Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Grevesmühlen Stadt und Land zählt 140 kleine Neubürger
Mecklenburg Grevesmühlen

Grevesmühlen Stadt und Land zählt 140 kleine Neubürger

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 18.01.2020
2019 geboren und mit einzigartigen Namen im Bereich Grevesmühlen: Cataleya mit Mama Franziska Peßel (l.) und Fritzi mit Mama Maria Schünemann. Quelle: Jana Franke
Anzeige
Grevesmühlen/Plüschow

Sie ist etwas Besonderes unter den Orchideen: Cattleya. Von dieser südamerikanischen Gattung inspiriert ist der Vorname Cataleya. Und hier schließt sich der Kreis, denn Cataleya ist etwas ganz Besonderes für Franziska Peßel (29) und Daniel Haack (40) aus Grevesmühlen. Ihre Tochter erblickte am 8. Oktober das Licht der Welt und reiht sich damit in die insgesamt 140 kleinen Erdenbürger ein, die im vergangenen Jahr im Verwaltungsbereich Grevesmühlen Stadt und Amt Grevesmühlen-Land geboren wurden.

Quote knapp unter Vorjahr

Allein 73 Geburten waren für Grevesmühlen zu verzeichnen. Damit lag die Stadt etwas unter der Quote von 2018. Seinerzeit kamen 76 Jungen und Mädchen zur Welt. „Die Jungen tragen so schöne Namen wie Ben, Jonas, Henry oder Henri“, berichtet Stadtsprecherin Regina Hacker. Bei den Mädchen, so Hacker weiter, fiel auf, dass alte Namen offenbar weiter in Mode bleiben: Frieda, Ida und Mira zum Beispiel.

Nun ja, und dann ist da ja noch Fritzi. Sie ist die Tochter von Maria Schünemann (24) und Marten Boje (29) aus Plüschow. Zur Welt kam sie am 16. Oktober. Noch am selben Tag fuhren Mama und Papa mit ihrem Nachwuchs wieder nach Hause – oder vielmehr zu Fritzis Uropa, der mit Stolz sagen kann, dass der Name seiner Urenkelin nicht ganz ohne Grund gewählt ist.

Fritzi mit ihrer Mama Maria Schünemann aus Plüschow. Der Name ist dem Opa der 24-jährigen Erzieherin gewidmet. Der durfte gleich nach dem stolzen Papa Marten Boje das Baby im Arm halten – zu sehen auf dem Foto, das Maria Schünemann in der Hand hält. Quelle: Jana Franke

„Mein Opa ist ein wichtiger Mensch in meinem Leben“, erklärt Maria Schünemann. Fritz ist einer von insgesamt vier Vornamen von Klaus Reifenschneider aus Grevesmühlen. Und daraus wurde kurzerhand Fritzi. „Den Namen habe ich bisher einmal gehört“, erzählt die Erzieherin, die durch ihren Beruf ebenso wie ihr Freund mit vielen Namen in Kontakt kam. „Und diese haben wir dann irgendwie immer mit den Kindern verbunden“, erinnert sie sich. Und so fiel ein Name nach dem anderen durchs Raster. „Ich habe mich erst nicht getraut, meinem Freund von ‚Fritzi‘ zu erzählen“, erinnert sie sich. Doch dann fasste sie sich ein Herz – und Marten Boje war hellauf begeistert.

Geburtenfreudiger Oktober

Cataleya und Fritzi sind zwei von insgesamt 20 Kindern, die im Oktober in der Stadt und im Amt zur Welt kamen. In Grevesmühlen standen auch die Monate Februar, Mai und August mit jeweils acht Geburten gar nicht so schlecht da. Im Umland folgte der Juni dem Oktober als geburtenfreudiger Monat auf dem Fuße: Neun Geburten waren im sechsten Monat des Jahres 2019 zu verzeichnen. Die wenigsten Geburten in Grevesmühlen gab es im März und April – im März wurden vier neue Grevesmühlener geboren, im April gar keiner.

Im Umland blieb es durchweg etwas ausgewogener: Sechs Geburten im Februar, März und Dezember. Fünf Geburten jeweils im April, Juli und August, vier im Mai, September und November. Im Januar war es den „Dorfkindern“ dann wohl ein wenig zu kalt, da kamen im Amt Grevesmühlen-Land nur drei neue Erdenbürger zur Welt.

Wen es interessiert und wer sich mit Schwangerschaften ein wenig auskennt und flugs rückwärts rechnet, kann ganz leicht drauf kommen, wann die Grevesmühlener Paare und die im Umland 2019 am liebsten gekuschelt haben.

Cataleya scheint dies ziemlich egal zu sein. In Mamas Arm gekuschelt schaut sie neugierig in die Welt. Ans Schlafen denkt sie nicht, schließlich könne sie ja etwas verpassen. Ein Kreischen hier, ein Lächeln da. „Ja, sie ist ein zufriedenes Kind und sehr aktiv“, erzählt die stolze Mama Franziska Peßel. Selbst nachts probt Cataleya mit Erzählversuchen an ihren Stimmbändern.

2019 geboren und mit einem außergewöhnlichen Namen: Cataleya mit Mama Franziska Peßel (29). Der Name „Cataleya“ ist von der Orchidee Cattleya abgeleitet. Quelle: Jana Franke

Ein Jahr will die 29-Jährige zu Hause bei ihrer Tochter bleiben. Danach geht es wieder jeden Morgen nach Rostock. 2010 hat sie sich für 16 Jahre als Zahnarzthelferin bei der Bundeswehr verpflichtet. 2017 war sie für ein halbes Jahr im Kosovo im Auslandseinsatz. Die Zeit nutzte sie damals auch, um sich in einer Spendenorganisation zu engagieren. Mit dem für Zahnreinigungen verdienten Geld kauften sie und eine weitere Soldatin Lebensmittelpakete und Spielzeug. „Wir haben viele Einheimische kennenlernen dürfen. Sie waren sehr nett, aber es ist ein trauriger Anblick dort, der einem das Herz zerreißt“, sagt sie. Umso glücklicher ist sie, dass es ihrer Tochter hier gut geht.

Sie kommt übrigens, so sagt Franziska Peßel, in vielem nach ihrem Papa, der bei Arla arbeitet – vor allem in einer Sache: „Er hat Hummeln im Hintern und kann nicht still sitzen“, verrät sie lachend.

Von Jana Franke und Annett Meinke

Die Landwirte protestieren auf der 97 Kilometer langen Rundfahrt von Schwerin nach Wismar und zurück gegen die geplanten Änderungen in der Agrarpolitik. Die Bauern hoffen auf das Verständnis der Verbraucher.

17.01.2020

Die Stadt Dassow lässt einen kaputten Einsatzleitwagen reparieren und bemüht sich um Zuschüsse den Kauf eines neuen Fahrzeugs. Das hat der Hauptausschuss der Stadtvertretung beschlossen.

17.01.2020

Ein Vorfall in Nordwestmecklenburg wirft Fragen auf: Wer hat neben einem Altkleidercontainer massenhaft Farbeimer abgestellt? Warum stehen sie da schon seit Monaten? Handelt es sich um eine Kunstaktion?

17.01.2020