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Grevesmühlen Kreis: Aus für Tourismus? Landwirtschaft soll Vorrang haben
Mecklenburg Grevesmühlen Kreis: Aus für Tourismus? Landwirtschaft soll Vorrang haben
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06:24 19.09.2014
Die Böden im Klützer Winkel, wie hier in Niendorf, sind sehr hochwertig. Darum möchte sie das Ministerium als Vorrangflächen für die Landwirtschaft festschreiben. Foto: Dana Dolata
Die Böden im Klützer Winkel, wie hier in Niendorf, sind sehr hochwertig. Darum möchte sie das Ministerium als Vorrangflächen für die Landwirtschaft festschreiben. Foto: Dana Dolata Quelle: Dana Dolata
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Wismar

Die Fläche von Nordwestmecklenburg entspricht 8,9 Prozent der Gesamtfläche von Mecklenburg-Vorpommern. Auf diesen 8,9 Prozent sollen 90 Prozent der Vorranggebiete Landwirtschaft des Landes ausgewiesen werden.

So legt es der Entwurf des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung zur künftigen Entwicklung nahe – ohne Rücksicht auf Tourismusschwerpunkte wie Boltenhagen, Wohlenberger Wiek oder die Insel Poel. Zudem werden im Entwurf die Standorte Grevesmühlen/Upahl und Schönberg/Rehna nicht als landesweit bedeutsame Gewerbe- und Industriegebiete aufgenommen.

Das haben die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus des Kreistags von Nordwestmecklenburg am Mittwochabend abgelehnt. Sie befürchten, durch diese Einschränkung könnte die Entwicklung im wirtschaftskräftigsten Landkreis, der landesweit zudem die höchsten Industrieerlöse erzielt, über Gebühr gebremst werden. „Seit 1990 hat das Land einen Landkreises nicht so dramatisch benachteiligt wie jetzt“, sagte der Ausschussvorsitzende Heiner Wilms (SPD).



Sylvia Kartheuser