Schönberg: Hilfe für Kampfsportler in Corona-Zeit
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Schönberg: Hilfe für Kampfsportler in Corona-Zeit

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09:25 12.01.2021
Die Judokas Eberhard Dettmer (l.) und Stefan Mecklenburg freuen sich, dass die Schönbergerin Ulrike Säcker ihren Verein unterstützt.
Die Judokas Eberhard Dettmer (l.) und Stefan Mecklenburg freuen sich, dass die Schönbergerin Ulrike Säcker ihren Verein unterstützt. Quelle: Jürgen Lenz
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Schönberg

Wasser dringt durch die Hallendecke des Judovereins in Schönberg. „Die durchdringende Feuchtigkeit führt zu Schäden in der Dachisolierung und dem Holzbestand der Dachkonstruktion“, erläutert der zweite Vorsitzende Wolf-Peter Oswald. Es kommt sogar vor, dass Regenwasser auf die Trainingsmatten tropft. Die Folge: Unfallgefahr für die Judokas. Das wollen sie dringend ändern.

Vor 17 Jahren haben die Judos ihre Trainingsstätte an der Rudolf-Hartmann-Straße errichtet. Das Dach leidet unter Sturm und starkem Regen. Handwerker haben es mehrfach repariert. Das Problem mit der Feuchtigkeit haben sie aber nicht in den Griff bekommen. Weiterhin beschädigt Wasser die Holzkonstruktion und Isolierung des Daches.

Verein kann Kosten nicht allein tragen

Ein Fachmann hat es sich angesehen. Er kam zu dem Ergebnis: Das Dach muss komplett saniert werden. Etwa 10 000 bis 15 000 Euro wird das kosten. „Unser kleiner Judoverein ist nicht in der Lage, die Gesamtkosten selbst zu tragen“, macht Wolf-Peter Oswald in einem Schreiben an die Stadt Schönberg klar.

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Groß ist jetzt die Freude bei den Judokas, dass die Kommune ihnen mit 1000 Euro unter die Arme greift. So haben es die Stadtvertreter ohne Gegenstimme beschlossen. Stefan Mecklenburg, seit 2015 Vorsitzender des Vereins, sagt: „Ich finde es eine super Sache.“ Das Geld helfe den Judokas sehr.

Landessportbund gibt 6000 Euro

Freuen können sie sich auch über Hilfe vom Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern. Nach Stefan Mecklenburgs Auskunft unterstützt er das Projekt in Schönberg mit rund 6000 Euro.

Neben dem Judoverein Schönberg stellten zahlreiche Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern Anträge, um finanzielle Unterstützung für Sanierungsarbeiten oder Neubauten zu bekommen. Sie beantragten für dieses Jahr Hilfen von mehr als vier Millionen Euro. Zu Verfügung standen aber nur 2,5 Millionen Euro. Zu den Projekten, die der Landessportbund unterstützt, gehören neben dem „Kolosseum“ für den Sportclub Wolgast auch Vereinshäuser für den Schweriner Tennisclub und das Tanzstudio Hagenow.

Baumaterial liegt bereit für Sanierungsarbeiten an der „Dojo“ genannten Trainingshalle der Judokas in Schönberg. Quelle: Jürgen Lenz

80 Euro für neue Sportgeräte des Judovereins in Schönberg kommen von Ulrike Säcker. Die Inhaberin des Ladens City-Schuh in Schönberg hat von Kunden Geld für Schuhkartons bekommen und den Betrag aufgerundet. Sie unterstützt so seit vielen Jahren Vereine in ihrer Heimatstadt.

Judokas können zurzeit nicht trainieren

Der Trainingsbetrieb der Judokas wird durch die Sanierung nicht leiden. „Wir machen derzeit kein Training“, erklärt Stefan Mecklenburg. Corona lässt das nicht zu. Der Vorsitzende bedauert: „Es ist im Moment alles sehr schwierig.“

Einige Judokas halten sich zu Hause fit. Ihr Verein verschickte in der ersten Phase der Pandemie Internetlinks mit Übungen zum Nachmachen.

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100 Mitglieder gehören dem 1963 gegründeten Judoverein Schönberg an. Nach Stefan Mecklenburgs Auskunft sind 60 Prozent Kinder und Jugendliche. Der größte sportliche Erfolg in diesem Jahr: Die 16-jährige Kaya Zubke wurde Siebte bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig.

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Von Jürgen Lenz