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Grevesmühlen Neue Runde im Streit um Supermärkte
Mecklenburg Grevesmühlen Neue Runde im Streit um Supermärkte
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06:00 10.05.2014
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Grevesmühlen

Die Stadt Grevesmühlen wagt einen erneuten Vorstoß, auf dem Gelände am ehemaligen Güterbahnhof ein Einkaufszentrum anzusiedeln. Der Bauausschuss der Stadtvertretung befürwortete am Donnerstag mehrheitlich den Entwurf und die Auslegung des Bebauungsplanes. Das passt David Corleis, der seinerseits das ehemalige Lidl-Gelände unter anderem mit einem Supermarkt reaktivieren will, gar nicht. „Ich werde diesen Plan bekämpfen“, sagte er.

Noch weniger erbaut war er darüber, dass auf dem Gelände rund um das Sägewerk, zu dem auch der ehemalige Lidl-Markt gehört, gleichzeitig ein B-Planverfahren eingeleitet werden soll. „Wir wollen das Gebiet städtebaulich neu ordnen“, sagte Bauamtsleiter Lars Prahler. Dazu gehört unter anderem auch die Erstellung von Gutachten, etwa zum Schallschutz oder zu Altlasten. Der Eigentümer des Sägewerks habe in Gesprächen signalisiert, dort für die Entwicklung des eigenen Betriebes Klarheit haben zu wollen. Mehrheitlich stimmte der Bauausschuss dafür.

Gleichzeitig sollte auf Vorschlag der Stadtverwaltung eine sogenannte Veränderungssperre erlassen werden, die bedeuten würde, dass auf dem Gelände nichts ohne Zustimmung der Kommune gebaut werden darf. Dieser Vorschlag wurde von den Ausschussmitgliedern abgelehnt.

Sofern die Stadtvertretung am 19. Mai der Planung zu Aldi/Markant zustimmt, muss unter anderem erneut die Landesplanung eine Stellungnahme dazu abgeben. Ohne ein positives Votum aus Schwerin wäre der B-Plan nicht umsetzbar. Schon einmal war diese an einer negativen Stellungnahme der Landesplanung gescheitert.



Robert Niemeyer