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Grevesmühlen Plan für Adventuregolfplatz wurde abgespeckt
Mecklenburg Grevesmühlen Plan für Adventuregolfplatz wurde abgespeckt
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12:27 28.02.2019
Die Minigolfanlage an der Mittelpromenade in Boltenhagen war lange verwildert und soll ein Adventuregolf-Park werden. Quelle: MALTE BEHNK
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Boltenhagen

Die Mitglieder des Bauausschusses in Boltenhagen waren enttäuscht, als ihnen jetzt ein neuer Entwurf für den geplanten Bau einer Adventuregolf-Anlage bei der „Villa Minerva“ vorgestellt wurde. Der neue Plan hatte nämlich nicht mehr viel mit der Präsentation gemeinsam, die im Dezember 2016 fast sprachlose Begeisterung hervorgerufen hatte.

„Wir haben das Projekt überarbeitet, weil der Investor eine gut erschlossene, wirtschaftlich funktionierende Anlage schaffen möchte“, sagte Dimitri Peplov vom Büro „Live Planung“ aus Norderstedt. Er hatte auch schon 2016 die Entwürfe vorgestellt. An denen hatte vor allem eine vorgesehene Kuppel die Boltenhagener begeistert. „Die Kuppel würde das Projekt aber auf mehr als 5 Millionen Euro bringen“, erklärte Peplov auf Frage der Ausschussmitglieder. Das wäre aus Sicht seines Auftraggebers Jürgen Finkbeiner von der MiSoCad GmbH & Co. KG, der die „Villa Minerva“ und das Grundstück zwischen Mittel- und Srtandpromenade gehört, nicht mehr wirtschaftlich.

Der aktuelle Entwurf zeigt eine reine Minigolfanlage, deren 18 Bahnen aber nicht mehr wie früher aus Beton oder festen Platten gebaut sind, sondern mit Kunstrasen in eine Landschaft modelliert werden. Adventuregolf nennt sich die attraktive Gestaltung. In Klütz hat Mario Rieck so eine 18-Loch-Anlage im September 2017 eröffnet, die seitdem viele Besucher anzieht.

„Was uns 2016 begeistert hat, war diese Kuppel, in der es auch Angebote für schlechtes Wetter oder die Nebensaison geben sollte“, sagte Bauausschussmitglied Steffen Beckert bei der neuen Präsentation in Boltenhagen. „Ich habe mir das als tollen Anziehungspunkt für Boltenhagen vorgestellt, weil es sowas woanders nicht gibt.“ Dem schloss sich Ausschussmitglied Detlef Rödiger direkt an. „Dieser Entwurf ist relativ beliebig“, kritisierte er. Der Bauausschussvorsitzende Michael Steigmann erklärte, dass die Kuppel, die nun aus dem Entwurf verschwunden ist, höher geworden wäre als die „Villa Minerva“. „Zusätzlich ist es nicht zu einer geplanten Kooperation mit dem Besitzer des Nachbargrundstücks der Minigolfanlage gekommen“, sagte er. Dort war geplant, ein Freiluftkino aufzubauen, dass im Winter auch als Eislaufbahn hätte genutzt werden können. Sowohl ein Kino als auch ein Angebot für Herbst und Winter wünschen sich die Boltenhagener seit langem. „Diese Multifunktionalität war der Grund, warum ich 2016 dem Projekt zugestimmt habe. Jetzt fehlen mir die anderen Angebote“, sagte Wolfgang Kupsch.

Vor allem, weil im neuen Plan ein Funktionsgebäude an der Mittelpromenade vorgesehen wird, in dem die Minigolfschläger ausgegeben aber auch Speisen und Getränke angeboten werden sollen, äußerte auch Christiane Meier im Ausschuss Bedenken und erinnerte an die Diskussion um eine Kaffeegartensatzung. „Wenn wir jetzt hier etwas derartiges zulassen, erheben andere Gastronomen auch Anspruch an der Mittelpromenade so etwas aufzubauen“, sagte sie.

Minigolf an der Mittelpromenade

Seit 2001 bis 2014 konnten Familien auf der Minigolfanlage vor der „Villa Minerva“ ihre Geschicklichkeit testen. Außer herkömmlichen Minigolfbahnen standen ihnen auch Bahnen auf Tischen zur Verfügung, auf denen der Ball mit einer Art Queu wie beim Billard gestoßen wurde.

Nachdem es nach der Schließung der Anlage Beschwerden gegeben hatte, wurde 2016 die Präsentation einer modernen Adventuregolf-Anlage mit einem Indoorspieltplatz und Freiluftkino begeistert aufgenommen.

Der überarbeitete Plan der Anlage war für die Mitglieder des Bauausschusses ernüchternd, weil die Punkte jetzt fehlen, die den Boltenhagenern gefallen hatten.

Da schon ein Zeitplan für den notwendigen Bebauungsplan vorliegt, taten sich die Mitglieder des Bauauschusses schwer, der Gemeindevertretung einen Beschluss zu empfehlen. Mit drei Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme wurde der Gemeindevertretung empfohlen, den B-Plan weiter zu verfolgen und die Öffentlichkeit zu beteiligen. Die Gemeindevertretung tagt wieder am Donnerstag, 14. März.

Malte Behnk

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