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Grevesmühlen Heimatstube in historischer Scheune
Mecklenburg Grevesmühlen Heimatstube in historischer Scheune
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00:00 20.09.2018
Klaus Krüger, Carsten Schmoldt und Hannes Palm (v.l.) hoffen auf viele geschichtlich interessierte Besucher in der Heimatstube. FOTOS (2): MALTE BEHNK
Klütz

Die Straße Im Thurow ist eine der ältesten in der Stadt Klütz und in der restaurierten Scheune von 1846 an der Staudengärtnerei, die früher ein Bauernhof war, hat der Heimatverein jetzt seine Heimatstube eingerichtet. Am Tag des offenen Denkmals wurde sie spontan zum ersten Mal geöffnet.

Ein Fernseher von 1955 ist heutzutage schon eine Seltenheit.

Das ist jetzt regelmäßig der Fall. Zu den Öffnungszeiten der Staudengärtnerei ist auch die Heimatstube dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Jeden ersten Freitag im Monat trifft sich dort ab 19 Uhr der Heimatverein.

Im größten Raum der Scheune haben die Vereinsmitglieder alte Ansichten aus Klütz aufgehängt. Die Bilder sind zum größten Teil ursprünglich als Postkarten hergestellt worden und zeigen markante Gebäude der Stadt, die es zum Teil noch gibt, die aber auch schon abgerissen, verfallen oder wie das Hotel „Am Berg“, das am Markt stand, abgebrannt sind. „Wir sind sehr daran interessiert, weitere Fotos, alte Privataufnahmen, leihweise zu bekommen, die wir dann digitalisieren würden“, sagt Vereinsmitglied Carsten Schmoldt. Mit Fotos sei es für ihn wie mit den alten Einrichtungsgegenständen, die in der Heimatstube gezeigt werden. „Das sind keine Ausstellungsstücke aus Honolulu oder aus Hamburg, sondern das ist alles aus Klütz. Das wollen wir dokumentieren und erhalten“, sagt Schmoldt und zeigt auf einen kleinen alten Fernseher, der in der so genannten Kreativecke des Heimatvereins neben einem Sofa etwa von 1900 steht. „So ein Gerät von 1955 hat heute kaum noch jemand. Im Westen waren Fernseher zu der Zeit schon fast normal, in der DDR aber eine Seltenheit“, sagt Schmoldt.

Mit solchen Blicken in die Vergangenheit wollen Carsten Schmoldt, Hannes Palm, Klaus Krüger und ihre Mitstreiter vom Heimatverein auch junge Klützer für die Heimatgeschichte begeistern. „Wenn man etwas Persönliches herausfindet, zum Beispiel, dass der Uropa Nachtwächter in Klütz war, ist das die eigene Geschichte und damit spannend“, sagt Carsten Schmoldt. Er sagt, dass Hannes Palm den Anstoß

gegeben hatte, den Heimatverein, den es bereits seit 1994 gibt, wiederzubeleben. „Er ist Klützer, der lange weg war und jetzt wieder zurückgekehrt ist“, sagt Schmoldt.

Mit dem neu aufgekommenen Elan wollen die Mitglieder des Heimatvereins jetzt noch mehr Menschen für die Geschichte von Klütz und der Umgebung begeistern. So ist jeder bei den Treffen am ersten Freitag im Monat willkommen, um sich auszutauschen oder historische Fragen zu klären. „Sich mit der Geschichte zu beschäftigen soll Spaß machen“, sagt Klaus Krüger, der gerne mehr junge Klützer für sein Hobby begeistern möchte.

„Wir wollen auch einmal im Monat oder alle zwei Monate einen Vortrag anbieten, der sich mit Personen aus der Geschichte der Stadt oder auch mit Archäologie beschäftigt“, sagt Carsten Schmoldt, der selber begeistert davon ist, dass sich der Heimatverein jetzt neu erfindet, nachdem es einige Jahre Stillstand gegeben hatte. „Wir werden uns wieder beim Weihnachtsmarkt in historischen Gewändern präsentieren und uns in diesem Jahr auch an der Klützer Kulturnacht beteiligen“, nennt Hannes Palm Pläne des Vereins für dieses Jahr.

Heimatverein seit 1994

Der Heimatverein „Klützer Winkel“ wurde 1994 gegründet. Eine seiner ersten großen Aktivitäten war der Aufbau einer Ausstellung über die damals 75-jährige Geschichte der freiwilligen Feuerwehr in Klütz, die 1998 in der Sparkasse der Stadt gezeigt wurde.

Jetzt treffen sich die Mitglieder zum Austausch in offener Runde an jedem ersten Freitag des Monats um 19 Uhr in der Heimatstube in der Scheune an der Staudengärtnerei, Im Thurow 10.

Malte Behnk

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