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Grevesmühlen EU fördert Modernisierung in der Backstube
Mecklenburg Grevesmühlen EU fördert Modernisierung in der Backstube
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00:00 29.06.2013
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Schönberg

Die 31 532 Euro sind verglichen mit einer Gesamtinvestitionssumme von 150 000 Euro nur ein kleiner Teil, helfen Daniel Schwabe (28) und seinem Vater Andreas Schwabe (55) aber, die geplanten Modernisierungen optimal umzusetzen.

Die Schönberger Bäckerei hat gerade die Möglichkeit zu investieren. Langfristig sollen mit dem finanziellen Einsatz Kosten gespart werden. 14 717 Tonnen Kohlendioxidausstoß können, so schreibt es das Ministerium für Energie und Infrastruktur des Landes, in dem Betrieb eingespart werden, wenn das neue Kühlsystem eingebaut ist. Für die Bäckermeister viel entscheidender und greifbarer: „Wir verbrauchen derzeit 60 000 kw Energie im Jahr für die Kühlung und kommen auf 40 000 kw, sparen also etwa ein Drittel ein“, sagt Daniel Schwabe, Juniorchef der Bäckerei.

Er ist froh, die bisher vorhandenen zehn kleinen Kühlschränke, -truhen und eine viel zu klein gewordene Kühlzelle austauschen zu können. „Jedes Gerät hatte bislang ein eigenes Aggregat, dass wenn nötig immer mit voller Leistung angesprungen ist. Das neue System wird im Verbund über ein Aggregat versorgt. Das steuert sich intelligent und regelt sich stufenlos auf die jeweils benötigte Leistung“, so Schwabe.

Den Zuwendungsbescheid über die Fördermittel der EU hat die Bäckerei in dieser Woche erhalten. Gerade rechtzeitig für die noch anstehenden Arbeiten. So soll die Bäckerei um einen Anbau von 60 Quadratmetern erweitert werden. Dort wird dann auch ein moderner Frostraum entstehen. „Darin wird es dann einen ganz feinen Nebel geben, der sich aber nicht einmal auf der Brille absetzt“, schwärmt Daniel Schwabe von der modernen Technik. Die ermöglicht es dann, Lebensmittel ganz ohne Verpackung einzufrieren, ohne dass sich Gefrierbrand bilden kann. „Das ist eine Verbesserung in der Qualitätssicherung“, sagt Daniel Schwabe.

Bei der Zustimmung zur Förderung von Seiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat aber in erster Linie die Einsparung von Energie den Ausschlag gegeben. Die Umsetzung von Klimaschutz-Richtlinien in der Stadt Schönberg war wichtig, um die MIttel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zu bekommen. Dazu gehört auch, dass die Wärme, die von den Kühlgeräten produziert wird, genutzt wird. Über eine Wärmerückgewinnungsanlage wird diese Abwärme in einem Wasserbecken gespeichert. „Das nutzen wir dann für unser Warmwasser und sparen dadurch wieder Heizölkosten“, so Daniel Schwabe.

mab

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