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Grevesmühlen So entstehen die Lasergeräte
Mecklenburg Grevesmühlen So entstehen die Lasergeräte
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07:15 24.04.2019
Filiz Batam ist Mechatronikerin in Selmsdorf. . Quelle: Rüdiger Jacob
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Selmsdorf

Sie liebt die Technik, und kann Beruf und Familie problemlos unter einen Hut bringen: Filiz Batan arbeitet seit elf Jahren bei dem Lasertechnologie-Unternehmen Foba in Selmsdorf. Der Job macht ihr immer noch Spaß. Inzwischen hat sie zwei Kinder. Ein Problem, Job und Familie miteinander zu kombinieren, hat Batan nicht: „Zu meinem Glück kann ich hier 20 Stunden pro Woche arbeiten“, sagt die Technikerin, die morgens, wenn sie die Kinder zur Schule und zur Kita bringen muss, an keinen festen Arbeitsbeginn gebunden ist.

Faszination Technik

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Zu den Aufgaben der gelernten Mechatronikerin zählt das Bauen und Testen von Lasergeräten. Dabei muss die Monteurin auch die Arbeits- und Prüfanweisungen schreiben. Nach verschiedenen Vorgaben werden die Geräte, die später unter anderem verschiedene Fahrzeugbauteile oder OP-Bestecke mit einem Laser kennzeichnen, gebaut. Auch der Endtest solcher Lasergeräte gehört zum Arbeitsalltag der Mitarbeiterin. Einen Job nur am Schreibtisch kann sich Filiz Batan aber nicht vorstellen. Warum sie sich überhaupt für einen technischen Beruf entschieden hat, bringt sie auf diese Kurzformel: „Es ist die Faszination Technik“, sagt Batan, deren Leistungsfach am technischen Fachgymnasium nämlich Maschinenbautechik war. „Etwas zusammenzuschrauben, etwas zu tun, um am Ende ein Produkt zu sehen, das ist einfach reizvoll“, sagt die Mechatronikerin.

Ausgereifte Kamerasysteme

Konzentriert prüft Filiz Batan die Kabelverbindung an der Platine bei der Endmontage eines Lasers. Flachbandkabel heißt es im Fachjargon. „Prüfziffern, Codes oder andere Kennzeichen befinden sich unter anderem auf elektrischen Kabeln, Kunststoffgehäusen, chirurgischen Instrumenten aus Edelstahl oder Tausenden einzelner Automobilbauteile“, weiß Batan. Foba ist Spezialist für Lasertechnologie, die für die Beschriftung von Oberflächen verwendet wird.

Das Maschinenbauunternehmen entwickelt und produziert Lasersysteme, die in fast allen Industrien zum Einsatz kommen. Die mit Laser markierten Zeichen seien abriebfest und dauerhaft lesbar, denn nur so ließe sich die Rückverfolgbarkeit eines jeden Bauteils über seine gesamte Lebensdauer hinweg gewährleisten. Besonderheit sei bei Foba ein ausgereiftes Kamerasystem, das in der Lage sei, Bauteile und ihre Position zu erkennen und die Markierung passgenau auszurichten.

Das Unternehmen

1969 begann das Unternehmen in Lüdenscheid mit der mechanischen Gravur von Bauteilen. Das Kerngeschäft, die Kennzeichnung von industriellen Produkten, wurde immer weiterentwickelt, seit 2001 werden ausschließlich Laser produziert. Der Lübecker Laserhersteller Alltec fusionierte mit Foba im Jahr 2009, Firmensitz ist seit 2014 Selmsdorf, internationale Vertriebsbüros gibt es in Chicago und Shanghai. Foba expandiert und sucht Mechatroniker und Elektromechaniker.

Rüdiger Jacob

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