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Grevesmühlen Das ist Nordwestmecklenburgs Unternehmer des Jahres 2019
Mecklenburg Grevesmühlen

Ralf Lorber wird Nordwestmecklenburgs Unternehmer des Jahres 2019

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22:32 11.03.2020
Zum "Unternehmer des Jahres 2019" ist Ralf Lorber (r.) von den Wismarer Egger-Werken gekürt worden. Michael Jürgensen vom Sana Klinikum hielt die unterhaltsame Laudatio. Quelle: Jana Franke
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Klütz/Wismar

Langjährige, erfolgreiche Arbeit. Check. Stetige Entwicklung des Unternehmens. Check. Engagement in außergewöhnlich hohem Maße – sozial und gesellschaftlich. Check. Kommune maßgeblich weiterentwickelt. Check. Ralf Lorber hat alle Punkte erfüllt, so entschied es die Jury, um Unternehmer des Jahres zu werden. Der 54-jährige Geschäftsführer der Egger Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co. KG ist am Mittwochabend auf dem Unternehmerempfang des Landkreises im Westflügel des Schlosses Bothmer in Klütz zu eben diesem gekürt worden.

Die unterhaltsame Laudatio hielt ein langjähriger Weggefährte: Michael Jürgensen, Geschäftsführer der Sana Hanse-Klinik Wismar. „Es ist eine sehr große Ehre, eine Laudatio für einen Menschen zu halten, den ich sehr schätzen gelernt habe und mit dem ich Pferde stehlen würde“, lobte er.

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Gemeinsam wirken sie im Verein Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar (WOW), der Impulsgeber für die Gründung des Welcome Service Centers in Nordwestmecklenburg war – eine von Fachkräften und Firmen nachgefragte Institution, dessen kostenfreier Service sich unter anderem an Rückkehrer, Pendler, Studenten, Zugewanderte und Jobwechsler wendet. Für das besondere Engagement bei der Sicherung von Fachkräften ist die Initiative 2016 in Berlin vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet worden.

Mitarbeiter loben ihren Chef

Höchst intensive Detektivarbeit habe Michael Jürgensen an den Tag legen müssen, um in Erfahrung zu bringen, wie angesehen Ralf Lorber außerhalb der Initiative, insbesondere bei den Egger-Werken ist. Die Befragung von Mitarbeitern und dem Betriebsrat habe ergeben: Ohne ihn würde dort nichts laufen. Lorber, der seit 20 Jahren im Unternehmen arbeitet, sei verständnisvoll aber auch fordernd, agiere mit viel Überblick, bringe Probleme auf den Punkt, fordere Lösungen ein und schiebe Entscheidungen nicht auf die lange Bank.

Letztgenanntes tut er ebenso im gesellschaftlichen Leben – auch wenn manchmal Entscheidungen sind, die wehtun. „Du hat die Festspiele in Wismar vorangebracht wie ein Unternehmer, sie aber auch beendet wie ein Unternehmer – authentisch, ehrlich, offen, direkt und zu dem Zeitpunkt, an dem es noch machbar war“, sagte Jürgensen in seiner Laudatio.

Mehr als 5400 Menschen hatten 2018 die Neuinszenierung von „Der Drache“ sowie den Klassiker „Jedermann“ in der St. Georgen- Kirche in Wismar gesehen. Dann zum Ende jenen Jahres der Schock: Die Festspiele Wismar hatten Insolvenz angemeldet. Das Aus kam für viele überraschend.

„Es macht Spaß, Dinge mit dir gemeinsam zu entwickelt“, sagte Jürgensen am Ende – nicht aber ohne einen Seitenhieb mit Augenzwinkern. „Jedes Mal, wenn ich dem Bürgermeister erzählt habe, dass mein Hanse Klinikum der größte Arbeitgeber in Wismar ist, hast du deinen Internetauftritt überarbeitet und plötzlich 50 Leute mehr als ich. Diese Problematik stellt sich für uns nun aber nicht mehr, wir sind von der Werft rechts überholt worden.“

Dank an die Belegschaft

Sichtlich überrascht war Ralf Lorber, als sein Name bekannt gegeben worden war. „Ich freue mich sehr und bin stolz darauf“, sagte er. Aber diesen Preis müsse er auch in Teilen dem Unternehmen Egger, der Belegschaft und seiner Frau Anja Engel widmen. „Das Unternehmen hat uns die Möglichkeit gegeben, sich in dieser Form zu engagieren und für die Region etwas zu tun. Das ist nicht selbstverständlich.“ Seit mehr als zehn Jahren lebt Ralf Lorber in Wismar. „Über die Jahre sieht man, wo man etwas tun kann, wo sich Chancen auftun. Diese Chancen zu greifen und sich als Netzwerk die Richtigen dazuzuholen, das ist eben genau der Erfolg, den wir brauchen in der Region, um sie weiterzuentwickeln.“ Ihm liege es am Herzen, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten – auch weiterhin.

Landrätin Kerstin Weiss gratulierte Lea Sophie Friedrich aus Dassow auf dem Unternehmerempfang zu ihrem sportlichen Erfolg. Die 20-Jährige ist kürzlich zur jüngsten 500-Meter-Weltmeisterin im Radsport gekürt worden. Quelle: Jana Franke

Mehr als 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung des Landkreises zum Unternehmerempfang gefolgt. Unter ihnen auch ein ganz Besonderer: Auf persönliche Einladung von Landrätin Kerstin Weiss schaute Lea Sophie Friedrich vorbei. Die 20-Jährige aus Dassow ist kürzlich zur jüngsten 500-Meter-Weltmeisterin im Radsport gekürt worden.

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Von Jana Franke

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