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Grevesmühlen Mehr Unfälle und mehr Verkehrstote in Nordwestmecklenburg
Mecklenburg Grevesmühlen Mehr Unfälle und mehr Verkehrstote in Nordwestmecklenburg
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15:15 10.07.2019
Im November 2018 ist es zu einem Unfall auf der A 20 zwischen Bobitz und Wismar gekommen. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Wismar

Mehr Unfälle und mehr Verkehrstote: Die Polizeiinspektion Wismar hat die Bilanz 2018 für den Landkreis Nordwestmecklenburg veröffentlicht – und die sieht längst nicht so gut aus wie im Jahr zuvor. Insgesamt sind 5390 Verkehrsunfälle registriert worden. Entgegen dem Landestrend ist das eine Zunahme um 217 Unfälle (+4,19 Prozent).

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Verunglückten, dazu zählen Leicht- und Schwerverletzte sowie bei Unfällen getötete Personen, ist ebenfalls angestiegen – um 58 Unfälle auf insgesamt 549. In die sind 752 Personen verwickelt gewesen. Das sind 98 mehr als im Jahr 2017. Von diesen Verkehrsteilnehmern zogen sich 152 (+42) schwere und 591 (+50) leichte Verletzungen zu.

Neun Verkehrstote, darunter drei Kinder

Neun Menschen sind durch die Unfälle gestorben. Das sind zwei mehr als das Jahr zuvor. Davon kamen vier Menschen (2017 waren es zwei) bei sogenannten Baum-Unfällen ums Leben. Unter allen Verstorbenen waren ein Radfahrer, ein Fußgänger, ein Rollstuhlfahrer sowie sechs Menschen, die in Pkw zu Tode gekommen sind. Drei der neun Toten waren Kinder.

Zu den Straßen, auf denen es in den vergangenen drei Jahren häufiger zu Unfällen gekommen ist, zählt die Abfahrt Wismar-Mitte – speziell dabei die Einfädelung auf die Bundesstraße 208, also wenn man von der A20 nach Wismar abbiegt und anders herum. Weitere Straßen sind die L 03 in Grevesmühlen im Bereich der Kreuzung Grüner Weg / Wismarsche Straße sowie die B 104 im Bereich der Einmündung Ratzeburg in Richtung Ratzeburg.

Ein wichtiger Baustein, die Straßen sicherer zu machen, sei die Verkehrsprävention, teilt die Polizeiinspektion Wismar mit. In Kitas und Schulen würden Präventionsbeamte den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr zeigen. Auch mit Jugendlichen und Erwachsenen würden Veranstaltungen wie Senioren- und Verkehrssicherheitstage durchgeführt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Insgesamt hätten 12 075 Teilnehmer die 440 Veranstaltungen der Polizeiinspektion besucht.

Die Zahl der Temposünder ist gestiegen

Natürlich sind auch Kontrollen durchgeführt worden. Zum einen hätte es unmittelbar nach Verstößen sogenannte Anhaltekontrollen gegeben, um mit den Verkehrsteilnehmern ins Gespräch zu kommen. Zum anderen sind bei Verkehrsüberwachungen insgesamt 42 476 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt worden. Das sind 5830 Fälle (+15,9 Prozent) mehr als im Vorjahr (+15,9 %). Davon waren 34 681 Geschwindigkeitsverstöße (2017 waren es 26 830).

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist eine der Hauptunfallursachen auf den Straßen in Nordwestmecklenburg. Auch die erfassten Ordnungswidrigkeiten haben sich erhöht, wie zum Beispiel die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes (+47 auf 101), Handyverstöße (+42 auf 882), Überhol-Verstöße (+59 auf 283) und technische Mängel am Fahrzeug (+154 auf 341).

Einige Verstöße sind auch weniger geworden

Rückläufig hingegen waren die Zahlen der erfassten Ordnungswidrigkeiten unter anderem in nachfolgenden Bereichen: Verstöße gegen die Gurtpflicht (-1.043 auf 1449), Halte- und Parkverstöße (-550 auf 437) und sogenannte Rotlichtverstöße (-33 auf 130).

Außerdem sind weniger Verkehrsteilnehmer registriert worden, die unter Drogeneinfluss unterwegs waren. Hier sank die Zahl um 27 auf insgesamt 192 Fälle. Festgestellte Trunkenheitsfahrten sind hingegen leicht auf insgesamt 256 gestiegen.

1613 Wildunfälle mit 14 verletzten Personen

Die Anzahl der Wildunfälle im Landkreis Nordwestmecklenburg reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 73 (-4,3 Prozent) und lag 2018 bei insgesamt 1613. Das ist ein prozentualer Anteil an der Gesamtverkehrsunfallzahl von 29,9 Prozent. Dabei erlitten drei Personen schwere und elf leichte Verletzungen.

Unfälle sind kein Schicksal. Sie resultieren in den meisten Fällen aus Fehlverhalten und Regelverstößen von Verkehrsteilnehmern“, sagt die Leiterin der Polizeiinspektion Wismar, Sybille Hofmann. Deshalb seien Verkehrskontrollen unverzichtbar. Kein Pardon gebe es bei Dränglern, Rasern, Alkohol- und Drogenfahrern. Denn hinter den nüchternen Zahlen der Verkehrsunfallstatistik würden sich Schicksale und Leid verbergen. „Menschen wurden aus dem Leben gerissen und hinterließen Angehörige und Freunde. Auch für manchen Schwerverletzten ist die Welt nicht mehr die, die sie vor einem Unfall war.“

Wie gefährlich sind Mecklenburg-Vorpommerns Straßen? Im Jahr 2018 starben 86 Menschen bei Verkehrsunfällen im Land – sieben mehr als im Vorjahr. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke zu Unfällen, die sich seit 2018 in Mecklenburg-Vorpommern ereignet haben, und fahren Sie bitte rücksichtsvoll.

Kerstin Schröder

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