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Grevesmühlen Landkreis: kein Bedarf für mehr Kitaplätze in Damshagen
Mecklenburg Grevesmühlen Landkreis: kein Bedarf für mehr Kitaplätze in Damshagen
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16:31 22.02.2019
Die Kita „Kleine Strolche" in Damshagen soll einen Neubau bekommen. Quelle: MALTE BEHNK
Damshagen

Die Gemeinde Damshagen hat wenig Geld, daher müssen Investitionen wohl überlegt und geplant werden. Ausgerechnet bei einem großen und aus Sicht der Gemeinde wichtigen Projekt gibt es jetzt Missverständnisse mit der Amtsverwaltung und dem Landkreis.

Die Damshagener Gemeindevertreter hatten sich nämlich dazu entschlossen, dass für die Kita „Kleine Strolche“ an der Waldstraße ein Neubau errichtet werden soll. In der Gemeinde gibt es steigende Anmeldungszahlen für die Kita. Die steigenden Anfragen nach einer Betreuung der jüngsten Kinder hatte im vergangenen Jahr schon dazu geführt, dass die Gemeinde Damshagen den Hort bei den „Kleinen Strolchen“ geschlossen hat, um dadurch mehr Krippenplätze anbieten zu können. Nach einem Ortstermin in der Kita mit einer Mitarbeiterin des Fachdienstes Jugend des Landkreises war erklärt worden, eine Kapazitätserweiterung sei nur mit einem Neubau möglich.

Inzwischen hat es am 22. Januar ein Gespräch mit Vertretern der Amtsverwaltung und des Landkreises gegeben, das jetzt im Bauausschuss in Damshagen für Irritation sorgte. Bürgermeisterin Mandy Krüger und die Bauausschussmitglieder haben lediglich ein Gesprächsprotokoll bekommen, aus dem sie lesen, dass nicht über den Kernpunkt der Kapazitätserweiterung gesprochen wurde. „Unsere Frage an den Landkreis war, ob die Finanzierung eines Kita-Neubaus unterstützt wird. Jetzt wird plötzlich gesagt, dass wir gar keine Kapazitätserweiterung brauchen. Es wurde ein Gespräch geführt, ohne dass unsere Überlegungen einbezogen wurden“, sagt Mandy Krüger.

Sie stört besonders, dass vom Fachdienst Jugend in dem besagten Gespräch offenbar erklärt wurde, dass die vorhandene Kita ausreicht. Laut Jugendhilfeplanung seien keine weiteren Bedarfe erkennbar, unter anderem weil 20 Kinder in Kitas außerhalb von Damshagen betreut werden.

Ines Wien, die als Leitende Verwaltungsbeamtin (LVB) des Amtes Klützer Winkel am Gespräch mit dem Landkreis teilgenommen hat, beschwichtigt auf Anfrage. „Auf Grundlage des letzten Beschlusses der Gemeindevertretung Damshagen, dass Gespräche mit dem Fachdienst Jugend intensiviert werden sollen, haben wir den Landkreis um Unterstützung gebeten“, sagt sie. „Daraufhin wurde uns ein Vorgespräch angeboten, in dem unter anderem geklärt wurde, was für einen Neubau notwendig ist“, sagt sie. So müsste für einen Neubau eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegen, ein Bauherr müsste benannt werden und die Finanzierung sowie der Eigenanteil der Gemeinde müssten dargestellt werden.

Im November hatten die Damshagener geschätzt, dass eine Sanierung mit Umbau etwa 500 000 Euro kosten könnte. Ein Neubau könnte mit 2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Beide Möglichkeiten wären für die Gemeinde Damshagen alleine nicht finanzierbar.

Die Kita „Kleine Strolche“ an der Waldstraße in Damshagen war in den 1970er Jahren von Einwohnern aus Damshagen und bei Arbeitseinsätzen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) erbaut worden. Inzwischen entsprechen die Räume und deren Aufteilung nicht mehr den heutigen Bestimmungen, die für einen Neubau gelten würden. Bislang hat die Damshagener Kita aber Bestandschutz und es gibt keine Auflagen für die bestehende Betriebserlaubnis. Nach der können bei den „Kleinen Strolchen“ bislang 45 Kindergartenkinder und 18 Krippenkinder betreut werden.

Holger Glatz, Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“, das die Kita betreibt, hatte sich im November 2018 bereits für einen Neubau in Damshagen ausgesprochen. Er hielt da sogar eine Erweiterung auf 75 Plätze für sinnvoll.

Malte Behnk

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