Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Gemeinde übernimmt Brandschutz in Nachbarkommune
Mecklenburg Grevesmühlen Gemeinde übernimmt Brandschutz in Nachbarkommune
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 11.02.2015
Gemeindevertreter in Groß Siemz beschließen über einen Vertrag zur Übernahme des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen in der Nachbarkommune Niendorf.
Gemeindevertreter in Groß Siemz beschließen über einen Vertrag zur Übernahme des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen in der Nachbarkommune Niendorf. Quelle: Jürgen Lenz
Anzeige
Groß Siemz

Die Gemeinde Groß Siemz (Nordwestmecklenburg) übernimmt bis auf Weiteres den Brandschutz in der Nachbarkommune Niendorf. „Wir haben uns nicht darum gerissen. Wir sind um Hilfe gebeten worden“, sagt Bürgermeister Rainer Berger (parteilos).

In Niendorf ist die 1956 gegründete freiwillige Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit. „Unser Wehrführer und der Stellvertreter können die Nachweise über die notwendigen Lehrgänge für ihre Funktionen nicht erbringen“, erläuterte am 17. Dezember 2014 die Niendorfer Bürgermeisterin Marianne Bentin (CDU), als die dortige Gemeindevertretung über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übernahme des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen in der Gemeinde Niendorf durch die Gemeinde Groß Siemz beriet. Die Fachaufsicht hatte das Fehlen der Qualifikationen festgestellt, und auch die anderen Brandschützer in Niendorf können nicht die Lehrgänge und Fortbildungen nachweisen, die zum Führen einer Wehr vorgeschrieben sind. Ein weiteres Problem: Der Niendorfer Feuerwehr gehörten nur noch 13 Mitglieder an, so der Stand im Dezember nach Auskunft des Wehrführers Eberhard Boddin.

Der Freiwilligen Feuerwehr Groß Siemz gehören jetzt 21 Brandschützer an. „Vier Leute sind aus der Feuerwehr Niendorf dazugekommen“, sagt der Wehrführer Stephan Wedler. Er sieht den Beschluss der Groß Siemzer und Niendorfer Gemeindevertreter pragmatisch: „Es ist gut, dass der Brandschutz auch in der Gemeinde Niendorf gesichert wird.“



Jürgen Lenz