

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