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Grevesmühlen So wollten Betrüger dem Sportverein in Grevesmühlen 13.750 Euro stehlen
Mecklenburg Grevesmühlen So wollten Betrüger dem Sportverein in Grevesmühlen 13.750 Euro stehlen
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20:33 14.06.2019
Ein gefälschter Überweisungsträger, den die Sparkasse in Grevesmühlen entdeckt hat. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Das hätte für die Grevesmühlener Handballer richtig teuer werden können: Unbekannte haben versucht, rund 13 000 Euro von ihrem Konto abzuheben beziehungsweise auf ein fremdes Konto zu überweisen. Aufmerksame Mitarbeiter der Sparkasse in Grevesmühlen haben den Betrug verhindert und den gefälschten Antrag herausgefischt.

„Bei größeren Summen kontrollieren die Mitarbeiter die Echtheit solcher Überweisungsträger und vergleichen die Unterschrift des Kontoinhabers, die wir in der Sparkasse hinterlegt haben, mit der auf dem Papier“, erklärt Catrin Bohacek, Leiterin der Geschäftsstelle in Grevesmühlen. Und so war auch dieser Betrug aufgeflogen.

Der Überweisungsträger war ausgefüllt in den Briefkasten der Sparkasse geworfen worden mit der Unterschrift von Abteilungsleiter Christoph Uhle – zumindest sollte sie so aussehen. Sparkassenmitarbeiter riefen, als sie das Formular sahen, Christoph Uhle an, der sofort bestätigte, dass es sich um eine Fälschung handelte. „Unabhängig davon, dass wir solche Summe überhaupt nicht auf dem Konto haben, war ich erschrocken, was es alles gibt, um Leute zu betrügen“, so der fassungslose Abteilungsleiter der Handballer.

Catrin Bohacek, Sparkassen-Filialleiterin in Grevesmühlen: Die Arten der Betrügereien sind mehr als vielfältig. Quelle: Jana Franke

„Die Arten der Betrügereien sind mehr als vielfältig“, bestätigt Catrin Bohacek, die von mehreren Fällen berichtet, die sie in ihrer Laufbahn erlebt habe. Auch in Grevesmühlen gibt es immer wieder Versuche von sogenannten „Enkeltricks“, bei denen Betrüger bei Senioren anrufen, sich als Angehörige ausgeben und um Geld für eine angebliche Notlage bitten.

„Zum Glück kommt es in den meisten Fällen nicht dazu“, so die Geschäftsstellenleiterin. „Mal ist es ein aufmerksamer Taxifahrer, der die Polizei informiert, ein anderes Mal sind es unsere Mitarbeiter, die natürlich nachfragen, wenn sie den Verdacht haben, das jemand in eine Falle laufen könnte.“ Oft geht die Sache gut, doch manchmal wollen die vermeintlichen Opfer auch keine Hilfe. „Es gibt Fälle, in denen Internetbekanntschaften plötzlich um größere Beträge bitten, weil sie dringend Geld bräuchten. Und auch wenn wir die Leute darauf hinweisen, dass es eine Falle sein könnte, manche wollen es einfach nicht hören.“

Vielfältige Arten der Betrugsmaschen

Was Catrin Bohacek erlebt hat, ist vor allem eines: Die Art und Weise der Betrügereien verändert sich stetig. Die Fälle reichen von nicht gelieferten, aber teuer bezahlten Interneteinkäufen über gefälschte Überweisungsträger bis zum Enkeltrick. „Unser Vorteil ist, dass wir die Kunden kennen. Ihre Gepflogenheiten zum Beispiel, und so schöpfen die Mitarbeiter Verdacht, wenn plötzlich unerwartet große Beträge abgehoben oder überwiesen werden. Die Nachfrage ist dann keine Neugier, sondern dient allein dazu, die Kunden zu schützen.“

Elf Fälle seit Jahresbeginn in Nordwestmecklenburg

Dass Vorsicht angebracht ist, zeigt die Statistik der Polizei. Wie Jessica Lerke, Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar mitteilte, habe es seit Jahresbeginn in der Region elf solcher Fälle gegeben, in denen die Unterschrift auf dem Überweisungsträger gefälscht war. „Nur in einem Fall kam es zu einer Überweisung, glücklicherweise war es nur ein geringer Betrag.“ Allerdings sind auch Fälle aktenkundig, in denen es um bis zu 24 000 Euro ging – oder wie im Fall der Grevesmühlener Handballer um mehr als 13 000 Euro.

Jessica Lerke, Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar. Quelle: Michaela Krohn

„Tatsache ist aber auch, dass in allen Fällen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Banken und Sparkassen die Kontoinhaber auf die Sachverhalte aufmerksam gemacht haben“, erklärt Jessica Lerke. „Das zeigt, dass die Sicherheitssysteme gut funktionieren.“

Dass ausgerechnet Vereine wie die Grevesmühlener Handballer ins Visier der Betrüger geraten, hängt mit der Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit zusammen. So sammeln die Sportler natürlich Spenden für den Verein und veröffentlichen ihre Kontodaten auf der Internetseite und Flyern – so haben die Betrüger leichtes Spiel, um an die Daten zu kommen.

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Michael Prochnow

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