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Grevesmühlen Das große Rechnen rund um den Schulcampus
Mecklenburg Grevesmühlen Das große Rechnen rund um den Schulcampus
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13:41 13.11.2018
Regionale Schule am Wasserturm Quelle: Karl Ernst Schmidt
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Grevesmühlen

 Und wieder ist die Stadt Grevesmühlen ihrem Schulcampus einen Schritt näher. Nachdem ein externer Gutachter mit der Machbarkeitsstudie erste Zahlen und zwei Varianten auf Papier gebracht hatte, gaben sowohl die Mitglieder des Bauausschusses als auch der Finanzausschusses der Stadtvertretung nun ihr Votum ab. Mehrheitlich sprachen sie sich für einen Schulstandort ohne das Gebäude der Förderschule in der Wismarschen Straße aus. Die, so stellte es der Gutachter fest, sei als Lerngebäude nicht tauglich. Unter anderem führte er die engen Treppen und die Toiletten außerhalb des Schulhauses auf. Das Backsteingebäude war bis zur Wende als Erweiterte Oberschule und seit Anfang der 1990-er Jahre als Förderschule genutzt worden.

Die Gesamtkosten des Schulcampus-Projekts belaufen sich auf 51,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind Umbaukosten der Integrierten Kindertagesstätte und die Kosten für einen Neubau, die mit 14,9 Millionen Euro auf die Diakonie im nördlichen Mecklenburg als Träger entfallen. Unterm Strich bleiben für die Stadt als Schulträger 36,8 Millionen Euro zu finanzieren. Die beinhalten, so betont es Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (ptl.), 11,8 Millionen Euro Instandhaltungskosten, die auch ohne Umsetzung des Schulcampus auf die Stadt zukommen würden. Für die Regionale Schule „Am Wasserturm“ werden die Instandhaltungskosten auf 5,8 Millionen Euro geschätzt, für die Ploggenseeschule auf 4,2 Millionen Euro. Das stadteigene, neue Schulgebäude auf der Bürgermeisterwiese zwischen der jetzigen Förderschule, der Ploggensee- und der Wasserturmschule, das den Schulcampus ergänzen soll, wird mit 20,7 Millionen Euro Neubaukosten beziffert.

Fördermittel sind für das Projekt bereits zugesagt – 6,7 Millionen Euro aus dem Schulbauprogramm des Landes. Grundsätzlich, so heißt es aus der Verwaltung, seien aber Fördermittel in Höhe von 75 Prozent möglich. Würden die tatsächlich zugesagt, würde der Eigenanteil auf etwas mehr als sechs Millionen Euro sinken.

Ein Foto von Anfang der 1970-er Jahre, als die damalige Kurt-Bürger-Oberschule ihren Betrieb aufgenommen hatte, links sind die Gebäude der Wilhelm-Pieck-Schule zu sehen. GVM

Bei all der Planerei solle aber auch die Baracke an der Grundschule „Fritz Reuter“ nicht vergessen werden, verdeutlichte SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Baetke. Ein Neubau an selber Stelle, in dem auch Hortkinder untergebracht werden könnte, würde Entspannung im zentralen Hort in der Kita „Am Lustgarten“ bringen. „Und es schafft Kapazitäten an der Ploggenseeschule, in der derzeit auch Hortkinder untergebracht sind“, erklärte er. Zeitnah müsse mit dem Neubau des Hortgebäudes an der Reuterschule begonnen werden. Nur müsste die Stadt die Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro selbst finanzieren, da derzeit noch keine Fördermittelzusagen bestehen. Für insgesamt 88 Kinder, das wären die Schüler der ersten und zweiten Klassen, wäre dann dort Platz. Die Kita und der Hort am Lustgarten blieben weiter bestehen, um den Mehrbedarf in den kommenden Jahren aufzufangen.

Und es bleibt auch die Frage, wann und wie die Instandhaltungsmaßnahmen der Schulen umgesetzt werden können. Der Plan ist, den Schulcampus bis 2030 zu realisieren, aber Sommerferien reichen für Sanierungsmaßnahmen allein an der Wasserturmschule absolut nicht aus. Wie Lars Prahler im Finanzausschuss betonte, seien die einzelnen Bauten ohnehin nicht in einem Schritt umzusetzen. „Es ist ein langer Weg, die einzelnen Schritte werden Zeit brauchen.“ Denn die Neu- und Umbauten müssten so umgesetzt werden, dass der reguläre Schulbetrieb aufrecht erhalten bleibe. Sven Schiffner, Mitglied im Finanzausschuss, wies darauf hin, dass beim Bau der Schule nicht nur die finanziellen Mittel im Auge behalten werden müssten. „Wichtig ist auch, dass wir nachhaltig bauen und schon einen Schritt weiter denken.“

Jana Franke und Michael Prochnow

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