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Grevesmühlen Freibad schwimmt auf Rekordwelle
Mecklenburg Grevesmühlen Freibad schwimmt auf Rekordwelle
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18:54 01.10.2018
Der Ploggensee aus der Vogelperspektive: Das Freibad war auch in diesem Jahr wieder ein beliebtes Ziel für Kinder und Familien. Quelle: JÜRGEN ADAMEK
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Grevesmühlen

Sommer, Sonne – Superzahl im Saisonbericht von Benny Andersson, Vorsitzender des Vereins „Unser Freibad“ in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg). Etwa 18 500 Besucher zählt er von Mai bis September. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr standen etwa 14 000 Gäste zu Buche. In der Rekordzahl inbegriffen sind auch die Schwimmkinder der Schulen aus dem Landkreis – von Grevesmühlen über Klütz bis Roggendorf – und die Kinder, die die Sommerferien für das Seepferdchen und die Abzeichen Bronze, Silber und Gold nutzten.

In der schulfreien Zeit sind insgesamt sieben Kurse angeboten worden, sechs Nichtschwimmer- und ein erweiterter Kurs. In Teilnehmern ausgedrückt waren es 114. Auch diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, 75 Kinder waren es seinerzeit. „Wir haben festgestellt, dass es einen großen Bedarf an den erweiterten Kursen gibt“, resümiert Benny Andersson: „Das war der erste Kurs, der innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war.“

Neue Öffnungszeiten im kommenden Jahr

Erstmals in der Geschichte des Freibadvereins gab es in diesem Jahr Probleme mit den Rettungsschwimmern. Außerhalb der Ferien konnte nicht immer eine Absicherung gewährleistet werden. Der Freibadverein löste das mit verkürzten Öffnungszeiten. „Das kam natürlich nicht bei allen gut an“, sagt Benny Andersson. „Ich weise aber noch einmal darauf hin, dass Eltern für ihre Kinder haften. Wir sind kein Hort“, nimmt er Bezug auf manche Kritik, die laut geäußert worden war. Das Freibad ohne Rettungsschwimmer öffnen, das Risiko wollte er nicht eingehen. Auch im kommenden Jahr zeichnet sich keine andere Lösung ab, außerhalb der Ferien wird das Freibad von 15 bis 18 Uhr öffnen, in den Ferien von 10 bis 18 Uhr.

Benny Andersson (Mitte) mit den Vorstandsmitgliedern (v. l.) Udo Meier, Michael Begemann und Jörn Buttkewitz. Quelle: MICHAEL PROCHNOW

Mit der höchste Posten in den Ausgaben des Vereins ist die Finanzierung der Rettungsschwimmer, die eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit in der Freizeit bekommen. „Allein im Juli haben wir 3000 Euro investiert“, fasst Benny Andersson zusammen. Ein weiterer großer Posten ist die Finanzierung des festangestellten Holger Schmolinski, der unter anderem für den Kioskbetrieb und die Instandhaltungsmaßnahmen im Freibad eingestellt worden war. Für die sechseinhalbmonatige Beschäftigung muss der Verein knapp 12 000 Euro berappen. „Ohne die vielen Spenden und den Kiosk könnten wir das nicht finanzieren“, meint Benny Andersson. Etwa 20 000 Euro an Spenden sind im vergangenen Jahr zusammengekommen. „In diesem Jahr war es nicht so viel“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Termin für Aluman steht

Beendet wird die Saison am 13. Oktober mit einem Herbstputz. 9 Uhr geht es los. Unter anderem wird ein neuer Stromkasten aufgestellt, Büsche werden verschnitten und Bänke weggeräumt – eben alles winterfest gemacht. Zurück blickt Benny Andersson auf ein zufriedenstellendes Jahr. „Nur zu unseren Veranstaltungen war schlechtes Wetter, das war natürlich nicht so toll“, erinnert er zum Beispiel an den kalten Aluman, die stürmische Badewannenregatta und das verregnete Kinderfest. 2019 findet der Aluman am 22. Juni statt, „wie in diesem Jahr in der Stadtfestwoche“, verrät Andersson. Für die Badewannenregatta will er im Oktober einen Termin festlegen. In die Jahreshauptversammlung des Vereins, der derzeit 51 Mitglieder zählt, will er auch die Idee einer Raucherinsel einbringen. „Das Alkoholverbot wurde sehr gut akzeptiert, deshalb bin ich guter Dinge, dass das auch mit Rauchverbot auf dem Gelände so sein wird“, hofft der Vorsitzende.

Lief während der Öffnungszeiten alles glimpflich ab? Nicht immer. Insgesamt zehnmal musste der Rettungswagen gerufen werden. Gründe dafür waren unter anderem Allergien nach Wespenstichen oder Dehydrierung. Auch zwei Unfälle ereigneten sich - selbst verschuldet. „Es gibt Regeln für den Sprungturm, die leider nicht eingehalten wurden“, berichtet Benny Andersson. So haben zwei Jugendliche einen Rückwärtssalto vom Einer gewagt und sich dabei den Hinterkopf am Brett aufgeschlagen. Das Ergebnis war eine Platzwunde, „und die beiden haben bitterböse lernen müssen, dass man sich an Regeln hält.“

Der Verein und seine Geschichte

Die günstigen Eintrittspreise für einen Besuch im Freibad lassen sich nur durch Sponsoren und durch den Verkauf aus dem Imbiss heraus halten. Kinder bis 16 Jahre zahlen ein Euro, Erwachsene zwei Euro. Zudem gibt es die Möglichkeit, ein Ferienticket für 25 Euro oder eine Saisonkarte für 40 Euro zu kaufen.

Im Juni 2011 wurde der Verein „Unser Freibad“ gegründet. Hintergrund war, dass die Stadt nach einem neuen Betreiber für das Freibad gesucht hatte. Im Mai 2012 wurde der Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem neu gegründeten Verein unterzeichnet. Investiert wurde unter anderem in eine neue Steganlage und in einen Sprungturm.

Jana Franke

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