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Grevesmühlen Wismar ist 451 Millionen Euro reich
Mecklenburg Grevesmühlen Wismar ist 451 Millionen Euro reich
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00:00 29.04.2014
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Wismar

Arm oder reich? Bis hin zu Bäumen wurde erstmals das städtische Eigentum in allen Einzelheiten erfasst und bewertet.

Danach verfügt die Hansestadt über ein Vermögen von 451 Millionen Euro bei einem Eigenkapital von 185 Millionen Euro. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 41 Prozent. Das Eigenkapital ist ein Gradmesser für die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Stadt.

Alles zusammengefasst findet sich in der Eröffnungsbilanz der Stadt wieder. Stichtag ist der 1. Dezember 2012. Die Bilanz wurde von der Bürgerschaft in der letzten Woche beschlossen. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) spricht von einer Mammutaufgabe in den letzten Monaten. Bäume wurden gezählt, Fahrzeuge begutachtet, Straßen abgelaufen. Viele einzelne Positionen waren zu beurteilen. Die Eröffnungsbilanz stellt künftig die Grundlage des kommunalen Haushaltens dar.

Den größten Teil des Vermögens stellen Sachanlagen mit 286 Millionen Euro dar. Dazu zählen zum Beispiel Straßen, Hafenanlagen, Brücken und Bäume mit etwa 158 Millionen Euro. Auf Grundvermögen wie bebaute Grundstücke, Schulen, Kirchen, Museen, Verwaltungs- und andere Gebäude entfallen mehr als 93 Millionen Euro. Wismar hat zudem unbebaute Grundstücke im Wert von rund 29 Millionen Euro.

Für alle städtischen Beteiligungen wie beispielsweise an den Stadtwerken, an Eigenbetrieben wie dem Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb und am Städtebaulichen Sondervermögen wurde ein Wert von etwa 130 Millionen Euro ermittelt. „Kein unerheblicher Wert“, so Bürgermeister Thomas Beyer, der zum Ausblick sagt: „Welchen Einfluss auf unsere Bilanz die Beteiligungen haben, dies wird sich erst beim ersten Konzernabschluss zum Jahresende 2014 genauer zeigen.“

Diesen Werten stehen auf der Passivseite Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen von 102 Millionen Euro gegenüber. Für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verbindlichkeiten müssen 35,8 Millionen Euro aufgebracht werden.

Beyer: „Für die Zukunft heißt dies unter dem Strich, neben der laufenden Aufgabenerfüllung unser kommunales Vermögen durch effiziente Investitionen zu erhalten und zu mehren und gleichzeitig darauf zu achten, Kreditverbindlichkeiten zu reduzieren. Durch umsichtige Haushaltswirtschaft und Umsetzung aller geplanten Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen sollte es uns in den nächsten Jahren gelingen, unser Eigenkapital zu mehren und Altfehlbeträge abzubauen.“

René Domke (FDP) spricht von einem Steuerungsinstrument für die Zukunftsgestaltung. Für Wolfgang Rickert (SPD) wird die Haushaltsführung transparenter.

Michael Werner (Für Wismar) glaubt, dass jetzt ehrlicher mit dem Haushalt umgegangen werden kann. Für Senator Michael Berkhahn (CDU) ist klar, dass die Verwaltung künftig wirtschaftlicher betrachtet wird. Für ihn ist die Erkenntnis wichtig: „Wismar ist mitnichten pleite.“



Heiko Hoffmann

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