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Grevesmühlen Gibt es technischen Schallschutz für den Kurpark?
Mecklenburg Grevesmühlen Gibt es technischen Schallschutz für den Kurpark?
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17:06 14.11.2016
Ein Anwohner klagt gegen Veranstaltungen auf der Bühne in Boltenhagens Kurpark.
Ein Anwohner klagt gegen Veranstaltungen auf der Bühne in Boltenhagens Kurpark. Quelle: Kurverwaltung Boltenhagen
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Boltenhagen

Schwierige Themen müssen die Gemeindevertreter des Ostseebads Boltenhagen in Nordwestmecklenburg in ihrer nächsten Sitzung  bearbeiten. Nichtöffentlich wird über eines der aktuell größten Probleme des Ostseebades diskutiert: Die Klage eines Anwohners gegen den Veranstaltungsbescheid der Konzertbühne im Kurpark. Es soll ein Planer beauftragt werden, Lösungsansätze für den Schallschutz zu suchen.

Das könnte sich allerdings schwierig gestalten, glaubt Gemeindevertreterin Christiane Meier (CDU). Sie war 2001 Bürgermeisterin, als die Kurmuschel gebaut und der Kurpark umgestaltet wurde. In ihrer Amtszeit wurde der Bebauungsplan 2a für das Gebiet des Kurparks, der angrenzenden Kaffeegärten sowie der Mittel- und der Strandpromenade aufgestellt. „Dass damals Fehler gemacht worden sein könnten, will ich gar nicht ausschließen“, sagt Christiane Meier. „Dass es jetzt diese Klage wegen der Kurmuschel gibt, ist eine Sache, die mich unwahrscheinlich ärgert.“

Der Bebauungsplan sei damals vor allem aufgestellt worden, weil für den Neubau der Bühne im Kurpark ein Baufenster geschaffen werden musste, erinnert sich Meier. Dabei habe man sich auf den Planer und das Bauamt verlassen. Weder von dieser noch von anderer Seite habe es damals Hinweise gegeben, dass die Ausweisung des Kurparks als „Fläche für den Gemeinbedarf“ mit einer „kulturellen Zwecken dienenden Einrichtung“ später einmal anfechtbar wäre.

Der Kurpark ist nicht als Sonderfläche für Veranstaltungen im Bebauungsplan ausgewiesen und es gibt auch keine Sondernutzung in der Baugenehmigung. Dies wäre aber nötig, um Veranstaltungen im Mischgebiet wie dem Kurpark uneingeschränkt durchführen zu können. Der nun klagende Anwohner hatte das im Bebauungsplan erkannt und Messungen veranlasst, die offenbar Werte über den zulässigen 60 Dezibel ergeben hatten.

Malte Behnk

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