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Grevesmühlen Patientin ohne Gepäck in Rehaklinik
Mecklenburg Grevesmühlen Patientin ohne Gepäck in Rehaklinik
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15:09 23.11.2018
Der Koffer mit Bad- und Sportkleidung ist der Berlinerin für vier Wochen Kuraufenthalt wichtig. Quelle: FOTOLIA
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Boltenhagen

Ein verzweifelter Hilferuf hat unsere Redaktion am Donnerstagvormittag erreicht. Das Gepäck einer Berlinerin, die sich zur Reha nach einer Krebsbehandlung in der Boltenhagener Strandklinik aufhält, war auf dem Weg aus der Hauptstadt an die Ostsee verloren gegangen. Ohne Sportschuhe, Badeanzug und Handtuch hätte Rita Schulz ihre Anwendungen nicht durchführen können. Zwar hatte sie sich mit dem Nötigsten vor Ort ausgestattet, als die Koffer nicht wie vereinbart in Boltenhagen angekommen waren. Doch ohne ihr Gepäck wäre an den Kuraufenthalt nicht mehr zu denken gewesen. Sie hätte die vierwöchige Reha abbrechen müssen.

Suche der Klinik blieb erfolglos

Die Strandklinik, die den Transport des Gepäcks mit dem Hermes Versand Service organisiert hatte, bemühte sich sofort, den Verbleib des Koffers zu ermitteln – zunächst erfolglos. Knud-Eike Gumprecht, ein Freund von Rita Schulz, hatte sich ebenfalls eingeschaltet und den Kontakt zur Spedition Hermes aufgenommen. Deren Mitarbeiter hatten das Gepäck ordnungsgemäß am Sonnabend, 17. November, in Berlin abgeholt. Daraufhin reiste auch die 68-jährige Berlinerin am Dienstag an die Ostsee, im Vertrauen, das auch ihre Koffer dort ankommen würden. Das war aber nicht der Fall. Auch am Mittwoch und am Donnerstag war zunächst kein Gepäck in der Klinik.

In der Strandklinik in Boltenhagen verbringt Rita Schulz vier Wochen zur Reha. Quelle: ROBERT NIEMEYER

Besorgter Freund suchte Hilfe

In der Sorge, dass seine Freundin ihre Reha in Boltenhagen abbrechen müsste, wandte sich Knud-Eike Gumprecht an die OSTSEE-ZEITUNG. Rita Schulz könne durch einen Abbruch der Rehamaßnahme schlimmstenfalls in Ängste und Depressionen zurückfallen, die durch die Diagnose des Brustkrebs ausgelöst wurden. Wir haben dann Kontakt mit der Pressestelle von Hermes aufgenommen, wo sich ein freundlicher Mitarbeiter auf die Suche nach dem vermissten Gepäck machte. Er erklärte zudem, dass eine Zustellung des Gepäcks eigentlich innerhalb von zwei bis maximal drei Werktagen erfolgen sollte.

Spedition verspricht Entschädigung

Am frühen Abend gab es dann die Mitteilung aus der Pressestelle, „dass der Koffer von Frau Schulz heute um 14.46 Uhr zugestellt werden konnte“. Hermes entschuldigt sich ausdrücklich für die Verspätung und die entstandenen Unannehmlichkeiten. Grund für die verspätete Auslieferung seien Verzögerungen im Zulieferverkehr an das Logistik-Center Berlin/Brandenburg gewesen. Hermes kündigt an, dass Rita Schulz die Transportkosten erstattet werden und zusätzlich eine kleine Entschädigung gezahlt werden soll.

Freude über gelieferte Koffer

Die Nachricht über das ausgelieferte Gepäck erfüllte Knud-Eike Gumprecht mit großer Freude. „Wir uns gesund Wähnenden können nicht annähernd erahnen, was die Diagnose Krebs im Innersten der Betroffenen von einer Sekunde zur anderen wirklich bewirkt“, hatte er mitfühlend über die Erkrankung seiner Freundin geschrieben. „Umso verheerender wirken zusätzliche, von außen angetragene negative Belastungen auf die psychische und physische Verfassung - und damit auf den gesamten komplexen Genesungsprozess der Betroffenen ein“, umschrieb er, was der Gepäckverlust für Rita Schulz bedeutet hatte.

Reisen ohne Kofferschleppen

Wer verreisen möchte, muss nicht unbedingt seinen Koffer mit sich schleppen oder hinter sich her ziehen. Es gibt Möglichkeiten, getrennt vom Gepäck zu reisen. Die Koffer werden dann zu Hause abgeholt und ans Reiseziel geliefert. Auch ein Transport von der Wohnung zum Flughafen ist möglich. Hauptanbieter sind die großen Speditionen DHL und Hermes, auch UPS und GLS haben einen solchen Service. Auch die Deutsche Bahn hat einen Gepäckservice im Angebot. Sie arbeitet dabei zum Teil mit Hermes zusammen.

Gumprecht berichtet, dass Rita Schulz überglücklich ihre Koffer in Empfang genommen hat. Sie freue sich, dass ihr unbedingt notwendiger Kuraufenthalt in Boltenhagen nun gerettet ist. Die 68-Jährige kann sich nun vollkommen auf ihre Genesung konzentrieren und alle Anwendungen mitmachen, die ihr in der Strandklinik geboten werden.

Malte Behnk

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