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Grevesmühlen Küstenschutz an zwei Stellen auf der Insel
Mecklenburg Grevesmühlen Küstenschutz an zwei Stellen auf der Insel
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00:00 09.07.2018
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Timmendorf

Mit dem Buhnenbau am Strand von Timmendorf kann erst in zwei bis drei Jahren begonnen werden. „Die umweltrechtlichen Auflagen sind deutlich höher geworden“, so Bürgermeisterin Gabriele Richter. Das geplante Buhnensystem erstreckt sich auf einer Länge von etwa 1400 Metern von der Nordmole in Richtung Surferstrand. Es besteht aus 17 Buhnen. Die größte Schwachstelle befindet sich am Ende des Campingplatzes in Höhe der Surfschule.

Die Kosten belaufen sich auf 995000 Euro. Land- und Seevermessung schlagen mit 40000 Euro zu Buche, Baugrundgutachten mit 55000 Euro, der Naturschutz 50 000 Euro, der Buhnenbau kostet 850000 Euro. 80 Prozent der Kosten werden gefördert, 20 Prozent muss die Inselgemeinde aufbringen. Noch Anfang 2017 sah der Zeitplan den Baubeginn für diesen Herbst vor. Doch der Stapel an Auflagen vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg wird immer höher. Dazu zählen beispielsweise eine komplette Neukartierung der Biotop- und Lebensraumtypen in dem Abschnitt, Verträglichkeitsuntersuchungen nach EU-Vogelschutz und FFH und ein Artenschutzfachbeitrag.

Der Buhnenbau ist der erste Schritt. Der zweite Schritt lautet Dünenverstärkung und Strandaufspülung. Die Gesamtkosten für Buhnen, Düne und Strand sind mit rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. In der vergangenen Woche gab es ein Bürgerforum in Kirchdorf zur Situation an der Poeler Flach- und Steilküste. 150000 Kubikmeter Sand kosten einschließlich Baustelleneinrichtung, Spülung, Sieben (mögliche Munitionsreste) und Einbau über drei Millionen Euro. Die Düne soll nach Beendigung der Maßnahme einem 100-jährlichen Hochwasser (2,20 Meter über Normal) standhalten.

Für den Küstenschutz im Bereich Timmendorf hatten die Poeler Gemeindevertreter im Oktober 2016 gestimmt. „Es bestehen auch unsererseits erhebliche Sorgen, falls die See mal durchbrechen sollte“, hatte damals Dr. Thomas Zarncke, Mitarbeiter im Umweltministerium, erklärt. Timmendorf-Nord liegt zwar im Außenbereich, doch eine neue Richtlinie des Landes rechtfertigt den Küstenschutz, weil sich dort mit dem Campingplatz eine Bebauung befindet. Am Schwarzen Busch ist das Land zuständig für den Schutz der Bebauung bei Hochwasser. 2008 erfolgte dort der neue Buhnenbau. Die 15 Buhnen sind jeweils 90 Meter lang. 2002 wurden auf einer Länge von 970 Metern 152000 Kubikmeter Sand aufgespült, 2009 abermals 142000 Kubikmeter auf einer Länge von 1100 Metern.

hoff

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