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Grevesmühlen Postengeschacher im Nordwestkreis
Mecklenburg Grevesmühlen Postengeschacher im Nordwestkreis
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06:42 11.06.2014
Kerstin Weiss (SPD) und Gerhard Rappen (CDU) treten bei der Stichwahl um das Amt des Landrates von Nordwestmecklenburg am Sonntag, 15. Juni, gegeneinander an. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Der Vorstoß von Helmut Holter, Vorsitzender der Landtagsfraktion der Linkspartei, für die Unterstützung der SPD-Landratskandidatin Kerstin Weiss im Gegenzug einen Beigeordnetenposten für die Linke zu fordern, hat im Landkreis Nordwestmecklenburg für Unverständnis gesorgt. „Es wäre schlechter Stil, wenn das Fell bereits verteilt wird, bevor der Bär erlegt ist“, sagte Erhard Huzel, Kreisvorsitzender der CDU.

Helmut Holter hatte in der vergangenen Woche signalisiert, dass die Linke die SPD-Kandidatin Kerstin Weiss bei der anstehenden Stichwahl um das Landratsamt am Sonntag, 15. Juni, unterstütze. Denkbar sei im Gegenzug die Zusicherung eines Dezernentenpostens im Landratsamt für die Linke. Ins Gespräch gebracht wurde Björn Griese, bisheriger Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag.

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Helmut Holter hat gesagt, die SPD möge auf uns zukommen. Und das ist sie“, sagte Björn Griese selbst. Dabei sei es allerdings nicht um mögliche Posten gegangen. „Das stand nicht zur Debatte. Es ging nur um Inhalte“, sagte Griese. Der Kreisverband der Linken hatte sich in der vergangenen Woche tatsächlich dazu entschieden, Kerstin Weiss zu unterstützen.

Auch von der SPD wurde die Kritik der Kungelei und des Personengeschachers zurückgewiesen. „Wir haben uns nichts erkauft“, sagte Sylvia Radtke, Kreisvorsitzende der SPD. Es werde keine klassische Koalition oder engere verbindliche Vereinbarungen geben. Radtke: „Es schadet der Glaubwürdigkeit der Politik, wenn sie auf Personalgeschacher reduziert wird. Das spielt auf kommunaler Ebene keine große Rolle.“



Robert Niemeyer