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Grevesmühlen Mit intelligenten Bussen zur Schule und zurück
Mecklenburg Grevesmühlen Mit intelligenten Bussen zur Schule und zurück
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17:20 26.07.2018
Schauen dem Projekt optimistisch entgegen: (v. l.) Tino Waldraff, Mitarbeiter beim Landkreis Nordwestmecklenburg, Lauenburgs Landrat Christoph Mager, Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss und Tim Leufker, Mitarbeiter beim Kreis Lauenburg – hier mit Utensilien des Projekts OptiWeb, das in Ratzeburg Erfolg hat: Tablet, Scanner und Schülerkarte. Quelle: Franke Jana
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Grevesmühlen

Sieben Buchstaben, die den Schülerverkehr attraktiver machen sollen: MintesO. Die Abkürzung steht für den etwas komplizierten Wortlaut „Minderung der Treibhausgas-Emission der Schülerbeförderung in den (Land-)Kreisen Nordwestmecklenburg und Herzogtum Lauenburg durch intelligente Systeme zur Fahrweg- sowie Fahrweise-Optimierung“. Vereinfacht ausgedrückt, braucht es letztlich nur zwei Dinge: eine elektronische Chipkarte für Schüler und einen Bordcomputer im Bus.

Auf der Chipkarte ist die Wegstrecke des Schülers gespeichert – von der Bushaltestelle am Wohnort zur Schule und zurück. Die wird an den Bordcomputer im Bus gehalten und der Fahrer weiß, welche Haltestellen er anfahren muss. Kurzum: Werden weniger Haltestellen angefahren, spart das Zeit, Geld und es ist umweltschonender.

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Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Herzogtum Lauenburg könnte im Februar 2021 starten, die Ausschreibungen sollen noch in diesem Sommer erfolgen. Im ersten Schritt werden für die etwa 170 Busse im Schülerverkehr in Nordwestmecklenburg Bordcomputer angeschafft. Danach erfolgt die Programmierung eines zentralen IT-Hintergrundsystems. Die Investitionskosten liegen in beiden Kreisen bei insgesamt mehr als 2,4 Millionen Euro. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit 90 Prozent. Außerdem werden weitere fünf Prozent aus den Förderfonds der Metropolregion Hamburg finanziert.

Ein ähnliches Projekt - OptiWeb - läuft seit vergangenem Herbst in Ratzeburg. Von 25 Prozent CO2-Einsparungen von Januar bis März spricht Tim Leufker, Mitarbeiter im Fachdienst Regionalentwicklung und Verkehrsinfrastruktur beim Kreis Herzogtum Lauenburg. Auch die Fahrkilometer der Busse hätten sich deutlich reduziert. So gibt es eine Linie, die mit dem System statt 45,1 Kilometer nur 10,3 Kilometer unterwegs war. In Fahrdauer ausgerechnet rollte der Bus nur 20 statt sonst 80 Minuten über die Strecke. Halte ohne Ein- und Ausstiege zählte diese Linie vor dem System 20, jetzt sind es null, weil der Bus nur die Haltestellen anfährt, die von den Schülern wirklich gewünscht werden.

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OZ