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Grevesmühlen Kostenexplosion: Stadtmuseum wird 1,7 Millionen Euro teurer
Mecklenburg Grevesmühlen Kostenexplosion: Stadtmuseum wird 1,7 Millionen Euro teurer
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00:00 14.09.2015
Frühestens im Jahr 2017 wird das Stadtgeschichtliche Museum „Schabbellhaus“ an der Schweinsbrücke nach der Sanierung wieder öffnen.
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Wismar

Die Sanierung und Erweiterung des Museumskomplexes an der Schweinsbrücke wird deutlich teurer als geplant. 1,747 Millionen Euro müssen zusätzlich aufgebracht werden. Der finanzielle Ausgleich soll durch Eigenmittel der Stadt sowie durch Städtebaufördermittel erfolgen. Für Letzteres stellt das Land zusätzlich 1,29 Millionen Euro zur Verfügung, sagt Heike Bansemer, Leiterin der Finanzverwaltung.

Die Gesamtkosten der Sanierung des Stadtgeschichtlichen Museums „Schabbellhaus“ schnellen damit auf 12,39 Millionen in die Höhe. Die Stadt begründet die Mehrkosten mit außergewöhnlichen Verhältnissen (Wechsel bei den Architekten, Vergabebeschwerden, Bauzeitverlängerung), gestiegenen Baupreisen und zusätzlichen Leistungen.

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Auf der September-Sitzung der Wismarer Bürgerschaft soll die Politik den Mehrkosten zustimmen. Dafür und damit für den Weiterbau sprachen sich am Montag im Kulturausschuss Vertreter von SPD, Linke und FDP/Grüne aus. Die CDU enthielt sich, signalisierte aber Zustimmung. Im Vorfeld konnten sich die Abgeordneten am Montag auf der Baustelle über die Hintergründe informieren. Die Presse war nicht eingeladen. Heute tagen die Mitglieder des Finanzausschusses.

Das historische Gebäudeensemble an der Schweinsbrücke 6 bis 8 in der Altstadt gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern in Deutschland. Es wurde 1569 bis 1571 nach Plänen des Utrechter Baumeisters Philipp Brandin errichtet und ist damit eines der frühesten Renaissancebauten im Ostseeraum.

An dem Projekt wird seit 1999 — planerisch — gearbeitet. Die Gesamtkosten wurden seinerzeit mit zehn Millionen Euro beziffert. Erst mit dem Investitionsprogramm des Bundes für Unesco-Welterbestätten (90-prozentige Förderung) konnte das Vorhaben im Jahr 2009 baulich angegangen werden. Bereits 2010 wurde eine Finanzlücke von 643 000 Euro bekannt. Somit beträgt der finanzielle Mehrwand aktuell 2,39 Millionen Euro.

„Können noch weitere Erhöhungen auf den Tisch kommen?“, wollte Wolfgang Box (CDU) im Kulturausschuss wissen und hatte dabei sicherlich auch die wiederholten Teuerungen bei der Theatersanierung im Hinterkopf. Onno Folkerts, geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros Angelis & Partner, erwartet das nicht. Beim jetzigen Bauzustand sei alles einseh- und planbar.

Das war im Vorfeld offenbar nicht der Fall. Zusätzliche Leistungen ergaben sich unter anderem „durch den extrem hohen Wasserstand und die daraus resultierenden Abdichtungsmaßnahmen in den Kellergeschossen sowie durch den vorherrschenden ruinösen Allgemeinzustand der Gebäude. Zudem musste das Nachbargebäude Schweinsbrücke 4 aufwendig mitstabilisiert werden“, erklärt die Verwaltung. Auf der anderen Seite entfällt der unterirdische Sanitärneubau im Hof der Schweinsbrücke 8, die Sanitärbereiche werden im Keller des Schabbellhauses eingegliedert. Ersparnis dadurch: 626000 Euro.



Heiko Hoffmann

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