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Grevesmühlen Nach Klassenerhalt: Zuversicht beim Grevesmühlener FC
Mecklenburg Grevesmühlen Nach Klassenerhalt: Zuversicht beim Grevesmühlener FC
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10:17 20.06.2019
Harry Krause, 62, Trainer des Grevesmühlener FC Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Für schwache Nerven war die abgelaufene Kreisliga-Saison nichts, jedenfalls nicht für Anhänger, Spieler und Verantwortliche des Grevesmühlener FC. Mehr als zehn Punkte Rückstand hatte der Traditionsverein am Tannenberg zur Halbzeit auf einen Nichtabstiegsplatz, am Ende rettete ein 5:2 in Dassow den Klassenerhalt. „Wir hatten uns die Saison auch anders vorgestellt, aber es lief nicht alles rund, unter anderem fehlte die Einstellung bei einigen Spielern“, hatte GFC-Präsident Klaus Welzer vor der entscheidenden Partie im Gespräch mit der OZ erklärt. Am Ende feierten die Grevesmühlener den verdienten Sieg. Sommerpause, durchatmen, neu sortieren.

Harry Krause schon zum zweiten Mal im Einsatz

Das As, das Klaus Welzer nach der Hinrunde aus dem Ärmel geschüttelt hat, heißt Harry Krause (62), der ehemalige Spieler von Einheit Grevesmühlen hat unter anderem für Hansa Rostock, Warnow-Papendorf und den SV Warnemünde gearbeitet. Unter anderem stand er 1997 als Coach an der Seitenlinie in Warnemünde, als die Mannschaft in der ersten Pokalrunde Borussia Dortmund empfing. „Ich habe viele Jahre Erfahrung im Leistungssport, und Klaus Welzer hatte mich bereits in der letzten Saison angerufen, ob ich helfen könnte. Als er sich jetzt wieder meldete, musste ich nicht lange überlegen. Denn dieser Verein darf einfach nicht absteigen.“ Und so begleitete er die Mannschaft in den letzten Spielen, holte mehr als zehn Punkte auf, und schaffte am Ende den Klassenerhalt. „Darüber brauchen wir uns keine Illusionen zu machen, der Abstieg wäre eine Katastrophe gewesen. Da kann die A-Jugend zehnmal Meister werden, wenn die erste Männerschaft nicht funktioniert, dann war’s das.“

Potenzial ist in der Mannschaft und im Verein

Der 62-Jährige kennt die Probleme im Verein, seit Jahren läuft es nicht rund. „Doch wenn ich sehe, welche Nachwuchsarbeit hier geleistet wird, dann weiß ich, dass Potenzial vorhanden ist.“ Die erfolgreiche A-Jugend hat er bereits in die Männertruppe integriert, auch wenn das nicht einfach war und ist. „Da gibt es unterschiedliche Auffassungen, aber ich bin der Meinung, dass die Jungs mit den Männern zusammen trainieren müssen. Das es da auch mal zur Sache geht, das gehört im Fußball dazu.“ Aber es gebe etliche Spieler, die das Zeug hätten, den GFC nach oben zu bringen, die erfolgreiche Nachwuchsgruppe von Frank Stolte gehöre dazu, „und erfahrene Spieler wie Marcel Boddin, das ist für mich ein Vorbild, immer da, wenn er gebraucht wird. Solche Leute brauchen wir.“

Fragezeichen hinter der Zukunft des Trainergespanns

Apropos wir: Ob Harry Krause nach der abgelaufenen Saison weitermachen wird am Tannenberg, steht in den Sternen. Frank Stolte, der bislang die A-Jugend trainierte, hatte im OZ-Gespräch erklärt, dass er künftig zusammen mit Krause die Männer übernehmen werde. „Ganz ehrlich, das weiß ich noch nicht. Gesundheitlich bin ich nicht ganz fit, und von mir Zuhause bis zum Tannenberg sind es immer 80 Kilometer. Wie gesagt, da ist noch ein Fragezeichen.“

Kritik in Richtung Einheit Grevesmühlen

Kritisch sieht der 62-Jährige die Vereinsgründung von Einheit Grevesmühlen vor drei Jahren. „Man kann über viele Dinge unterschiedlicher Auffassung sein, aber ob man deshalb gleich einen neuen Verein gründen muss?“ Außerdem sei „Einheit“ der Name des ehemaligen und zudem sehr erfolgreichen Vereins, der in Grevesmühlen bis zur Wende bestand hatte. „Ich finde, und das ist meine Meinung, dass man nicht einfach so diesen Namen nehmen kann.“ Dass mittlerweile Nachwuchsspieler den GFC verlassen und bei Einheit trainieren, betrachtet Harry Krause ebenfalls mit Argwohn. „Hier wird seit vielen Jahren eine gute Nachwuchsarbeit geleistet, jetzt kommt jemand, der Kinder abwirbt, weil er keinen eigenen Nachwuchs hat. Das kann nicht funktionieren.“

Doch vorerst liegt das Augenmerk beim Grevesmühlener FC und den Männern. „Wenn die Mannschaft so zusammen bleibt, und die Mischung aus erfahrenen Spielern und den Jungs aus der A-Jugend sich vernünftig vorbereitet, dann muss diese Truppe höher spielen. Und wenn ich sehe, was an talentierten Spielern in den Nachwuchsgruppen darunter nachzieht, dann muss man sich keine Sorgen machen.“ Wichtig sei, dass der Verein eine klare Linie fahre.

Michael Prochnow

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