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Grevesmühlen Grenzhus in Schlagsdorf lockt 2020 mit zahlreichen Veranstaltungen
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Grenzhus in Schlagsdorf lockt 2020 mit zahlreichen Veranstaltungen

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06:00 20.01.2020
Auf dem Außengelände des Grenzhus in Schlagsdorf stehen ein Beobachtungsturm, Mauerteile und Gitterzäune. Quelle: Jürgen Lenz
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Schlagsdorf

Es ist das größte Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze: das Grenzhus in Schlagsdorf. 2019 kamen über 12 000 Besucher. In diesem Jahr lockt nicht nur seine multimediale Dauerausstellung mit dem Titel „Eingrenzen und Ausgrenzen – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe.“ Das Grenzhus bietet seinen Besuchern zahlreiche Führungen, Studientage, Fahrradtouren, Filmvorstellungen, Gespräche mit Zeitzeugen, Sonderausstellungen und vieles mehr – nach Absprache auch außer der Reihe. Grenzhusleiter Andreas Wagner erklärt: „Wir stehen jederzeit für Führungen, Fahrradtouren und Studientage zur Verfügung.“

Eine Sonderausstellung „Momentaufnahmen – ein Land verschwindet“ ist bis 29. März geöffnet. Sie zeigt Collagen und Ölbilder. Der schleswig-holsteinische Künstler Uwe Michelsen hat seine Werke 1990 in Zarrentin gestaltet.

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Vortrag über Stintenburg im Schaalsee

Am Sonnabend, dem 15. Februar, lädt das Grenzhus zu einem Vortrag mit Buchvorstellung ein. Der Schweriner Historiker Wolf Karge liest ab 11 Uhr aus seinem Buch „Stintenburg im Schaalsee. Rittergut, Flüchtlingslager, Grenzerkaserne und Zentralschule des MfS für Grenzaufklärer.“ Der Hintergrund: Die Geschichte der Stintenburg hat zahlreiche Berührungspunkte zu bedeutenden historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Wolf Karge wertete für sein Buch zahlreiche Stasi-Unterlagen und andere Quellen aus. Auch führte er viele Gespräche mit Zeitzeugen.

Am Donnerstag, dem 27. Februar, folgt im Grenzhus ein Film mit Diskussion: „Wendebilder – Fünf Fotos und ihre Geschichten“. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. Sie ist eine Kooperation des Grenzhus mit dem Filmbüro Mecklenburg-Vorpommern. Für den Film hat Karoline Kleinert fünf Zeitzeugen-Fotos aus fünf ostdeutschen Städten ausgewählt. Sie will die Geschichten hinter den Bildern und den Menschen zu erzählen: von Demonstranten und Straßenbahnfahrern in Leipzig, von Berliner Künstlern und Kunstmäzenen in Paris, von Häftlingen in Bautzen, von Soldaten in Beelitz und von Arbeitern aus Dessau zwischen September 1989 und Januar 1990.

Erste Radtour startet am 21. Mai

Die erste Fahrradtour in diesem Jahr startet am 21. Mai um 13 Uhr am Rathaus in Ratzeburg. Sie führt an der innerdeutschen Grenze entlang zum Grenzhus, das dann besichtigt wird, wieder zurück nach Ratzeburg. „Danach wird es monatlich immer eine Fahrradtour geben“, kündigt Andreas Wagner an. Das Grenzhus bietet sie in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg an.

Am 31. März öffnet im Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze eine Sonderausstellung der Stiftung Mecklenburg: „Geflüchte: vertrieben, entwurzelt. Kindheit in Mecklenburg 1945“. Sie kann bis Ende Juni besucht werden. Danach folgt eine Fotoausstellung zu Hinterlassenschaften des Kalten Krieges.

Mit Bus und Bahn schwer zu erreichen

Zu finden ist das Grenzhus in Schlagsdorf im Neubauernweg 1. Mit Bus und Bahn ist es schwer zu erreichen. Die nächsten Bahnstationen sind Ratzeburg und Schönberg. Busverbindungen nach Schlagsdorf gibt es von dort aus nur wenige. Mit dem Auto erreichen Besucher Schlagsdorf über die A 20, Abfahrt Lüdersdorf in Richtung Carlow, am Abzweig nach Schönberg dann in Richtung Ratzeburg.

Geöffnet ist das Grenzhus täglich von 10 bis 16.30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt vier Euro. Schüler, Studenten und Menschen mit Behindertenausweis zahlen drei Euro. Kontakt: Telefon 038875 / 20326, E-Mail info@grenzhus.de.

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