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Grevesmühlen Für die Sicherheit: Schönberg will einen großen Parkplatz bauen
Mecklenburg Grevesmühlen

Für mehr Sicherheit: Schönberg will Großparkplatz bauen

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16:00 11.05.2021
An der Ludwig-Bicker-Straße in Schönberg sollen Garagen weichen, damit ein größerer Parkplatz gebaut werden kann.
An der Ludwig-Bicker-Straße in Schönberg sollen Garagen weichen, damit ein größerer Parkplatz gebaut werden kann. Quelle: Malte Behnk
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Schönberg

Die Ludwig-Bicker-Straße in Schönberg ist nicht übermäßig breit und an den Straßenrändern parkende Autos verengen sie zusätzlich. Das ist einer der Gründe, warum die Stadtvertreter in Schönberg planen, dass ein größerer Parkplatz gebaut werden soll, wo jetzt noch Garagen stehen.

50 000 Euro für die erste Planung

Im Haushalt der Stadt Schönberg sind für dieses Jahr 50 000 Euro vorgesehen, um die Planung des Parkplatzes abschließen zu können. „Dann sollte noch in diesem Jahr die Finanzierung der Bauarbeiten geklärt werden“, sagt Bürgermeister Stephan Korn (KWG). „Dann könnte möglicherweise nächstes Jahr gebaut werden.“ Unter anderem soll mit einem Parkplatz die Ludwig-Bicker-Straße von parkenden Autos möglichst frei gehalten werden. „Für Lkw und Busse ist vor allem der Bereich zur August-Bebel-Straße problematisch“, sagt Stephan Korn.

An der Ludwig-Bicker-Straße in Schönberg sollen Garagen weichen, damit ein größerer Parkplatz gebaut werden kann. Parkende Autos am Straßenrand behindern vor allem Busse. Quelle: Malte Behnk

Autos am Straßenrand behindern Busse

Das bestätigt auch Christian Krohn, Busfahrer aus Grevesmühlen. „Da ist es wirklich sehr eng“, sagt er. „Wir fahren auf unserer Tour die Ludwig-Bicker-Straße rauf und biegen dann links in die August-Bebel-Straße ab“, beschreibt er. „Wenn da gleichzeitig ein Lkw kommt, wird es eng. Wenn der auch in die Ludwig-Bicker-Straße will, geht nichts mehr.“ Das liege nicht nur an den parkenden Autos in dem Bereich, sondern auch an einem leichten Knick, den die Ludwig-Bicker-Straße am Ende habe. „Da stehen wir mit 12 oder 14 Meter langen Bussen gerade drin und es kommt kaum ein Fahrzeug vorbei“, so Christian Krohn. Aus Sicht des Busfahrers wäre es sehr sinnvoll, das Parken an der Straße zumindest in dem Bereich zu beenden.

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Schönbergs Bürgermeister Stephan Korn hofft für das Parkplatzprojekt auch auf Unterstützung des Landkreises. Er ist immerhin Träger des Ernst-Barlach-Gymnasiums an der Ludwig-Bicker-Straße und dort könnten die Lehrer und auch die Schüler von einem Parkplatz profitieren. „Auf unserem Gelände haben die Kollegen momentan eine etwas beengte Parksituation“, sagt auch Schulleiter Maik Pegel. Für die Autos der Lehrer ist aber gerade noch Platz. Anders sieht das für die Schüler aus, die schon einen Führerschein haben. „Sie würden sich bestimmt über einen Parkplatz freuen“, sagt Maik Pegel.

Bessere Haltestelle für Schulbusse

„Vor der Schule gibt es an der Straße sechs Parkmöglichkeiten, die aber auf zwei Stunden begrenzt sind“, sagt der Leiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums. „Da müssen die Schüler auch schonmal ein Knöllchen bezahlen.“ Für Maik Pegel ist aber neben den Stellplätzen ein anderer Punkt wichtig, der mit geplant werden soll. „Es könnte dort auch eine Buswendeschleife oder eine Parktasche für den Schulbus geschaffen werden“, sagt er. „Jetzt hält der Bus auf der Straße und es gibt ein Unfallrisiko, wenn die Schüler morgens aussteigen. Außerdem könnte dann auch ein überdachter Warteplatz gebaut werden, jetzt stehen die Schüler im Freien.“

Spätestens wenn das Gymnasium erweitert werden soll, könnte auch ein Teil der Lehrerparkplätze wegfallen. Das soll in den nächsten fünf Jahren geschehen. Bis dahin sollen Container Platz für Klassenräume und die Mensa des Gymnasiums bieten, wo schon seit geraumer Zeit über Platzprobleme geklagt wird. So haben die 522 Schüler keine Aufenthaltsräume für Freistunden oder Treffen des Schülerrats. Hinzu kommt, dass weitere Kursräume benötigt werden. „Die Container werden zum neuen Schuljahr auch aufgestellt. Sie werden aber nicht, wie zunächst erwartet, den Lehrerparkplatz verkleinern“, sagt Maik Pegel.

Von Malte Behnk

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