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Grevesmühlen Nach dem Mord an der Joggerin bleibt die Angst
Mecklenburg Grevesmühlen Nach dem Mord an der Joggerin bleibt die Angst
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07:19 21.01.2014
Tunnelblick: Seit dem Mord an der Joggerin sind im früheren Grenzstreifen deutlich weniger Menschen unterwegs als zuvor. Die meisten, die es wagen, sind Männer.
Tunnelblick: Seit dem Mord an der Joggerin sind im früheren Grenzstreifen deutlich weniger Menschen unterwegs als zuvor. Die meisten, die es wagen, sind Männer. Quelle: Jürgen Lenz
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Herrnburg

Seit dem Mord an einer Joggerin bei Herrnburg (Nordwestmecklenburg) ist das Leben vieler Menschen im Ort nicht mehr so wie vorher. Viele wagen sich nicht mehr allein in den Wald, holen ihre Kinder mit dem Auto von Kindergarten und Schule ab und meiden den früheren Grenzstreifen, auf dem die 29-Jährige am 7. Juli 2013 getötet wurde.

„Man denkt immer wieder dran. Die Betroffenheit ist immer noch da“, sagt Erhard Huzel (55), Bürgermeister der Gemeinde Lüdersdorf, zu der Herrnburg gehört. Auch seine Tochter laufe ihre frühere Strecke an der Grenze nicht mehr. Sabine Bretzing (49), Vorsitzende des Vereins „Sport und Freizeit Herrnburg“, sagt: “Ich habe das Gefühl, dass die Leute aufmerksamer geworden sind, hellhöriger.“

Voraussichtlich am Mittwoch fällt das Landgericht Schwerin das Urteil gegen den 46-jährigen Tatverdächtigen Norman L.. Der Lübecker hat gestanden, Anna-Lena U. getötet zu haben, bestreitet aber die Absicht.


Video: Nach dem Mord bleibt die Angst



Jürgen Lenz