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Grevesmühlen Parkkonzept in der Innenstadt auf dem Prüfstand
Mecklenburg Grevesmühlen Parkkonzept in der Innenstadt auf dem Prüfstand
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15:54 20.04.2018
Grevesmühlen

Grevesmühlen. Ein Trabant misst etwa 1,50 Meter in der Breite. Dieses Fahrzeug gehörte zu DDR-Zeiten zum Bild von Grevesmühlen. Nun sind sie eher selten und in den Parktaschen stehen Fahrzeuge mit einer Breite von 1,80 bis 1,90 Meter. Die Gegebenheiten sind aber nicht breiter geworden. Kurzum: Es wird eng in Grevesmühlens Innenstadt. „Es ist derzeit nicht gesichert, dass Rettungskräfte überall schnell an ihr Ziel kommen. Wir müssen handeln“, verkündete Bürgermeister Lars Prahler auf der Einwohnerversammlung, zu der die Stadt am Donnerstagabend in den Rathaussaal geladen hatte. Deshalb soll die Parkordnung in Grevesmühlen auf den Kopf gestellt werden. In einigen Bereichen der Altstadt könnte es gänzlich Parkverbot geben und Anwohner, die bisher direkt vor der Haustür parkten, müssen mit Einschnitten rechnen. Das letzte Lied ist noch nicht gesungen, aber Lars Prahler machte sich am Donnerstagabend unter den etwa 100 anwesenden Gästen bereits ein Bild, wie sie zu Parkausweisen für Anwohner stehen. So könnte die Situation schon etwas entschärft werden, da mitunter auch Auswärtige in den engen Straßen stehen.  Ergebnis: die Mehrheit sprach sich für eine Möglichkeit der Ausweise aus. Letztlich entscheidet die Straßenverkehrsbehörde und am Ende die Stadtvertretung.

Das neue Parkraumkonzept könnte im Zuge der großen Baumaßnahme - Sanierung der Kirchstraße, des Ziegenhorns, der Neustadt, der Kleinen Alleestraße, des Mönchhofs und der Schulstraße - greifen. Öffentlich ausgeschrieben werden soll das 2,1 Millionen Euro teure Projekt im Herbst, Baubeginn ist für Frühjahr 2019 geplant, die Fertigstellung für Sommer 2020. Die Frage nach dem Warum der Maßnahme aus dem Publikum beantwortete Lars Prahler mit eindeutigen Zahlen: Die Mammutanteil wird aus Fördermitteln bezahlt, fast 70 Prozent. Der städtische Haushalt wird mit 700000 Euro belastet. „Schieben wir das Vorhaben in diesem Jahr nicht an, fallen die Fördermittel weg und wir müssen die Sanierung des Gebiets zu 100 Prozent zahlen.“ Das Finanzielle sei das eine. Hinzu komme, dass die Bürgersteige in dem Bereich kaum nutzbar seien und die Kirchstraße Querrisse habe. Auch die Gehwegbeleuchtung sei dringend sanierungsbedürtig.

In großen Teilen wird es eine Asphaltstrecke bleiben, nur in Kreuzungsbereichen ist Betonpflaster geplant. Die Bürgersteige werden überfahrbar gestaltet. In der Neustadt sind sieben zusätzliche Stellflächen in Planung. Finanziell beteiligt werden die Anwohner an der Baumaßnahme nicht. Allerdings ermittelt ein Gutachter die Wertsteigerung des Grundstücks durch das Vorhaben, an dessen Kosten die Grundstückseigentümer beteiligt werden.

Was die Grevesmühlener noch bewegt

Die Ruine in der Kleinen Seestraße erhitzt nicht nur die Gemüter der Anwohner, die täglich den Anblick ertragen müssen, sondern auch der Autofahrer, die sich an der von der Stadt aus Sicherheitsgründen aufgestellten Absperrung vorbeischlängeln müssen. „Wir stehen in Kontakt mit dem Eigentümer“, verdeutlichte Lars Prahler, machte aber auch klar, dass dieser nur über einen langen rechtlichen Weg gezwungen werden kann, an der Situation etwas zu verändern. 

Eine Kegel- oder Bowlingbahn wünscht sich zum Beispiel Elvira Kausch wieder in der Stadt - so wie es einst war. In den vergangenen 15 Jahren habe es drei Investoren gegeben, die sich mit einem solchen Vorhaben beschäftigten. Einer wollte vier Bahnen im ehemaligen Kino errichten, was sich am Ende finanziell aber nicht gelohnt hätte. Vorschläge gab es auch für den Standort neben dem Hähncheneck an der B105 und in der Wismarschen Straße Ecke Grüner Weg, wo einst der Jugendklub zu finden war. Auch die Projekte gingen letztlich nicht weiter ins Detail. „Ich hindere niemanden daran, diese Idee zu verfolgen. Ich denke, dass sich eine Kegel- oder Bowlingbahn in der Einflugschneise von Boltenhagen lohnen würde“, meint Lars Prahler.

Franke Jana

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