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Grevesmühlen Gewerbegebiet plus Trockenrasen?
Mecklenburg Grevesmühlen Gewerbegebiet plus Trockenrasen?
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00:00 07.10.2015
Toplage in Selmsdorf: Unweit der Hansestadt Lübeck und der A 20 will die Gemeinde ihr Gewerbegebiet erweitern. Auf den Grundstücken südlich der B 104 wächst bisher Mais. Selmsdorf plant Grundstücke für Firmen, eine Straße und Grünflächen. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Selmsdorf

Im Konflikt zwischen den Plänen der Gemeinde Selmsdorf für eine Erweiterung ihres Gewerbegebietes unweit der ehemaligen innerdeutschen Grenze und Belangen des Naturschutzes zeichnet sich jetzt eine Lösung ab: Zum einen erschließt die Kommune 13,9 Hektar Land südlich der B 104 für Gewerbegrundstücke, eine Straße und Grünflächen, zum anderen sorgt sie dafür, dass 27 Hektar Acker zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und dem Traveufer zu ökologisch wertvollem Trockenrasen entwickelt werden.

Dieses Konzept erläuterten gestern der Selmsdorfer Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) und Roland Finke, Leiter des Fachbereichs Umwelt der Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg, zu dem auch die untere Naturschutzbehörde gehört. Finke erläuterte mit Blick auf die Vergangenheit: „Wir haben uns quergestellt, weil eine solche Lösung nicht da war.“ Nun denke er, „dass wir auch ökologisch auf dem richtigen Weg sind“.

Noch im Februar dieses Jahres sagte Marcus Kreft über Selmsdorfs Wunsch, das Gewerbegebiet zu erweitern: „Die untere Naturschutzbehörde möchte das Vorhaben nicht unterstützen.“ Es werde aber weitere Gespräche geben. Auch werde die Gemeinde beantragen, das Gelände für die Erweiterung des Gewerbegebietes aus dem 3200 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Palinger Heide und Halbinsel Teschow

herauszulösen und dafür an anderer Stelle einen Ausgleich zu schaffen. Das ist nun der Kern des Konzeptes, das Kreft und Finke gestern im Gespräch mit der OZ vorstellten.

Für eine Herauslösung ist ein Verfahren nötig, an dem auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beteiligt werden. „Ich halte es für aussichtsreich“, sagt Roland Finke. Auch die obere Naturschutzbehörde halte das Konzept für eine fachlich saubere Lösung. Klar sei: „Wir haben hier im Kreis den Naturschutz, aber auch den Wunsch nach einer Gewerbeentwicklung.“

Der ist in Selmsdorf besonders ausgeprägt. Die Gemeinde hat bereits alle Grundstücke im Gewerbegebiet verkauft. Nach Krefts Auskunft hält die Nachfrage von ansiedlungswilligen Betrieben weiter an.



Jürgen Lenz

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