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Grevesmühlen „Schmuddelecke“ bietet Parkmöglichkeiten für die Innenstadt
Mecklenburg Grevesmühlen „Schmuddelecke“ bietet Parkmöglichkeiten für die Innenstadt
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16:57 27.01.2019
Das Gelände zwischen Vielbecker See und Ploggensee in Grevesmühlen soll zum Park werden Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Mit dem „OZ“-Beitrag „Schmuddelecke soll zum Park werden“ vom 24. Januar ist endlich einmal ein ganz neuer Aspekt bezüglich der Gestaltung einer möglichen Fußgängerzone benannt worden. Bisher wurden vornehmlich die gegensätzlichen Ansichten von Senioren oder der Gewerbetreibenden betrachtet. Bei allem Für und Wider ist aber nicht die Frage nach möglichen zusätzlichen Parkflächen gestellt worden, die für die Gewerbetreibenden wichtig sein sollten. Diesbezüglich bietet sich die „Schmuddelecke“ am Badstüberbruch geradezu an, bei dessen Umgestaltung auch Parkflächen vorgesehen wären.

Sofort werden die Gewerbetreibenden wieder mit dem „weiten Weg“ vom Parkplatz zur Innenstadt argumentieren. Es wäre etwa die Entfernung, die ich als Bewohner der Parkstraße zurücklegen müsste, wenn ich das Zentrum aufsuche, Bewohner des AWG-Viertels und der Südstadt hätten weitaus längere Wege.

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Wenn Einwohner der Stadt das Zentrum aufsuchen, kommen sie in erster Linie zu Fuß oder per Fahrrad. Wer jetzt noch mit dem Auto zur Innenstadt fährt, könnte sich auf neue Verhältnisse umstellen. So hatten sich durch die jahrelange Sperrung der Schulstraße die Zufahrtsmöglichkeiten für die dortigen Anlieger gravierend verändert. Die Bewohner dieser Straßen stellten sich auf die Einschränkungen ein. An diese Anlieger muss beim Befürworten einer Fußgängerzone unbedingt gedacht werden. Aber dazu gäbe es Möglichkeiten.

Das Anlegen von Parkflächen am Badstüberbruch könnte längerfristig auch zur Belebung von Straßen im nördlichen Stadtkern führen, z. B. durch Gewerbetreibende oder durch Kunsthandwerker.

Wie differenziert man „lange Wege“ beurteilen kann, wird aus dem „OZ“- Beitrag „Diamant-Wohnpark wird bald eröffnet“ am 26./27. Januar deutlich. Im Gegensatz zu den Gewerbetreibenden der Innenstadt argumentiert Investor Reinhold Dierkes mit ganz anderen Worten: „Die Bewohner sind trotz der Ruhe mitten in der Stadt, das Zentrum liegt nur ein paar Schritte entfernt.“ Damit würde er wahrscheinlich auch werben, wenn dieser Wohnpark im Bereich des umgestalteten Badstüberbruchs entstehen sollte. Veränderungen müssten zur Überquerung der jetzigen Umgehungsstraße im Bereich des Badstüberbruchs geschaffen werden. Wi seggt man nich nur in Kreihnsdörp? Wat den einen sin Ul is, is den annern sin Nachtigal.“

Eckart Redersborg

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