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Grevesmühlen Hilfspaket zum Bau einer lang ersehnten Kita
Mecklenburg Grevesmühlen Hilfspaket zum Bau einer lang ersehnten Kita
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06:30 29.05.2015
Büsche wachsen hinter dem Schützenhaus in Schönberg (Nordwestmecklenburg), wo eine Kindertagesstätte errichtet werden soll. Die Pläne sehen vor, die Kita ans alte Haus anzubauen, es zu sanieren und zu integrieren.
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Schönberg

Der ortsansässige Verein „Haus des Kindes“ in Schönberg (Nordwestmecklenburg) kann mit Hilfe der Stadt beim Bau und Betrieb einer neuen Kindertagesstätte mit 48 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen rechnen. „Wir wollen als Stadt den Verein unterstützen“, sagt Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion). Nachdem bereits einige Vorabstimmungen gelaufen sind, beschließen die Stadtvertreter in der kommenden Woche über ein Hilfspaket für den Bau der Kita: Die Stadt übernimmt eine Ausfallbürgschaft in Hohe von 2,9 Millionen Euro zu Gunsten des Vereins „Haus des Kindes“, übergibt das Baugrundstück dem Verein auf Basis eines Erbbauzinses und verzichtet für die Dauer von zehn Jahren auf dessen Zahlung.

Eine weitere Hilfe, die zum Beschluss steht: Die Stadt übernimmt Planungskosten für den Bau und stellt sie dem Verein nicht in Rechnung. „Hierzu wurden im Haushaltsplan 2014 bereits Planungsleistungen in Höhe von 150 000 Euro zur Verfügung gestellt“, erläutert das Amt Schönberger Land.

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„Damit können wir den Verein unterstützen. Mehr ist von unserer Seite aus nicht möglich“, sagt der Schönberger Bürgermeister über das Hilfspaket. Vorteil für die Stadt: Sie muss den Bau einer Kindertagesstätte nicht selbst stemmen. Wie berichtet, sagte Lutz Götze in einer Mitgliederversammlung des Vereins „Haus des Kindes“ im Dezember vorigen Jahres, die Stadt habe derzeit das Geld für den Neubau nicht und er glaube auch nicht, dass sie dafür einen Kredit bekäme. Die Kita sei aber dringend notwendig. Auch bei ihm seien Eltern vorstellig geworden, die für ihren Nachwuchs Betreuungsplätze brauchen – aber in Schönberg nicht bekommen.

Der Bauantrag der Stadt war bereits erfolgreich. „Es besteht Baurecht“, sagt der Bürgermeister. Derweil bemüht sich der Verein „Haus des Kindes“ in Gesprächen mit dem Schweriner Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus um Zuschüsse für den Bau. „Wir sind ständig am Ball“, sagt Geschäftsführer Jens Knispel.



Jürgen Lenz