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Grevesmühlen Langes Warten auf neue Kita in Schönberg ärgert Politiker
Mecklenburg Grevesmühlen Langes Warten auf neue Kita in Schönberg ärgert Politiker
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00:00 07.10.2015
Gras und Büsche wachsen in Schönberg immer höher, wo eine Kita gebaut werden soll: hinter dem Schützenhaus. Quelle: Jürgen Lenz
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Schönberg

Seit 2007 wollen Kommunalpolitiker in Schönberg eine neue Kita, mit der der Mangel an Betreuungsplätzen ein Ende hätte. Der Bedarf übersteigt nach wie vor das Angebot in der Stadt, doch begonnen hat der Bau bis heute nicht. „Wir können doch nicht den Eltern sagen: Bleibt zu Hause“, sagt   Annemarie Schoodt (SPD-Fraktion). Sie bekomme eine Gänsehaut, wenn sie höre, wie viele Kinder auf der Warteliste des Vereins „Haus des Kindes“ stehen.

Nach Angaben der Geschäftsführerin Kati Eggert sind alle 303 Plätze in Kindergarten, Krippe und Hort bis zum 31. August 2016 belegt. Auf einer Warteliste für die Zeit bis Ende dieses Jahres stünden 14 Kinder und für Januar bis Ende August 2016 gebe es 24 weitere Anmeldungen. Somit könnten aus heutiger Sicht 38 Anmeldungen nicht berücksichtigt werden.

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Die frühere Vereinsgeschäftsführerin Margret Borowski sagt: „Das Problem ist nicht seit gestern in Schönberg. Es gibt ganze Ordner voll.“ Davon weiß auch Jörn Callies (SPD). Er sagte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales der Stadt Schönberg: „Seit 2006 bin ich hier im Ausschuss. Die Leute fragen: Könnt ihr nicht einmal eine Kindertagesstätte bauen?“ Auch entstehe der Eindruck: „Wir sanieren das Kochsche Haus für über zwei Millionen Euro und kriegen keinen Kindergarten hin.“ Callies kritisierte: „Ich höre immer wieder dieselben Worte — und es wird wieder geschoben.“ Wie berichtet, wollte zunächst die Stadt eine Kita hinter dem Schützenhaus bauen. Baurecht besteht dort bereits. 2014 teilte Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) jedoch mit, die Kommune habe nicht das nötige Geld. Sie wolle aber den Verein beim Bau unterstützen. Mittlerweile haben die Stadtvertreter eine Ausfallbürgschaft und einen Verzicht auf Erbbauzins beschlossen. Die anhaltenden Bemühungen des Vereins um Zuschüsse der EU waren bisher jedoch ohne Erfolg. Dazu sagt Annemarie Schoodt: „Ich bin der Meinung, wir müssen mit Hilfe von Kreis und Träger eine Übergangslösung schaffen. Wir sind gewählte Stadtvertreter. Die Bürger erwarten das von uns.“ Nach Einschätzung von Vertretern der Stadt und des Vereins wäre eine „Containerlösung“ für vielleicht zwei Jahre sehr teuer.



jl

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